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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 17628
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Mein Mann wurde 1987 von Ehefrau 1 geschieden, aus Ehe gibt

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann wurde 1987 von Ehefrau 1 geschieden, aus Ehe gibt es eine Tochter. Ehefrau 1 erwirkte damals einen Unterhaltstitel über 1000,00 DM/Monat. Im Jahr 2000 einigten sich Ehefrau 1 und mein Mann auf 150,00 €/Monat. Mein Mann verstarb in 11/2017.
1.) Kann dieser Titel in Höhe von 1000,00 DM/Monat heute gegen mich oder die fiktive Erbmasse vollstreckt werden ?
2.) Muss ich eine Änderungsklage einreichen und wenn ja, ist die Rente meines verstorbenen Mannes von Belang?
3.) Wie hoch ist der Pflichtteil für die Tochter und der fiktive Pflichtteil für Unterhaltsanspüche der Ehefrau1 (1/4 oder 1/8). Wir haben ein Berliner Testament gemacht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank.

Eine komplexe Frage.

Darf ich fragen

Wurde denn der Titel damals formell in die 150 Euro abgeändert , oder besteht er weiterhin?

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Titel besteht weiterhin, Vereinbarung wurde von einem RA protokolliert, dieser hat die Änderungen des Titels versäumt

Darf ich wissen: wie GENAU protokolliert ?

Durch Anwaltsvergleich ?

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Frage kann ich erst morgen beantworten. Haben Sie schon eine Antwort zu den übrigen Fragen?
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Ich habe nur dieses Schreiben vom RA zum Thema Unterhalt/Titel. Mein Mann hat bis zum Tod Unterhalt gezahlt. Noch zahle ich weiter

Der Titel kann vollstreckt werden. Falls er nicht mehr aktuell ist, oder wegen der Vereinbarung nicht mehr gilt kann eine Vollstreckungsgegenklage erhoben werden

Hier war die vereinbarung schon lange nicht mehr aktuell, da sich ja die verhältnisse geändert hatten.

Die Ehefrau bekam einen Teil der Rete, dadurch minderte sich dei Bedürftigkeit und die 1000 Euro sind nicht mehr geschuldet.

Nachlassverbindlichkeit sind nur noch die 150 Euro,

Maßgeblich ist immer das Vermögen im Zeitpunkt des Todes, als ob die Ehe nicht geschieden wäre.

Sie werden also nicht berücksichtgt, wohl aber gemeinsame Kinder

Massgeblich ist der kleine Pflichtteil nach § 1931 BGB

Es wäre also der Erbteil der Ehefrau ein viertel, der Pflichtteil ein achtel.

Die Tochter bekommt ein viertel

kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Also der fiktive Pflichtteil der Ex ist 1/8 und der Pflichtteil für die Tochter aus 1.Ehe 1/4.
Obwohl der Titel nicht gegen mich gerichtet ist, sondern gegen einen Toten, kann er vollstreckt werden, doch hoffentlich nur bis zur Höhe des fiktiven Pflichtteiles (1/8) der Ex.
Kann die Ex die Differenzbeträge (Titel mit 1000.00 DM zu Vereinbarung ca. 150.00€) nachträglich von mir fordern? Ich bin doch gar nicht Unterhaltspflichtig.

Sehr geehrter Ratsuchender,

§§ 1922 bGB, 1967 BGB .

Die sog Universalsukzession

Sie als Erbe treten im Zeitpunkt des Todes kraft Gesetzes in alle rechte und Pflichten ein, auch in die Unterhaltsverpflichtung und den Titel

Unterhaltspflichtig sind Sie kraft Gesetzes bis Höhe des Pflichtteils

Die Vereinbarung hat den Titel außer Kraft gesetzt

Vollstreckt man aus ihm können Sie Vollstreckungsgegenklage machen

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Keine weiteren Fragen, besten Dank und frohe Ostern

Ihnen ebenso

Bitte nioch kurz positiv bewerten

Vielen Dank

ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Sorry, hier noch eine Verständnisfrage
Ich habe verstanden
1. Der gesetzl. Erbteil des einzigen Kindes ist 1/2, somit der Pflichtteil 1/4.
2. Der gesetzl. Erbteil der Ex-Ehefrau ist 1/4, somit der Pflichtteil 1/8.
Frage: Wer bekommt den restlichen gesetzl. Teil von 1/4, ist der für mich, der letzen Ehefrau?

Sehr geehrter Ratsuchende, es ist so sie Erben alles und müssen von ihrem Erbe diese Pflichtteile bedienen

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Ist mir schon klar. Nur, mein RA meint, der fiktive Pflichtteil der Ex-Ehefrau sei 1/4 und Sie sagen 1/8. Ein 1/8 Ist mir ja lieber aber wie ist das zu begründen, BGB1931 hilft mir da nicht wirklich.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Beck online zu 1586 b

...und die Haftung des Erben schon nach allgemeinen Regeln auf den Nachlass beschränkt ist; sog. kleiner Pflichtteil bei gesetzlichem Erbrecht nach § 1931Abs. 1 und 2 (BGH FamRZ 2

Erbquote Ehegatte

BGB)
§ 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

Die Hälfte von diesem Viertel ist der so genannte kleine Pflichtteil, wobei man die Erhöhung aufgrund des Güterstandes der Zugewinngemeinschaft nach 1371 BGB nicht hinzunimmt. Die Hälfte von diesem Viertel ist also ein achtel. Der große Pflichtteil wäre ein viertel