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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 27796
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe den hinteren Teil

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe den hinteren Teil meines Grundstücks verkauft. Die lange Einfahrt für die Baufahrzeuge hat eine Breite von 3 m. Der Bauherr bat mich einen Teil meines Zaunes abreissen zu dürfen. Er versicherte mir, dass alles wieder in Ordnung gebracht wird.
Als die Bauarbeiten begannen wurde mehr und mehr mein Grundstück genutzt und verwüstet. Auf Nachfrage und mehreren gemeinsamen Gesprächen mit dem Bauherrn und der Bauleitung wurde mir immer wieder versichert (leider nur mündlich) dass alles in Ordnung gebracht wird. - (Sämtliche Schäden wurden von mir fotografiert).
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen - jetzt wird behauptet - ich hätte keine Einwände gehabt, da ich sowieso alles neu machen wollte. Auf Anfrage, mir wenigstens die Hälfte meiner Kosten (ca. 1.500 €) zu erstatten erhielt ich keine Antwort.
Eine Anzeige usw. würde mehr kosten als die Sache wert ist - muss man dass so hinnehmen??
Mit freundlichen Grüßen
Siglinde Bauer

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage

nein, das müssen Sie so nicht hinnehmen. Sie haben gegen den Nachbarn nach § 823 I BGB (unerlaubte Handlung) einen Anspruch auf Schadensersatz. da er die Bepflanzung durch den Bauträger beschädigt wurde.

Es kommt dabei nicht darauf an ob nun versichert wurde, dass alles wieder in Ordnung gebracht wird, ausschlaggebend ist, dass die Baufirma Ihr Grundstück beschädigt hat.

Allein dies reicht aus, um eine Schadensersatzpflicht entstehen zu lassen.

Der Anspruch besteht natürlich auch, wenn Sie gegen die Nutzung Ihres Grundstücks keinerlei Einwände hatten. Die Behauptung eines möglichen Verzichts auf Schadensersatzansprüche Ihrerseits müsste der Gegner allerdings beweisen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,vielen Dank für die rasche Beantwortung meiner Frage.
Wie kann der Gegner einen Verzicht auf Schadensersatzansprüche meinerseits beweisen???
Bei den Gesprächen waren insg. 4 Personen (Bauherr, Bauleitung, Baufirma) und ich allein anwesend.
Wenn nun diese 3 Personen behaupten ich hätte auf Schadensersatz verzichtet - reicht das als Beweis aus?Wenn ich die Antwort richtig verstanden habe macht es doch Sinn und vielleicht auch Aussicht auf Erfolg einen Anwalt zu nehmen und vor Gericht zu gehen?!Mit freundlichen Grüßen
Siglinde Bauer

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat. Der Beweis kann durch Zeugen aber auch durch Schriftstücke erfolgen. Wenn also der Gegner Zeugen aufbieten kann, die bestätigen, dass Sie auf Ihre Ansprüche verzichtet haben, dann stehen Ihre Chancen schlecht.

Die sich die Gegenseite offenbar weigert den verursachten Schaden zu beseitigen sollten Sie in der Tat einen Anwalt hinzuziehen und auf Schadensersatz klagen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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