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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
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Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

In unserem noch nicht unterschriebenem Darlehensvertrag vom

Diese Antwort wurde bewertet:

in unserem noch nicht unterschriebenem Darlehensvertrag vom 23.03.2018 gibt es folgenden Passus zur Abtretung des Kreditvertrages durch die Bank an Dritte:

"Dieser Darlehensvertrag beinhaltet die Möglichkeit für die Darlehensgeberin, die Darlehensforderung ohne Zustimmung des Darlehensnehmers im Wege der Abtretung an Dritte zu übertragen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass das Darlehensverhältnis im Wege der Betriebsumwandlung übergeht."

Es hat zumindest früher das Problem gegeben, dass Kredite von Banken an Kredithaie verkauft wurden, die dann, wenn die Verlängerung des Kredites ansteht, Wucherzinsen verlangten. Hier ist ein Artikel hierzu in der FAZ vom 22.01.2008:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilienfinanzierung-missbrauch-verkaufter-hauskredite-soll-verhindert-werden-1512384.html

Meine Frage ist, ob wir mit dem zitierten Passus in ein solches Problem laufen könnten oder das Gesetz inzwischen geändert wurde. Ist evtl. eine Präzisierung dieses Passus notwendig? Ich vermute, es ist selbstredend, dass sämtliche Bestimmungen im Vertrag vom Käufer des Kredites übernommen werden müssen. Trotzdem würde ich dies (wegen der Nerven ...) gerne bestätigt bekommen.

Der Kreditmakler muss zwar aus Verbraucherschutzgründen uns den Vertrag erklären und auf Fragen antworten, aber ich hätte gerne eine neutrale Antwort von einem Juristen.

Vielen Dank

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Gesetzgeber hat die Zulässigkeit - nach erheblicher Kritik an dieser Parxis durch Verbraucherschutzverbände - der Abtretung von Darlehensforderungen durch das Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken vom 12. August 2008 (Risikobegrenzungsgesetz), das am 19. August 2008 in Kraft getreten ist, bestätigt.

Sofern die Bank bei Kreditvertragsschluss bestimmte Informationspflichten erfüllt, ist diese Klausel daher rechtlich nicht zu beanstanden, und sie ist in der Darlehensvertragspraxis auch weithin verbreitet und üblich.

Zum konkreten Umfang der einzuhaltenden Informationspflichten weise ich auf folgenden Fachartikel hin:

http://www.brs-rechtsanwaelte.de/aktuelles/artikel/2009/01/der-kredithandel-nach-dem-risikobegrenzungsgesetz/

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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