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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 24159
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Wir sind Eigemtümer eines

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir sind Eigemtümer eines Mehrfamilienhauses und haben jetzt bei einem Mieterwechsel folgendes Problem:
auf dem Parkettboden sind an den Fugn schwarze Striche, was laut unserem zu Rate gezogenen Parkettleger, Weichmacherwanderungen sind. Leider hat uns der Mieter nicht über diese informiert. Er war der Meinung das sei normal bei Parkettboden. So ist die Gewährleistung (parkett wurde 2011) neu verlegt, im August 2016 abgelaufen.
Er verweigert auch eine Beteiligung an der Renovierung, da es nicht seine Schuld ist.
Der Hersteller verweigert ebenfalls. Meine Frage nun: muss der Grosshändler, der das Parkett an unseren Parkettleger verkauft hat, diesen nicht informieren, wenn er weiss, das diese Sorte Parkett zusammen mit diesem bestimmten Kleber und dem verwendeten Lack
Zu Weichmacherwanderungen führt? So hätte dieser dann auf Grud seiner Rechnungen sehen können bei wem er diesen Parkett verlegt hat und ebenfalls uns als Endkunden informieren können. Wir hätten dann die Möglichkeit gehabt unsere Mieter zu fragen ob dies bei Ihnen auftritt und würden nun nicht auf einem Schaden von ca. 5000 Euro sitzen bleiben.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden und
Verbleibe
Mit freundlichen Grüssen
Silvia Dietrich

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den gegebenen Umständen traf den Großhändler in der Tat eine entsprechende Aufklärungs- und Informationspflicht gegenüber dessen Vertragspartner (dem Parkettleger), um Schäden, wie Sie in Ihrem Fall eingetreten sind, abzuwenden.

Der Parkettleger hätte Sie sodann nämlich anlässlich der Verlegearbeiten ausdrücklich auf dieses Risiko hinweisen können, so dass Sie Ihrerseits den Mieter hätten instruieren können.

Die Verletzung dieser Aufklärungs- und Informationspflicht berechtigt Sie, unmittelbar gegen den Großhändler Schadensersatzansprüche geltend zu machen, denn es greifen die Grundsätze eines Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter ein: Diese besondere Rechtskonstruktion erlaubt es, dass auch ein nicht unmittelbar am Vertragsverhältnis (=Großhändler-Parkettleger) beteiligter und geschädigter Dritter (=Sie) einen Schadensersatzanspruch geltend machen kann.

Fordern Sie daher den Großhändler schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage und unter konkreter Bezifferung des eingetretenen Schadens zur Zahlung von Schadensersatz auf!

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
Der Grosshändler lehnt jeden Ersatzanspruch ab, da unser Schaden ausserhalb der Gewährleistung liegt.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Es geht nicht um die Gewährleistung!

Ihnen steht ein Schadensersatzanspruch aus der Haftung des Händlers gemäß den Grundsätzen des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter zu.

Diesen Anspruch können Sie erforderlichenfalls auch auf dem Rechtsweg durchsetzen.

Gehen Sie daher vor, wie eingangs beschrieben.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Der
Grosshändler wusste zur Zeit des Verkaufes noch nicht dass diese Schäden auftreten, da sie erst 1 - 2 Jahre nach der Verlegung entstehen.

Rechtlich maßgeblich ist nur, ob derartige Schäden generell auftreten können.

Ist das der Fall, und wusste der Händler dies, so hat er seine Aufklärungspflicht verletzt mit der Folge, dass Ihnen nunmehr auch Schadensersatz zusteht.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Kann ich Sie morgen nochmal anschreiben wenn ich mit meinem Mann gesprochen habe?

Selbstverständlich!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
heute sagte mir der Parkettleger, er habe mit der Rechtsberatung der IHK telefoniert und Ihre Aussage würde nicht zutreffen.
Und arglistige Täuschung könnte man ihm nicht vorwerfen. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Es geht doch um die Informationspflicht des Grosshändlers. Selbst wenn nur 2 Fälle in den letzten Jahren aufgetreten sind, so muss er doch die Endkunden informieren oder sehe ich das falsch? Er sagte mir ich solle die Mieter in Haftung nehmen, was meiner Ansicht nach nicht in Ordnung ist.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Meine Auskunft ist sehr wohl zutreffend.

Im Übrigen war von einer arglistigen Täuschung seitens des Parkettlegers überhaupt nicht die Rede. Ich kann daher nicht nachvollziehen, wie dieser darauf kommt!

Hat der Großhändler den Parkettleger nicht aufgeklärt, so stehen Ihnen Ansprüche gegen den Großhändler zu (s.o.).

Gegen den Mieter stehen Ihnen keine Ansprüche zu, es sei denn, dieser hätte den Mangel erkannt und Ihnen diesen nicht angzeigt.