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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7764
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Kaufvertrag mit Autohaus über die Bestellung eines

Diese Antwort wurde bewertet:

Kaufvertrag mit Autohaus über die Bestellung eines Neufahrzeugs.
Ich habe bei einem VW Händler auf Basis einer VW Broschüre ein Fahrzeug bestellt.
Das Eigentliche Problem stellte sich erst viel später (2,5 Wochen nach Annahme des Vertrages durch das Autohaus) in der Weise heraus, dass das bestellte Fahrzeug entgegen der Broschürenangabe jetzt mit einen 3ZylinderMotor ausgestattet ist, hingegen erstmalig ein 4ZylinderMortor beschrieben wurden. Auch in der Auftragsbestätigung war nur die Motorengröße (1 Liter Hubraum) angegeben. Als ich diesen Umstand nach Rückfragen bei VW meinem Verkäufer mitteilte (Samstags) teilte mir dieser mit, dass ich doch diese Broschüre mit den ANgaben ihm zukommen lassen sollte. Zu diesem Zeitpunkt (Samstag) war das Fahrzeug laut der VW Datenbank noch nicht im Produktionslauf erkennbar. Am darauf folgenden Werktag (Montag) war der Verkäufer sehr über diese Broschüre (Original von VW) verdutzt gewesen, zumal er die gleiche Broschüre (Ausgabedruck) mit der Angabe 3 ZylinderMotor vor sich liegen hätte bzw. diese im Verkaufsraum ausliegen würden. Ich hatte darauf hin dem Verkäufer mitgeteilt, dass ich auf gar keinen Fall ein Fahrzeug mit einem 3 ZylinderMotor gekauf bzw. bestellt hätte, wenn ich den Umstand vorher gewusst hätte. Der Verkäufer erklärte aber, dass ich jetzt (!) an den Vertrag gebunden sei, zumal 1) die 14 Tagesfrist ab Bestellbestätigung überschritten sein und 2. das bestellte Fahrzeug JETZT auf Band läge und erkennbar Ende Januar 2018 ausgeliefert werden würde.
Ich erklärte ihm daraufhin nochmals, dass ich sofern ich gewusst hätte (auch er hat mich bei Bestellung nicht über dieses Detail informiert) , dieses Fahrzeug in der Variante nicht gekauft/bestellt hätte. Ich bin der Ansicht, dass hier ein Mangel in der Sache vorliegt bzw. der Varkäufer mich nicht richig beraten hat.
Komme ich aus diesem Vertrag ungeschadet heraus?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich mich mit Ihrer Fragestellung befasse.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich haben mir Ihre Sachverhaltsbeschreibung durchgelesen.

Können Sie mir bitte noch mitteilen, woher Sie Ihre VW-Broschüre hatten und von welchem Jahr diese stammt.

Ich werde nach vorliegen Ihrer Rückantwort in ca. einer Stunde antworten und eine rechtliche Einschätzung abgeben.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Es handelt sich dabei um das Fahrzeug der Marke VW T-Roc.
Bei der IAA in Frankfurt 14.09. -24.09.17 habe ich die Broschüren (Stand Ausgabe 21.09.17) direkt vom VW-Stand erhalten und mich daraufhin mit meinem VW-Verkäufer einige Tage später in Verbindung gesetzt (ab den 25.09.17), weil auch erst zu einem bestimmten Zeitpunkt (22.09.17) die Konfigurierung möglich war. Auf Basis dieser Broschüre habe ich daraufhin einen Vertragsabschluß mit dem Händler vorgenommen. Auf keiner der Unterlagen (Auftragsbestätigung, etc.), die ich vom Händler bekam, war zu erkennen, dass es sich entgegen meiner Annahme um einen 3Zylinder handeln würde. Auch der Verkäufer war im Nachhinein irritiert und konnte sich nicht erklären, woher diese Angaben herkamen.
Ich bin selber ja nur beiläufig darauf aufmerksam geworden, da ich mir einen Winterreifensatz bestellen wollte und mir die Reifengröße unbekannt war. Über eine Onlinerecherche bin ich daraufhin wiederum an die Broschüre geraten (Stand - Ausgabe 21.09.2017), die u.a. die Angabe 3Zylinder auswies.
Auch bei einem stattgefundenen Gespräch zum Bestellzeitpunkt (mein Fahrzeug sollte von einem Sachveständiger bewertet werden und ich habe für einige Stunden ein Leihfahrzeug (Polo 3Zylinder) erhalten, ist das Thema vom Verkäufer aufgegriffen worden, sprich als ich das Leihfarzeug zurückgab habe ich ihm noch beiläufig mitgeteilt, dass ich nie solch einen Motor haben will. Auch hier hat mich der Verkäufer nicht darauf aufmerksam gemacht, dass mein bestelltes Fahrzeiug genau diese 3Zylindervariante vorwies. Insofern bin ich gutgläubig von allem Richtigen ausgegangen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Ich füge nochmals auszugsweise die Broschüre vom IAA - Stand bei

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ein vergleichbarer Fall wie der Ihre ist mir nicht bekannt.

Zunächst einmal gilt der Grundsatz im deutschen Recht, dass geschlossene Verträge zu erfüllen sind ("pacta sunt servanda").

Allerdings will der Gesetzgeber nicht, dass Sie sich an einem Vertrag festhalten lassen müssen, der aufgrund irriger Annahmen geschlossen wurde. Hier eröffnet der Gesetzgeber über die §§ 119 ff. BGB eine Möglichkeit zur Lösung vom Vertrag.

Durch unverzügliche schriftliche Anfechtung des Kaufvertrags wird dieser rückwirkend als nicht geschlossen betrachtet, vgl. § 142 BGB.

Allerdings gewährt § 122 BGB den Anfechtungsgegner einen Schadensersatzanspruch da dieser auf den Vertrag vertraut hat. Über den Umfang könnte man in Ihrem Fall streiten, da Sie auf die Beschreibung des Herstellers vertraut haben.

Hier wäre abzuwägen, inwiefern Sie oder den Hersteller eine Verschulden trifft.

Ob dem Verkäufer hier eine Aufklärungspflicht aufgegeben werden kann, ist wohl fraglich. Denn wenn dieser keine Kenntnis von der 4-Zylinderbezeichnung hat, kann er hierüber auch nicht aufklären.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss sich jedoch der Hersteller an seinen ausgegeben Prospekten messen lassen und auch für einen Schaden einstehen, der durch den Fehldruck entsteht.

Das Anraten eine konkreten Vorgehens ist in Ihrem Fall schwer.

Wenn Sie das Fahrzeug nicht wollen, dann wäre rechtswahrend auf jeden Fall eine Anfechtung schriftlich und nachweisbar ggü. Ihrem Vertragspartner (Verkäufer) zu erklären.

Hernach müsste man schauen, wie Sie sich einigen. Auf jeden Fall wird durch die Anfechtung der Vertrag aufgehoben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.