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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 37911
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich habe vor kurzem eine Mahnung der Flirtcafe Online GmbH

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe vor kurzem eine Mahnung der Flirtcafe Online GmbH in Höhe von ?? 57,00€ ?? bekommen. Eine Rechnung liegt mir nicht vor. Auch einem Vertragsabschluss habe ich nicht zugestimmt. Handelt es sich bei dieser besagten Firma um eine Abzocke?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Teilen Sie mir zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage bitte noch mit: Haben Sie sich auf dem Portal denn angemeldet/registriert?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ich gehe davon aus, dass Sie sich kostenlos auf der Webseite registriert haben.

Weisen Sie sämtliche Forderungen schriftlich und nachweisbar (Einschreiben mit Rückschein) mit nachfolgender Argumentation zurück.

Die Kostenpflichtigkeit des Dienstes (Umwandlung eines Probe-Abos - das Sie bei der Registrierung abgeschlossen haben - in ein kostenpflichtiges Abo) versteckt der Anbieter in seinen AGB. Hierauf muss der Anbieter aber auch schon bei der Registrierung ausdrücklich hinweisen - was er nicht tut.

Sind Sie also nicht ausdrücklich bei der Registrierung darauf hingewiesen worden, dass sich nach Ablauf des Probe-Abos dieses automatisch in ein reguläres Abo umwandelt, so können Sie Ihre Vertragserklärung wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB anfechten.

Der Vertrag ist damit als von Anfang nichtig zu betrachten.

Im Übrigen ist die versteckte Kostenpflichtigkeit auf der Grundlage der AGB des Anbieters auch als überraschende Klausel im Sinne des § 305 c BGB unwirksam, was die Rechtsprechung mittlerweile ausdrücklich festgestellt hat.

Setzen Sie also ein Schreiben auf, und bestreiten Sie ausdrücklich einen Vertragsschluss über eine entgeltpflichtige Mitgliedschaft. Verweisen Sie auf die Unwirksamkeit der automatischen Verlängerungsklausel, und berufen Sie sich auf die insoweit klare Rechtsprechung zur Unwirksamkeit dieser Verlängerungsklausel.

Hilfsweise erklären Sie in Ihrem Schreiben die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB.

Lassen Sie sich im Übrigen weder durch dieses noch durch mögliche Folgeschreiben der Gegenseite verunsichern und unter Druck setzen. Es gehört leider zur gängigen Praxis solcher Anbieter, die Opfer dieser Dienste durch Inkassobüros/Inkassoanwälte unter massiven Zahlungsdruck zu setzen. Dies deshalb, weil die Betreiber dieser Dienste natürlich wissen, dass sie ihre Forderungen gerichtlich nicht durchsetzen können, da die "Forderungen" tatsächlich nicht bestehen.



Geben Sie bitte kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt