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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Dr. Med.
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 5007
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt in Urologischer Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, ich hatte am 21. Juli nach MRT und Stanze (höchster

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich hatte am 21. Juli nach MRT und Stanze (höchster PSA 11,2, Gleason Score 8) eine Prostata-OP (Bauchschnitt). Pathologischer Befund T3b, pN0 (0/9 LK), cM0, L0, V0, Pn1, R0 (lokal), Gleason-Score 7b, Prognosegruppe 3 nach ISUP 2014. Jetzt nach 7 Wochen PSA Wert 0,6. Ich befürchte nun ein Rezidiv oder Metastasen, da der PSA-Wert nach dieser Zeit idealerweise unter 0,2 liegen sollte. Mein Urologe ist der Meinung, weitere 8 Wochen abzuwarten und dann PSA-Wert erneut bestimmen und ggf. Bestrahlung/evt. Hormontherapie ins Auge fassen. Meine Fragen: Ist das nicht riskant, Gefahr zu laufen, dass der PSA-Wert dann weiter gestiegen ist und das Rezidiv dann schwieriger zu bekämpfen ist, oder sehen Sie das auch so, dass man sich weitere Wochen Zeit lassen kann? Kommt es vor, dass der PSA-Wert auch nach 7 Wochen noch weiter sinkt, oder ist das unwahrscheinlich? Gibt es noch Untersuchungen, die in dem Fall sinnvoll wären, evt. bei eigener Kostenübernahme? Danke für Ihren Rat.
Fachassistent(in): Ist der Zustand chronisch oder akut?
Fragesteller(in): Zustand akut nach OP
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Im Moment fällt mir nichts ein.

Guten Tag! Grund in Panik zu verfallen gibt es sicher nicht. Aber Sie haben recht, dass der PSA-Wert niedriger sein sollte. Vielleicht kann man die nächste PSA-kontrolle etwas vorziehen, zum Beispiel 4 Wochen nach dem letzten Wert um dann zu sehen, ob ein weiterer Abfall eintritt. Bei den genannten Befunden (insbesondere pT3b und Pn1) kann es sehr gut sein, dass eine Bestrahlung notwendig wird. Diese beginnt man idealerweise frühestens 6 Wochen, besser 3 Monate nach OP. Wenn Sie genau wissen wollen, ob noch Tumorzellen im Körper sind und wo diese möglicherweise sitzen, kann man eine sogenannte PSMA-PET-CT- Untersuchung machen. Jedoch ist diese bei dem niedrigen PSA-Wert nicht komplett zuverlässig, falls nichts zu sehen sein sollte. Ich würde den PSA alle 4 Wochen kontrollieren und bei einem Anstieg die Bestrahlung planen! Gerne empfehle ich Ihnen auch mein Buch "Fokus Prostata". Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christop Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Danke, ***** ***** war mir wichtig. Ich werde wie empfohlen verfahren.

gerne geschehen

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Hallo Herr Dr. Pies, danke für den Tipp, ich werde das Buch bestellen, sobald ich wieder in Deutschland bin. Bis dahin habe ich noch Fragen zu der bildgebenden Untersuchungsmöglichkeit, die ja erst bei einem höheren PSA-Wert Sinn macht. Ich nehme trotzdem an, die sollte vor der Bestrahlung eingesetzt werden, um zu ermitteln, welche Zone betroffen ist? Spricht ein PSA-Wert von 0,6 sieben Wochen nach OP eher für ein erneutes Auftreten im Beckenbereich bzw. Umgebungsbereich der Prostata als für unentdecktes Tumorgewebe woanders? Wird das Becken bzw. der ehemalige Standort der Prostata auch zusätzlich bestrahlt, wenn entfernte Metastasen für den PSA-Anstieg verantwortlich sind? Ist das PSMA-PET-CT einem Ganzkörper-MRT vorzuziehen, wo angeblich kleinherdige Tumore besser erkannt werden? Um nicht zuviel Zeit zu vertun, wäre es sinnvoll, sich jetzt schon um einen CT-Termin zu bemühen... oder sind die zu erwartenden Terminabstände im Rahmen? Und als letzte Frage: Kann es auch sein, dass die Krebszellen so agressiv sind, dass man sie weder mit Bestrahlung noch mit Hormon-Entzugstherapie langfristig in den Griff kriegt?

Guten Morgen!

hier meine Antworten:

1. Eine Bildgebung vor der Bestrahlung ist nicht zwingend erforderlich, macht aber in meinen Augen durchaus Sinn

2. Anhand der Höhe des PSA-Wertes kann kein Rückschluss auf die Lokalisation verbliebener Zellen gezogen werden

3. Wenn nur entfernte Metastasen vorlägen (unwahrscheinlich), kann die Bestrahlung verzichtet werden und eine alleinige Hormontherapie gemacht werden.

4. Ja, ein PSMA-PET-CT ist einem MRT vorzuziehen.

5. Wie gesagt, es gibt keinen Grund zur Panik. Die genannten Zeiträume sind vertretbar und sogar notwendig um eine Entwicklung sehen zu können.

6. Eine Langzeit-Prognose kann man seriöserweise nicht abgeben, dafür sind die Verläufe beim Prostatakarzinom viel zu unterschiedlich.

Nochmals Ihnen Alles Gute, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Danke, ***** *****ühle mich jetzt gut beraten und gerüstet für die nächsten Arztgespräche.

sehr gerne