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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Dr. Med.
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 5422
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt in Urologischer Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich habe seit über einem Jahr immer wieder

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe seit über einem Jahr immer wieder Blasenentzündungen (11 x Antibiotika genommen). Ich habe immer im unteren Teil der Harnröhre Schmerzen.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 81 Jahre alt. Nehme z.Z. Allopurinol 300 mg, Atorvastatin, Xarelto 20 mg, Ramipril 2x10 mg.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Ja. Hatte gerade eine FußOP. Seit meiner Entlassung an 3.1. habe ich permanent erhöhte Temperatur; heute allerdings schon 38,5. und der Blasenausgang meldet sich wieder massiv. Da ich bis 13.1. 3 x Iboprofen genommen und 2x Heparinspritzen verabreicht habe, waren die Schmerzen vorübergehend weg.

Guten Tag! Sie müssen unbedingt gleich morgen zum Arzt. Zum einen muss kontrolliert werden, dass das Fieber nichts mit der Fuß-OP zu tun hat. Zum anderen muss eine Urinkontrolle und ein Ultraschalle erfolgen... Wahrscheinlich benötigen Sie erneut ein Antibiotikum! Bis morgen können Sie Ibuprofen zur Linderung einnehmen. Ursächlich steckt hinter den wiederholten Blasenentzündungen in Ihrem Alter meist ein Hormonmangel der Scheide. Das muss dann im Verlauf auch kontrolliert und ggf. therapiert werden. Des weiteren schicke ich Ihnen noch einige Tipps und Tricks wie Sie sich vor weiteren Infektionen selbst schützen können. Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen (ohne die ich keine Honorierung erhalten kann), Dr. Christoph Pies

Hier noch die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Danke für die ausführliche Info. Ibuprofen kann ich nicht nehmen, da I. sich nicht mit Xarelto verträgt. Kann ich evtl, Paracetamol nehmen? Ich benutze auch OeKolo-Creme, sowohl vom Urologen als auch von der Frauenärztin verschrieben
Ja, paracetamol geht auch. Und das Oekolp muss wahrscheinlich durch Zäpfchen zweimal pro Woche ergänzt werden, damit genügend Wirkstoff in die Scheidenschleimhaut gelangt…
Dr. Christoph Pies und 2 weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.