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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 3690
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Guten Tag Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter,

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Ich habe seit Dienstag ein unangenehmes Ziehen ( Brennen) im Unterleib. Beim urintest ist Nitrit und Blut nachgewiesen. Allerdings habe ich kein Brennen beim Wasserlösen und auch keinen Harndrang. Ist es trotzdem eine Blasenentzündung?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Fragesteller(in): Ich bin 37 Jahre alt, weiblich und hatte noch nie eine Blasenentzündung

guten Tag! Ja, der Nachweis von Nitrit deutet auf eine bakterielle Infektion, die das ziehende Gefühl erklären könnte. In der Anfangsphase einer Harnwegsinfektion hilft oft neben einer hohen Trinkmenge die Einnahme des entzündungshemmenden Schmerzmittels Ibuprofen . Das hilft bei zwei Dritteln der Betroffenen. Die empfohlene Dosierung von Ibuprofen liegt zwischen 1200 und 2400 mg pro Tag. Ein Nachteil ist, dass die Symptome weniger schnell verschwinden als mit einem Antibiotikum. Des weiteren schicke ich Ihnen gleich noch einige tipps und Tricks... freundliche grüße, Dr. Christoph Pies

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsnten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen oben rechts, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Vielen Dank. Kann sich auch etwas anderes dahinter verbergen?

Theoretisch ja, aber das ist sehr unwahrscheinlich. Lassen Sie einfach den urin im Verlauf kontrollieren...

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ok das mache ich. Habe einfach Zweifel weil ich kein Brennen habe und keinen Harndrang

ja, das gibt es. Wenn Sie alle genannten Maßnahmen beachten, wird sich das in wenigen Tagen wieder beruhigen...

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Vielen Dank

gerne geschehen...

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.