So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Christoph P...
Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 3131
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Urologie hier ein
Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Guten Tag! 40, weiblich, ab und zu NSAR, Psychopax

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag!
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 40, weiblich, ab und zu NSAR, Psychopax unregelmäßig bei Schlafstörungen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: Seit 5 Wochen klinisch wie eine Blasenentzündung, Harnwerte unauffällig ebenso keine Entzündungswerte erhöht

Guten Tag! Wurde der Urin mikroskopisch untersucht? Wurde ein Harnröhrenabstrich gemacht? Wurde die Blasenentleerung im Ultraschall kontrolliert? Wann waren Sie zuletzt beim Frauenarzt? Können Sie einen möglichen Auslöser der Beschwerden benennen? Freundliche Grüße, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Lieber Dr.Pies! Bis jetzt wurde nur ein Ultraschall der Nieren gemacht (unauffällig bis auf eine 1,5cm große Parenchymzyste). Harn wurde nicht mikroskopisch untersucht und auch sonst keine urologischen Untersuchungen. Dieser dauernde Harndrang ist weder von Schmerzen noch brennen oder dergleichen begleitet. Auch keine Blutbeimengung.
Gynäkologische Untersuchung vor ca. 1 1/2 Jahren, aktuell aber keinerlei Beschwerden.
Ich dachte vorerst dass ich mir die Blase bei dem kalten Wetter und nicht warm genug angezogen verkühlt habe. Beschwerden kamen plötzlich. Hang zu einer nervösen Blase/Reizblase hatte ich rückblickend betrachtet schon einige Jahre. Meine Sorge um eine „schlimme“ Diagnose verschlechtert die Symptome noch mehr, mein ganzer Fokus liegt auf der Blase. Aktuell führe ich ein Blasentraining durch und Beckenbodenübungen. Trinke ausreichend.

Dann sollte auf jeden fall zu Ihrer Beruhigung die notwendige Basisdiagnostik durchgeführt werden. Ich kann Ihnen aber schon sagen, dass bei Frauen in Ihrem Alter in aller Regel nichts Schlimmes dahintersteckt (es sei denn Sie sind sehr starke Raucherin). Folgende Tipps können die Beschwerden lindern und vor weiteren Infektionen schützen:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen oben rechts, Dr. Christoph Pies

Genügen Ihnen diese Informationen oder haben Sie noch Rückfragen?

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.