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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 2791
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich leide seit 5 Wochen an einer Harnwegsinfektion, die auf

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich leide seit 5 Wochen an einer Harnwegsinfektion , die auf Enterokokken faecalis zurückgeht.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Amoxicalv bascis nehme ich zum zweitenmal (je 10 Tabletten 2xtäglich) aber es hilft nicht. meine Hausärztin hatte mir auch Furadantin Retrard verschrieben, aber davon wurde mir sehr übel. Was kann ich nehmen, welche Antibiotika empfehlen Sie mir?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: nein, danke
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Ich bin 66 jahre, weiblich und nehme Amoxiclav Basics zum zweitenmal 2xtagl. 5 TAge, dazwischen Furadantin Retard für 2 Tage, habe ich wegen Übelkeit abgesetzt. Zusätzlich soll ich Uro Vaxom nehmen, habe ich aber noch nicht gemacht.

Guten Tag! Am besten behandelt man die harnwegsinfektion ganz gezielt, indem man im Labor die Bakterien anzüchtet und die wirksamen Antibiotika austestet. Wenn man ungezielt vorgeht, werden in der Erstlinie folgende Mittel empfohlen: Pivmelam, Nitrofurantoin, Fosfomycin, in der Zweitlinie Cotrimoxazol, Cefuroxim. Wichtig ist es, die Ursache zu finden, was in Ihrem Alter meist ein Hormonmangel der Scheide ist. zusätzlich gebe ich Ihnen folgende allgemeine Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsnten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** Laboruntersuchung fand statt, es handelt sich um Enterokokken faecalis, die auf viele Antibiotika resistent sind. Angeblich nicht auf Amoxiclav. Es hilft aber nicht. Hilft Nitrofurantoin, trotz Übelkeit? Soll ich die weiterhin nehmen? Danke.

Wenn Sie auf nitrofurantoin mit Übelkeit reagieren, sollten Sie es nicht weiternehmen. Wenn Amoxiclav als wirksam getestet wurde und Sie noch Vorrat haben, können Sie es zusätzlich zu den obigen Tipps bis Anfang der Woche weiternehmen und dann Ihren Arzt nach Alternativen anhand des Laborbefundes fragen. Nochmals möchte ich Sie auf die Wichtigkeit der gynäkologischen Kontrolle im rahmen der Ursachensuche hinweisen! freundliche Grüße. Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.