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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 2459
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit ca. 14 Tagen Schmerzen und hatte

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe seit ca. 14 Tagen Schmerzen und hatte letzten Freitag Eiweiß im Urin. Meine Ärztin hat mir wegen Harnwegsinfekt-Verdacht Fosfomycin 1x Granulat verschrieben - hatte dann 2 Tage kaum noch Flanken/Unterleibsschmerzen, die kamen dann aber wieder. Heute (1 Woche später) Blut im Urin, „als hätte ich eine Periodenblutung“. Bin aber 50 Jahre und in der Meno. Soll zum Gynäkologen, habe aber eine generalisierte Angststörung und eine extreme Arzt- / Untersuchungsphobie. Kann man das nicht von außen mit Ultraschall abklären?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 50 Jahre, weiblich, Fluoxetin 40 mg/Tag und Diazepam 10 mg/Tag (Vit. C + Zink, Vit. B-Komplex), bei Schmerzen bedarfsmäßig: Ibuprofen, Buscopan. Seit Montag Harntee 400
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: ich habe leider auch ICD F 44.81, F 60.31, F 45.0 und F 33.2

Guten Tag! Hier meine Einschätzung, um etwas Struktur in die Sache zu bringen:

1. Harnwegsinfekte sind in Ihrem Alter sehr häufig, was meist mit der Hormonumstellung der Wechseljahre zu tun hat.

2. Bei Verdacht auf Harnwegsinfekt sollte eine Bakterienkultur angelegt werden, damit man die wirksamen Antibiotika kennt und ganz gezielt vorgehen kann.

3. Für die ungezielte Erstlinientherapie bei unkomplizierten Harnwegsinfekten stehen Antibiotika wie Pivmelam oder Fosfomycin oder Nitrofurantoin zur Verfügung.

4. Bei Flankenschmerzen ist ein Ultraschall der Nieren notwendig.

5. Eine Urinkontrolle während der Periodenblutung sollte durch Katheterentnahme erfolgen.

6. Eine Blasenspiuegelung ist nur notwendig, wenn wiederholt isoliert Blut nachgewiesen wird oder die Infekte sehr häufig wiederkehren (mehr als 3 pro Jahr).

7. Einige Tipps, wie Sie sich selbst helfen udn schützen können schicke ich Ihnen in wenigen Minuten.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansosnten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Hier die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Also muß ich nicht noch vor dem Wochenende zum Gynäkologen - hat meine Ärztin das wohl nur zur Sicherheit gesagt?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich sage ihr also das, was Sie mir geraten haben: Bakterienkultur und Ultraschall der Nieren?

1. Eine gynäkologische Untersuchung gehört in Ihrem Alter dazu. Die Dringlichkeit ist von Ihren Beschwerden abhängig. Das kann der behandelnde Arzt am besten beurteilen.

2. Ja, Wenn der Urin auffällig ist, sollte eine Bakterienkultur angelegt werden.

3. Nur bei FLANKENSCHMERZEN oder FIEBER sollte ein Ultraschall der Nieren erfolgen...

Viele Grüße, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke, ***** ***** mir mit Ihrem Rat wirklich geholfen und mich etwas beruhigt!

das freut mich! Alles Gute