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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 2432
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Guten Morgen! Seit 3 Monaten Blasenentzündung mit Blut u. 2

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen! Seit 3 Monaten Blasenentzündung mit Blut u. 2 verschiedenen Bakterien 2.08.-15.08. Utipro plus jetzt Uro Tapl. (Nifurantin danach Herzschmerzen u. Brustschm.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 74 Jahre weibl. Oxikoton 20mg, Melatoflexx,Pantoprazol
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: nein

Guten Tag! Nitrofurantoin sollten Sie dann nicht mehr nehmen und in Ihrem Allergiepass in die Liste der Unverträglichkeiten mit aufnehmen. Oft hilft bei solchen Harnwegsinfekten schon Ibuprofen. Jedoch sollten Sie den Urin nochmals kontrollieren lassen und die Bakterien durch eine Urinkultur austesten lassen, damit man ganz gezielt vorgehen kann. Langwierige Blasenentzündungen in Ihrem Later haben meist mit dem Hormonspiegel der Scheide zu tun. Insofern ist auch eine gynäkologische Kontrolle sinnvoll. Ich schicke Ihnen gleich auch noch einige Tipps und Tricks, wie Sie sich generell vor wiederkehrenden Infektionen schützen können.

Bei Rückfragen sehr gerne melden, ansonsten alles Gute und herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Hier die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.