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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 2159
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich habe seit einigen Tagen ein Brennen beim Wasserlassen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe seit einigen Tagen ein Brennen beim Wasserlassen. Ein kurzfristiger Termin beim Urologen ist leider nicht möglich. Ich trinke viel auch Blasen- und Nierentee. Weitere Schmerzen habe ich nicht.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 53, weiblich, keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: Nein.

Guten Tag, mein Name ist Dr. Christoph Pies, Urologe. Sie haben keine Frage formuliert, aber ich gehe davon aus dass sie wissen möchten wie sie einen Arztbesuch umgehen können. In der Frühphase einer Blasenentzündung hilft auf die Einnahme von Ibuprofen. Meistens liegt die Ursache in Ihrem Alter in einem beginnenden Hormonmangel in oder nach den Wechseljahren. Hier sollten Sie sich auch gelegentlich gynäkologisch kontrollieren lassen. Außerdem schicke ich Ihnen jetzt noch viele Tipps, wie sie sich im Alltag vor wiederkehrenden Blasenentzündungen schützen können.

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.
Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Bei Rückfragen gerne melden, ansonsten alles Gute und herzlichen Dank für eine Bewertung, Dr. Christoph Pie

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Danke

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Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.