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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1960
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgendes Problem: Anfang Februar hatte

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich habe folgendes Problem:
Anfang Februar hatte ich eine Blasenentzündung – Brennen in der Scheide oder in der Blase und brennen beim Wasserlassen (Harn wurde untersucht). Daraufhin habe ich das Antibiotikum Floxacin 400 mg (Wirkstoff Norfloxacin) erhalten. Danach war es mit dem brennen beim Wasserlassen für 2 Tage besser, habe aber ein brennen und ein Druck auf der Blase verspürt. Daraufhin wurde mir ein anderes Antibiotikum Amoxilan verschrieben.
Leider wurden die Beschwerden nicht besser und nach nochmaliger Kontrolle des Harns wurden aber keine Bakterien gefunden.
Mein Hausarzt vermutete eine Reizblase und verordnete mir Vesicare 5 mg. Das Medikament hat überhaupt nicht angesprochen.
Ich war beim Urologen. Dieser hat ein Ultraschall der Nieren und der Blase gemacht und konnte nichts erkennen.
Auch der Harn war top (kein Blut).
Bei ihm habe ich nun am 02.04.2020 einen Termin zur Blasenspiegelung.
Ich erinnere mich so was in der Art schon mal gehabt zu haben – damals war das eine Scheidenentzündung.
Meine Frauenärztin hat mir nun auf Grund meiner Beschwerden (ohne Untersuchung) folgende Vaginaltabletten verschrieben: 1 Stk. Lomexin, dann 5 Stk. Fluomizin 10 mg und anschließend 1 Stk. Ovestin (diese einmal wöchentlich).
Leider haben diese keine Wirkung gezeigt.
Beschreibung meiner Symptome: Druck, Stechen und Brennen in der Blase.
Es fühlt sich so an, als ob die Blase ganz gefüllt wäre, ich aber nicht auf die Toiletten gehen kann, weil grad keine in der Nähe ist und es dadurch schon schmerzt.
Das zieht sich jetzt schon so lange hin und nervt mich furchtbar.
Was können Sie dazu sagen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und ein freundlicher Gruß
Renate

Guten Tag! Beide Antibiotika, die Sie erhalten haben gelten nicht als Erstlinientherapie bei Blasenentzündung. Insofern kann es durchaus sein, dass die Entzündung nicht vollständig ausbehandelt ist. Da auch die urinteststreifen ziemlich fehleranfällig sind, sollte der Urin nochmal mikroskopisch untersucht werden, um mögliche Entzündungszellen (Leukozyten) nicht zu übersehen. Ausserdem ist es oft so, dass trotz nicht mehr nachweisbarer Entzündung die Beschwerden noch eine zeitlang "nachhinken". Ich gebe Ihnen gleich auch noch etliche Tipps wie Sie das nachbehandeln können und sich vor weiteren Infektionen schützen. Auch Ibuprofen wirkt lindernd. Die Blasenspiegelung würde ich wahrnehmen (wenn von der Corona-Situation her möglich) und in gleicher Sitzung möglichst noch einen Harnröhrenabstrich durchführen lassen, da hier manchmal noch Bakterien sitzen, die man in der normalen Urinkultur nicht erwischt. Zunächst viele Grüße, Dr. Christoph Pies

Und hier nicht die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

nicht= noch

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Pies,
vielen Dank für die rasche und informative Antwort.
So genau hat mir das mein Urologe (obwohl Privatarzt) nicht erklärt und ich kann Ihnen jetzt auch nicht sagen, wie der Urintest untersucht wurde - ging jedenfalls recht schnell.
Was genau meinen Sie denn mit Herzleiden?
Ich habe eine konorare Herzkrankheit d.h. mir wurde vor 6 Jahren ein Stent gesetzt.
Seither nehme ich folgende Medikamente täglich:
Diovan 160 mg, Indapamid 1,5 mg, Thrombo Ass 100 mg, Bisoprolol 52 mg, Atorvalan 80 mg, Pantoprazol 40 mg je ein Stück am Morgen + zusätzlich 1/2 Stk. Diovan am Abend.
Kann ich alle Ihre vorgeschlagenen Mittel anwenden - also auch Iboprofen?
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

Gemeint ist, dass Sie mit der hohen Trinkmenge vorsichtig sein müssen, wenn Sie eine Herzschwäche haben, beispielsweise abends oft dicke Beine und Wassereinlagerungen... gegen Ibuprofen innerhalb der zulässigen Dosis ist nichts einzuwenden... Alles Gute!

Dr. Christoph Pies und 2 weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tag.
Sehr geehrter Herr. Dr. Pies,

jetzt muss ich mich nochmals an Sie wenden.

Ich habe am Montag mit dem trinken von je 2 Gläsern D-Mannose (wurde in der Apotheke zubereitet) begonnen und habe zusätzlich noch täglich 1 Stk. UroForte Cranberry genommen.
Jeden Tag wurde es ein wenig besser und ich war so glücklich und froh.
Seit heute jedoch habe ich wieder diesen extremen Druck und Schmerz auf der Blase.
Habe jetzt 2 Stk. Ibuprofen 400mg genommen, damit diesen Schmerzen verschwinden.
Meine Blasenspiegelung wurde auf Grund von Corona auf Anfang Mai verschoben.
Am Donnerstag hatte ich noch meinen halbjährlicher Krebsabstrich bei der Frauenärztin und sie kann keine Entzündung in der Scheide erkennen - habe ja zuvor noch Vaginaltabletten erhalten, wie ich Ihnen in meinem ersten Schreiben erläutert habe.
Ich weiß jetzt gar nicht mehr was ich noch tun soll und bin grad sehr verzweifelt

Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und ein freundlicher Gruß

Dann sollte Anfang der Woche noch mal eine Urinkontrolle und gegebenenfalls eine Antibiotikaverordnung erfolgen. Noch mal fürs Gute, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 1 Tag.
Sehr geehrter Herr Dr. Pies,
werde ich bei meinem Urologen machen lassen mit der Bitte um mikroskopische Untersuchung.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen und ein freundlicher Gruß

Gerne geschehen und alles Gute