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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1627
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, ich habe vor Jahren eine chronische Blasenentzündung

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe vor Jahren eine chronische Blasenentzündung diagnostiziert bekommen und habe seither darauf geachtet, dass es zu keiner akuten Entzündung kam...bis Nikolaus 2019. Es kam zu einer Nierenbeckenentzündung mit Nierenstauung. Diese wurde stationär erfolgreich behandelt. Nun meine Frage: Da meine Blase immer noch nicht in Ordnung. Ich habe Schmerzen in der Blasengegend nach dem Wasserlassen. Ich weiß auch, dass meine Harnröhre sehr eng ist, wo wahrscheinlich auch der Haken ist. Was kann man da generell tun?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 46 Jahre alt und weiblich. Medikamente nehme ich zur Zeit nicht.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: Ich hatte 2018 eine tiefe Venenthrombose im rechten Bein.

Guten Tag, mein Name ist Dr. Christoph Pies, Urologe. Zunächst zu ihrer Niere: Es ist richtig, dass eine Blasenentzündung zu einer Nierenbeckenentzündung aufsteigen kann. Dies ist jedoch mmeist mit einer organischen Störungen wie zum Beispiel Rückfluss von Urin oder einem Abflussstau verbunden. Wenn ein Stau bestand, passt bei Ihnen der Fall war ist es wichtig herauszubekommen ob ein Harnleiterstein oder eine angeborene Nierenbecken Abgangsengel dahinter steckt. Ich denke, dies wurde durch Röntgenuntersuchungen abgeklärt?

Was ihre Blasenentzündung betrifft, so sind sie natürlich auch in einem Alter wo durch die beginnende Ramona Umstellung oft ein Östrogendefizit an der Scheide entsteht, was wiederum die Abwehrkräfte gegen Bakterien reduziert. Hier sollten Sie in engem Kontakt mit ihrem Frauenarzt bleiben. Wenn die Harnröhreenge als Ursache identifiziert wurde und weiterhin Infektionen bestehen, sollte man überlegen, ob man diese nicht beseitigt. Des weiteren gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich vor wiederkehrenden Blasenentzündungen zu schützen. Ich schicke Ihnen gleich noch die entsprechenden Tipps. Für die Zukunft ist wichtig, zwischen einer normalen Blasenentzündung, die oft mit Hausmitteln behandelt werden kann und einer Nierenbeckenentzündung, die einer ärztlichen BehandlungDes weiteren gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich vor wiederkehrenden Blasenentzündungen zu schützen. Ich schicke Ihnen gleich noch die entsprechenden Tipps. Für die Zukunft ist wichtig, zwischen einer normalen Blasenentzündung, die oft mit Hausmitteln behandelt werden kann und einer Nierenbeckenentzündung, die einer ärztlichen Behandlung bedarf, zu unterscheiden. Wenn Sie noch Rückfragen haben können Sie sich gerne melden, ansonsten freue ich mich über eine abschließende Bewertung, Doktorwenn Sie noch Rückfragen haben können Sie sich gerne melden, ansonsten freue ich mich über eine abschließende Bewertung, Dr. Christoph Pies

Und hier noch die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

„Hormon“ statt Ramona

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Hallo Herr Dr. Pies, besten Dank für Ihre Antwort und die Tipps. Mein Problem ist, dass weder im Krankenhaus, noch bei einem niedergelassenen Urologen, bei dem ich nach dem stationären Aufenthalt war, Röntgenuntersuchungen etc gemacht wurden. Lediglich Ultraschalluntersuchungen. Die Stauung wäre angeblich durch die Entzündung hervorgerufen worden. Mein behandelnder Urologe damals vor ca 20 Jahren hatte mir nahegelegt, dass man irgendwann mal an der Harnröhre etwas machen müsste. Damals sprach er von einem Röhrchen, was eingesetzt werden könnte. Nun 20 Jahre später wäre jetzt meine Frage, was es mittlerweile für andere Methoden gibt.

Ein Röhrchen wird allenfalls in den Harnleiter (zwischen Niere und Blase) eingesetzt. Dies macht man bei einer Nierenstauung. Wenn eine Nierenbecken-Abgangsenge dahinter steckt, kann man das auch operativ beseitigen. Zu Diagnostik sind allerdings ein Kontrastmittelröntgen und eine Nierenfunktionstestung notwendig. Die Harnröhre zwischen Blase und Außenwelt kann wiederum nur durch eine Schlitzung erweitert werden. Sie sollten also noch mal genau fragen ob nun der Harnleiter oder die Harnröhre gemeint sind.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Er meinte die Harnröhre zwischen Blase und Aussenwelt.

Hier kann man nur eine Dehnung (bougierung) oder Schlitzung durchführen. Manchmal wird die Harnröhre auch durch Östrogensalbe oder Scheidenzäpfchen weicher und weiter...

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
O.K....vielen Dank. Das hilft mir schon mal weiter. Dann werde ich mir mal einen kompetenten Urologen hier vor Ort suchen. Ansonsten würde ich viele Kilometer in Kauf nehmen, damit ich meinen damals behandelnden Urologen aufsuchen kann.

Ja, sie brauchen einen Urologen der das gründlich untersucht und überwacht und den sie vertrauen können. Für den weiteren Verlauf alles Gute, bei Fragen gerne melden, danke für die Bewertung, Dr. Christoph Pies