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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1370
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo hatte einen resistenten komplizierten harnwegsinfekt,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo hatte einen resistenten komplizierten harnwegsinfekt, in 8 Wochen 5 verschiedene Antibiotika inklusive 1 Woche kh
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: jetzt sind Bakterien weg und habe aber ständiges ziehen in der harnröhre
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: Was kann ich tun und ist das normal?

Guten Tag! Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen sowie Vorerkrankungen und Operationen... Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
48
Weiblich
Ciprofloxacin
7 Tage stationär a3x 500mg Meropenem
Fosfomycin 1x 3g Granulat,
Was davor war weiß ich nicht mehr,
Meine Frage sind schmerzen bezw.. das ziehgefühl normal?
Letzte Einnahme vor 1 Woche

Guten Tag! Ja, ein gewissen "Nachhinken" der Schmerzen nach Therapie des Harnwegsinfektes ist nicht ungewöhnlich. Man kann das mit Schmerzmitteln wie Diclofenac, Ibuprofen oder Novalgin unterdrücken und blasenberuhigende Mittel (Anticholinergika) geben. Sie sind natürlich in einem Alter, in dem man durch die Hormonumstellung anfälliger für Harnwegsinfekte wird. Daher sollten Sie bei weiteren Infekten mit Ihrem Gynäkologen besprechen, wann der Zeitpunkt für eine mögliche Gabe östrogenhaltiger Scheidenzäpfchen gekommen ist. Da Sie von einem "komplizierten" Infekt sprechen (mit Fieber?) sind folgende Basisuntersuchungen notwendig: regelmäßige Urinkontrolle (evtl. Harnröhrenabstrich), Ultraschall der Nieren und der Blase, ggf. Kontrolle der Harnabflußverhältnisse durch Kontrastmittel-Röntgen, Kontrolle der Blasenentleerung durch Harnstrahlmessung, Kontrolle des Hormonstatus der Scheide. Ansonsten kann ich Ihnen folgende Tipps geben um sich vor weiteren Infekten möglichst zu schützen:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Für den weiteren Verlauf alles Gute und herzlichen Dank für eine Bewertung, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.