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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1231
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Geb. am 21.07.1947, männl. folgende

Diese Antwort wurde bewertet:

JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: geb. am 21.07.1947, männl. folgende Medikamente:Clopodigrel75mg,Torasemid10mg,Ramipril2,5/12,5mg,AmlodipinAL10mg,Metoprolol10mg,Pantoprazol20mg,Levodopa100mg,Simvastatin10mg,AllopurinolAL100, im Nov.2018 wurde Protata geschält, ImMai2019 bei einer Biopsie 3 Stanzenapikal rechts, basal links undapikal links jeweils mit ganz umschriebenen winzigen Anteilen eines hoch differenzierten Adenokarzinomes der Prostata(Gleason-Score 3+3=6 mit einer Ausdehnung von 0,5 bis 1mm, Gradgruppe 1. Welche Therapie raten Sie mir: Bestrahlung oder totale Prostataentfernung. Danke für Ihre Antwort
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: Dies ist alles was mir vorliegt

Guten Tag! Eine wichtige Info wäre noch der PSA- Wert vor der Schälung und der PSA-Wert vor der Biopsie. Danach nehme ich gerne Stellung, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
PSA-Wert vor Biopsie 1.45, vor Schälung im Nov.19, -2.45-

Okay. Der einzige Wermutstropfen ist, dass drei Biopsien befallen sind. Auch wenn die Herde nur winzig sind, so zeigt es doch, dass das Karzinom an mehreren Stellen der verbliebenen Prostatakapsel nachweisbar ist. Ansonsten wären Sie aufgrund des niedrigen PSA und der geringen Bösartigkeit auch ein Kandidat für eine aktive Überwachung oder PSA-gesteuerte Nachsorge gewesen. Die Entscheidung zwischen OP und Bestrahlung ist eine sehr grundlegende. In Bezug auf Heilung sind beide Verfahren gleichwertig. Durch Ihre Vor-OP kann die OP eventuell etwas erschwert sein durch Vernarbungen und weil die Prostatainnendrüse fehlt, insofern gibt es aus meiner Sicht eine leichte Präferenz für die Bestrahlung. Aber da spielen so viele Faktoren mit in diese Entscheidung, dass ich hier online keine strikte Empfehlung aussprechen kann. neben Ihrer persönlichen Präferenz kommt es auch auf das urologische und strahlentherapeutische Angebot bei Ihnen vor Ort an. Da ja keine hohe Dringlichkeit besteht, lassen Sie sich am besten in einem ausführlichen Beratungsgespräch sowohl vom möglichen Operateur als auch vom potentiellen Strahlentherapeuten alle Vorteile, Nachteile und Risiken der jeweiligen Verfahren erläutern, hier meine grobe Einschätzung:

OP: Vorteil: Prostata weg, PSA im Idealfall 0,0 ng/ml langfristig

Nachteil: Risiko der Inkontinenz ca. 5 %, Risiko der Impotenz 40-50% (je nach Befall und Vernarbung)

Bestrahlung: Vorteil: keine Narkose und OP-Risiko, gleiche Heilungschancen, geringere Rate an Inkontinenz

Nachteil: Zeitaufwand über ca. 7 Wochen je nach Dosis, PSA kann im Verlauf noch schwanken (Unsicherheit), mögliche Reizblase, Impotenz kann auch auftreten (mit Verzögerung),

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen zumindest einen kleinen Fingerzeig geben und bedanke ***** *****ür eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen im oberen Textfeld, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.