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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Urheberrecht
Zufriedene Kunden: 17405
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Musiker und arbeite

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Musiker und arbeite mit zwei befreundeten DJ zusammen.
Wir haben ein Musikwerk mit Hit-Potential gemacht in meinem Studio, diesen song spielen wir nun immer bei unseren Auftritten.
Nun haben wir unseren neuen "Hit" sowie unsere Songs in einem Club in Berlin präsentiert. Das Einverständnis des Clubbetreibers liegt vor.
Nun haben wir erfahren ,dass ein konkurrierender Act aus Köln unseren Hit kopiert hat und in Köln unter Verwendung einer Akustikgitarre darbietet. Dieser Konkurrent hat sich den Song bei unserem Konzert in Berlin abgeschaut.

Nun unsere Frage:
Wie können wir nun verfahrensrechtlich gegen die Konkurrenz aus Köln vorgehen, welche Beweislast sollten wir haben und wie hoch sind die Verfahrenskosten einzuschätzen.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn Sie dieses Lied selbst komponiert haben, sind Sie Urheber und haben damit die Rechte nach §§ 2 ff. UrhG.

§ 1) Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft, und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe des Gesetzes.

§ 2 I) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:
( ... )
2. Werke der Musik.

§ 2 II) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.
Das Komponieren von Liedern, Songs, Grooves oder wie auch immer ist urheberrechtlich geschützt. Und zwar ohne irgendeinen zusätzlichen Akt des Künstlers. Es muss nichts angemeldet werden, schon gar nicht bei der GEMA.

Eine persönliche geistige Schöpfung liegt vor, wenn das Werk auf einer menschlich-gestalterischen Tätigkeit des Urhebers beruht. Der menschliche Geist muss individuell im Werk zum Ausdruck kommen.

Nach § 97 UrhG kann man von dem anderen Act Unterlassung und Schadensersatz verlangen.

Es ist also eine Abmahnung auszusprechen.

Reagiert die Gegenseite darauf nicht, kann umgehend ein gerichtliches Eilverfahren angestrengt werden.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

mit welchen schätzungsweise Verfahrenskosten sollten wir rechnen.


Ist das Verfahren in Berlin oder in Köln anzugehen


Die Rechtsverletzung ist in Köln begangen worden und damit wäre Köln Gerichtsstand.

Den Streitwert kann man bei 25.000 Euro ansetzen, sodass sich danach die Kosten richten.

Die Kosten zahlt nach § 97 UrhG die Gegenseite als Schadensersatz.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wie sollten wir uns unsere Beweislast vorstellen


Sie müssen nachweisen, dass Sie das Lied komponiert haben, also Urheber sind.

Dies kann man durch Vorlage von Urkunden machen, durch Zeugenaussagen.

Sicher wurde das Lied am Computer verfasst, sodass man die entsprechenden Dateien auslesen und darin erkennen kann, wann der Song verfasst wurde.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

ja dies ist nun klarer für uns.


was ist mit der Gema für Musiker wenn sie uns darüber noch rechtliche Informationen geben könnten


Bei der Gema können Sie das Lied anmelden.

Dann kann das Lied über die Gema vermarktet werden.

Die Gema kümmert sich um alles und Sie bekommen Geld, wenn das Lied irgendwo gespielt wird.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wir haben auch ein video gedreht bei unserem letzten Auftritt, Bedenken haben wir nun auch wegen dem Mittschnitt, da auch Einzelaufnahmen zu sehen sind, ob wir dieses so veröffentlichen können.


Wie sehen da unsere Rechte aus am eigenen Bild



Da hätten Sie die Teilnehmer der Veranstaltung fragen müssen.

Diese müssen ihr Einverständnis erteilen für eine Veröffentlichung.

Aber nur diejenigen Personen, die man auch erkennen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

gibt es Rechte dafür? Welche sind dies?

Grundsätzlich hat jeder Mensch das uneingeschränkte Recht, gefragt zu werden, bevor Fotos oder auch Videoaufnahmen von ihm veröffentlicht werden. Wer also ein Video macht und es veröffentlichen will, muss Personen, die hierauf zu sehen sind, grundsätzlich um Erlaubnis fragen. Das Recht am eigenen Bild gilt unabhängig davon, ob die Videos ins Netz gestellt oder im Fernsehen gezeigt werden. Auch die Cloud macht da keine Ausnahme: Wer Personenabbildungen von anderen Menschen über Videoplattformen oder Cloud-Speicherdienste öffentlich zugänglich machen will, muss die Abgebildeten grundsätzlich vorher fragen. Man spricht von einem Erlaubnisvorbehalt.

Das Recht am eigenen Bild ergibt sich aus § 823 BGB.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

dieses video ist in einem Cub in Berlin aufgenommen bei einem Auftritt, durch das Mikrofon wurde gesagt es wird ein Live Mitschnitt gemacht, reicht dies nicht aus


Nein, die Leute, die zu erkennen sind, müssen ausdrücklich zustimmen.

Ansonsten machen Sie die Leute, die gut zu erkennen sind, einfach unkenntlich.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rasch,


 


nun Sie haben uns wirklich sehr weitergeholfen also wir können dies nur weiterempfehlen.


Sollten Sie noch ein Beispiel dafür haben wie so eine Einstimmung auszusehen hat, wie wir dies formulieren sollten, dies wäre toll.


Ansonsten bis nächstes Mal.


Bedankt


Was meinen Sie mit "Einstimmung" ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

die Zustimmung meinte ich schriftlich für die Leute die gefilmt werden


Ich habe noch etwas recherchiert.

Wenn Sie vorher klar und deutlich angekündigt haben, dass ein Film gedreht und dieser veröffentlicht wird, und die Leute das auch zur Kenntnis nehmen konnten, dann reicht das aus als Zustimmung.

Auch ohne sich konkret zu äußern, kann eine Person ihre Einwilligung dadurch „erklären“, dass sie sich im Wissen der Erstellung und der späteren Verwendung der Fotografie hierfür bereitwillig zur Verfügung stellt. Ebenso wie bei der mündlich erklärten Einwilligung stellt sich aber eventuell das Problem, zu beweisen, für welche Art und welchen Umfang der Verwertung die Einwilligung erteilt wurde.

Wichtig für alle drei Optionen: Die Reichweite und der Umfang der Einwilligung sollten konkret vereinbart werden. Bestehen Unklarheiten darüber, wie oder wo die Veröffentlichung erfolgen darf, gilt im Zweifel die Einwilligung nur insoweit erteilt, als dies unstreitig ist.
raschwerin und weitere Experten für Urheberrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.