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Dr. Schoen
Dr. Schoen,
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 210
Erfahrung:  Expert
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Hallo, meine Frau und ich haben es mit einem sehr

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, meine Frau und ich haben es mit einem sehr mysteriösen Problem bei unserem Friesenwallach 13 J zu tun.

- Symptomatik:

Deutlicher Leistungsabfall in sehr kurzer Zeit bei Futterverweigerung - Einstreu: Späne - Weidegang täglich bis ca. 1300 - Vor ca. 3 Wochen: - 5 Tage auf Wiese mit kaum Gras und ohne Heu. - Dabei freier Zugang zu verschimmelten Strohballen (primär innen, deutliche Anzeichen von Fraß durch eigenes Pferd) - Andere Pferde auf gleicher Wiese mit kurzzeitigen Symptomen (Fressunlust) Unser Pferd: - Vor 14 Tagen leichte Koliksymptome - Fieberanstieg bis 39 Grad - Seit dem: - Heuaufnahme gering (mal trockenes, mal nasses; variiert stark) - akzeptiert Karotten - nimmt nur spärlich Mash - nimmt kein Kraftfutter (sonst extrem gerne) - Legt sich tagsüber sehr häufig hin (vorher so gut wie nie) - Keinerlei Energie beim Longieren (freiwillig maximal Schritt) - Laborbefunde: - vor 14 Tagen: Erhöhung der Leberwerte und der eosinophilen Zellen. - vor 7 Tagen: Alle Werte normal bis auf Erhöhung der eosinophilen Zellen. - Auffällig: Alle Weidepartner haben eine Erhöhung der eosinophilen Zellen. - Keine Parasiten in einer Sammelkotprobe nachgewiesen. - Kein Weidepartner ist Allergiker

Mit freundlichen Grüßen *** ***

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Info: Es hat in den letzten Wochen (vor Beginn der Probleme) immer wieder mal Abende gegeben mit ca. 11h ohne Heuzugang, wie wir leider jetzt erst erfahren haben.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und noch die Info, das das Tier seit ca. 1 Woche wieder fieberfrei ist.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
In Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Guten Tag lieber Fragesteller, mein Name ist Linda Schoen. Ich bin Tierärztin und helfe ihnen gerne.

Zunächst könnten die Symptome die sie beschreiben zu einer Symptomatik bei Magengeschwüren passen. Pferde mit diesem Problem fressen oft besonders ihr Kraftfutter schlecht, fressen oft insgesamt mäkelig und können sowohl Koliksymptome als auch Abgeschlagenheit zeigen. Um dies zu untersuchung wäre eine Gastroskopie bei ihrem Tierarzt nötig, später kann man mittels einer 2. Gastroskopie den Therapieerfolg kontrollieren. Alternativ könnten sie ihr Pferd auch zusammen mit ihrem Tierarzt symptomatisch mit einem Protonenpumpenhemmer (Wirkstoff zB Omeprazol) eventuell auch in Kombination mit Sucrabest behandeln. Die Therapie sollte mindestens über 3 Wochen gegeben werden. Zu Beginn sollte der Protonenpumpenhemmer in voller Dosis gegeben werden, später kann man die Dosis auch reduzieren. Dieses Protokoll zeigt häufig gute Wirksamkeit. Zusätzlich ist es sehr wichtig Raufutter (Heu oder Silage) in sehr guter Qualität am besten ad libitum anzubieten. Ursache für solche Magengeschwüre kann auch Stress sein. Hier könnten sie noch mal sehen ob es vielleicht Probleme in der Gruppe gibt, oder zu lange Nüchternzeiten, ect. Manche Pferde fressen auch die Späne der Einstreu. Haben sie dies eventuell schon mal beobachtet?

Auch Zahnprobleme führen manchmal zu schlechter Futteraufnahme. Auch dies könnten Sie einmal im Hinterkopf behalten.

Bei den erhöhten eosinophilen Entzündungszellen im Blut kann es Sinn machen den Bestand auch ohne Nachweiss in der Sammelkotprobe zu entwurmen. Am besten wäre wahrscheinlich noch einmal einzelne Kotproben untersuchen zu lassen, und möglichst gezielt zu entwurmen. Es kann vorkommen, dass aufgrund von intermitierender Eiausscheidung trotz eines Parasitenbefalls die Kotproben negativ ausfallen. In jedem Fall sollten alle Tiere im Bestand gleichzeitig entwurmt werden und unbedingt auch eine Weide- und Stallhygenekonzept Anwendung finden. D.h., dass Weideflächen abgeäppelt werden und gewechselt um eine direkte Wiederansteckung zu vermeiden.

Wenn ihre Wallach anhalten Symptome wie Leistungsminderung und schlechte Futteraufnahme zeigt, rate ich sehr dringend dazu ihn tierärztlich vor Ort gut untersuchen zu lassen. Dann sollte sowohl die Blutuntersuchung wiederholt werden, als auch eine rektale Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung von Thorax - und Abdomen durchgeführt werden.

Gerade komplexe Symptomatiken benötigen oft eine gründliche Untersuchung da viele Ursachen in Frage kommen. Daher ist es nicht ganz einfach ihnen online und ohne das Tier vor Ort zu untersuchen helfen zu können. Ich würde raten, dass sie sowohl den Verdacht auf Magengeschwüre als auch eine Entwurmung der Tiere nochmal mit ihrem Tierarzt vor Ort besprechen.

Ich hoffe, die Informationen konnten ihnen weiterhelfen! Haben sie noch weitere Fragen? Schreiben Sie gerne nochmal hier im Chat.

Ich wünsche schon mal alles Gute und gute Besserung für ihren Wallach!

Bitte denken sie noch an die Bewertung (Sternenskala oben). Vielen Dank. (Sie können anschließend trotzdem hier im Chat weitere Fragen stellen).

Bitte beachten sie, dass eine online Beratung nicht mit einer Untersuchung vor Ort gleichgesetzt werden kann.

Dr. Schoen,
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 210
Erfahrung: Expert
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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Frau Dr. Schoen,
allerherzlichen Dank für die detaillierte Rückmeldung. Mit unserer Tierärztin stehen wir im täglichen Kontakt, über welche die Blut- und Kotuntersuchung schon liefen. Der Hinweis einer Einzeluntersuchung erscheint sehr plausibel.
Leider hat sich heute die Lage verschlechtert, da kaum (noch) Darmgeräusche zu hören waren. Auch hat der Wallach wieder nur extrem wenig Heu aufgenommen und ist hinten bereits deutlich eingefallen. Er war bis vor 3 Wochen bei bester Gesundheit und gut trainiert. Morgen früh soll am Hof eine Spülung über eine Nasensonde stattfinden für den Fall, dass eine sog. Anschoppung die potentielle Ursache ist. Ist dieser Ansatz aus Ihrer Sicht sinnvoll?
Zu Ihrer Nachfrage bzgl. Stress: Dafür gibt es keinerlei Anzeichen. Im Gegenteil scheint sich das Tier im aktuellen Stall bzw. der Box sehr wohl zu fühlen. Gleiches gilt auch für den Weidegang.
Die Entwurmung aller Weidepartner ist bereits geplant. Terminfestlegung durch den Stallbesitzer.
Wir haben eine Tierklinik in der Nähe (H-Isernhagen), müssen aber noch abklären, ob sie auch in diesem Fachgebiet unterwegs sind.Beste Grüße
Wolfgang Kindler
Guten Tag nochmal, ja das ist doch gut, denn der Wallach sollte mit diesen Symptomen unbedingt in tierärztliche Behandlung. Und ja, auch eine Magenüberladung (auch Anschoppung genannt) könnte zu den Symptomen passen. Neben der Nasenschlundsonde können auch hier gastroskopie und Ultraschall bei der Diagnose helfen. Gerade mit den verminderten Drmgeräuschen und Koliksymptome würde ich raten nicht länger zu warten. Auch eine Magenentleerungsstörung kann man versuchen mit diätetischer Fütterung und Medikamenten in den Griff zu bekommen, aber die Therapie kann schwierig sein! Ich drücke die Daumen und wünsche alles gute für ihren Wallach!