So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.M.Wörner-Lange.
Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin,Dr.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 10752
Erfahrung:  eigene Tierarztpraxis ü. 20 Jahre / Praxis f. Verhaltenstherapie
57206590
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Wir haben einen 14 Monate alten Rüden,der leinenaggressiv

Diese Antwort wurde bewertet:

wir haben einen 14 Monate alten Rüden,der leinenaggressiv ist. Bis vor 3 Wochen haben wir uns versteckt und jegliche Hundekontakte gemieden.nun trauen wir uns raus, wir können an recht vielen Hunden vorbei kommen...es gibt aber Momente dass der Hund so dermaßen aufdreht und so aufgeregt wirkt dass quasi nichts funktioniert.Manchmal frage ich mich ob hier nicht auch ein körperliches Problem die Aufgeregtheit begünstigt.

Hallo,

denkbar ist dies- zum Einen gibt es genetisch bedingt individuell unterschiedliche Reizschwellen, zu Anderen kann zum Beispiel auch eine Schildrüsenunterfuktion eine Ursache für gesteigerte Aggression sein. Dies kann schnell über eine spezielle Blutuntersuchung geklärt werden-und ist dann gut mit Medikamenten behandelbar.

Für das Training draußen noch einige wichtige Tipps:

Trainieren Sie Situationen, in denen Ihr HUnd üblicher
Weise Aggessionsverhalten zeigen könnte wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er ist- über Spielzeug oder Leckerauf sich,
 anfangs auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch keineAggression zeigt.

So lernt er, andere Hunde (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker,Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich aggressiv zu reagieren -und istgleichzeitig abgelenkt.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass
er ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten n geübt, kann die
Entfernunglangsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung
im Kopf-was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer
Gegenwart Entspannungund ein angenehmes Gefühl anstatt Aggression beim Anblick eines "Feindes".
Diese Umerziehung Klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe undGeduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhebewähren,
Verhalten ignorieren -und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen)scharf NEIN sagen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für einegewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzenkönne- gerade bei einem großen Hund.
Sehr oft hilft es , wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für dieseÜbungen und andere Unterodnungsübungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss.
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.

Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie
www.problem-tier.de

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.Wir gehen mit unserem Hund spazieren und versuchen ruhig an anderen Hunden vorbeizukommen. Fängt Lenox an zu ziehen,umdrehen,zurück gehen,bis er nicht zieht und zurück bis wir ruhig am Hund vorbei können. Oder wir laufen auf die Hunde von hinten zu...dann kann ich die Schnelligkeit und die Aufgedrehheit steuern. Kommen uns Hunde frontal entgegen...endet es mittlerweile oft mit ziehen an der Leine aber eben kein Bellen.Mittkerweile ist das Bellen seltener geworden, aber wenn der Hund anfängt zu bellen wir können bei Hunden stehen bleiben ,sprich sich aufgeregt hat kommt er nur schwer runter...ich versuche ruhig zu bleiben.Würden Sie die Vorgehensweise als richtig bezeichnen. Kann man das ungewunschte Verhalten das immer noch auftritt komplett aus der Welt schaffen?

Hallo,

Ihr Vorgehen ist im Prinzip genau richtig, da Hunde aber verknüpfen, was innerhalb 1-3 Sekunden geschieht, sollten Sie unbedingt handeln, BEVOR er zieht oder sich aufregt- dafür dann Futter, Lob und Lecker. Nur so kann er lernen, was Sie von ihm wollen: etspanntes Laufen in jeder Situation neben IHnen und zeitgleich fremde Hunde positiv neu verknüpfen. Das geht schneller und ist einfacher für Beide als immer eine Korrektur mit der Gefahr, dass er sich doch aufregt. Dann ist die Chance des Lernen nicht gegeben.

Mit der beschrieben positiven Verknüpfung lernt er ein ganz neues, entspanntes Verhalten- BEVOR er sich aufregt oder zieht, das ist das Wichtigste!

Viel Erfolg!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Dr.M.Wörner-Lange und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mitmeiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button "dem Expertenantworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

Falls keine Fragen mehrbestehen, würde ich mich über einepositive Bewertung, die Sie sehr schnell und einfachüber die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, sehr freuen.

Bitte beachten Sie, dass eineOnline-Beratung keine Untersuchung vor Ort durch Ihren Tierarzt ersetzen kann.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich habe 2 Tage lang Ihre Tipps umgesetz und es hat sehr gut funktioniert. Auch die Hundebegegnungen werden zunehmend besser, nur die "kleinen" Hunde sind im Moment das Thema.

Ich habe auch gesehen, dass Sie Ihre Praxis in Hannover haben, wo wir wohnen. Wäre es möglich, die Blutuntersuchung bei Ihnen i der Praxis durchzuführen?

Würden Sie bei einem dominanteren Rüden eine Kastration beführworten - falls man das überhaupt pauschal sagen kann?

Liebe Grüße

Hallo,

ja- ich würde unbedingt zu einer Kastration möglichst bald raten, noch kann eine hormonell bedingte Aggression dadurch gut beinflusst werden- später würde es schnell zu einem gelernten Verhalten.

Da ich überwiegend Verhaltenstherapie mache, operiere ich nicht mehr.

Sollten sich wieder Verhaltensprobleme zeigen, können Sie mich gerne kontaktieren.

Bester Gruß!