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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

hallo, ich habe einen 6 jahre alten kastrierten rüden. er

Diese Antwort wurde bewertet:

hallo,
ich habe einen 6 jahre alten kastrierten rüden. er verliert seit einiger zeit tröpfchenweise urin (nach dem aufstehen).
beim tierarzt war ich bereits. es wurden bakterien im urin festgestellt. blutwerte sind in ordnung. Leber und niere sind auch in ordnung.
er bekommt nun schon seit 12 tagen antibiotika (marfloquin) und einen entzündungshemmer (onsior)seit 6 tagen. anfangs waren die tropfen mit blut, dies war nach 3 tagen weg (nach gabe des entzündungshemmers). kann eine entzündung so hartnäckig sein, dass er bis dato immer noch urin tropfen verliert?
vg
Guten Tag,
gibt es auch Auffälligkeiten bezüglich der HÄufigkeit und der Menge des Harnabsatzes? Bei einer noch vorliegenden Entzündung sollten sich normalerweise auch Symptome wie ein häufigerer Absatz kleinerer Mengen Urin zeigen. Auch wird dann häufig versucht Urin abzusetzen, obwohl die Blase schon leer ist.
Es gibt Fälle, in denen eine Blasenentzündung sehr hartnäckig ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn noch andere Ursachen für die Entzündung vorliegen, wie z.B. Harnsteine oder Harnkristalle. Auch gibt es Infektionen mit Bakterien, welche resistent gegen das verwendete Antibiotikum sind. In solchen Fällen sollte der Urin noch einmal ganz gründlich in Hinblick auf Harnkristalle untersucht werden. Auch sollte eine Kultur angelegt werden um die Bakterien zu identifizieren und gezielt das richtige Antibiotikum wählen zu können. Über die Urinuntersuchung kann man auch erkennen, ob noch Entzündungszellen vorhanden sind, etc.
Ansonsten könnte das Harnträufeln auch eine andere Ursache haben. Hier kommen z.B. Schwächen des Schließmuskels, etc. in Frage. Man kann dann mit einem Medikament versuchen das Harnträufeln in den Griff zu bekommen. Gegen Harninkontinenz empfehlen sich die Präparate Caniphedrin oder Propalin.
Bevor man solche Präparate probiert, würde ich aber noch eine Ultraschalluntersuchung der Blase empfehlen um erkennen zu können, ob eventuell Harnsteine oder Blasentumore für die Problematik verantwortlich sind.
Alles Gute für ihren Hund
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

das einzige was auffällig ist, dass mein hund sehr viel trinkt.

harnkristalle etc. wurden bereits ausgeschlossen.

mein tierarzt hat mich aber darüber infomiert, dass es sich bei den bakterien um sehr hartnäckige bakterien handelt.

wie lange könnte es in der regel dauern, bis eine besserung eintritt??

wie gesagt, blut ist glücklicherweise nicht mehr zu beobachten, in den verlorenen tröpchen...

vg

Hallo,
nach maximal 7 Tagen sollte normalerweise eine deutliche Besserung der Symptomatik eintreten. Wurde ein Antibiogramm angefertigt? So kann man erkennen, ob das gewählte Antibiotikum auch wirklich gegen alle beteiligten Keime wirksam ist.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

so weit ich weiß nicht....

eine besserung ist hinsichtlich des blutes aufgetreten... tropfenweise urin verliert er leider immer noch...

medis hat er noch bis kommenden sonntag.... mein tierarzt ist derzeit leider im urlaub...

ich würde Ihnen empfehlen noch einmal einen Tierarzt aufzusuchen. Über eine erneute Urinuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung der Blase kann man erkennen ob noch eine Entzündung vorliegt. Das der Hund immer noch Urin verliert ist auf jeden Fall nicht normal und sollte noch einmal gründlich abgeklärt werden.
Hallo,
haben Sie noch Fragen? Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich freuen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

ich war heute nochmals beim tierarzt, da er sehr dunkelrotes blut verloren hat und auch eine blutige gewebesubstanz im urin war.

es wurde geröntgt und eine ultraschalluntersuchung gemacht. dabei wurde festgestellt, dass die prostata vergrößert ist. er hat nochmals antibiotika bekommen. nun müssen wir am montag noch mal zur kontrolle.

vg

Hallo,
wenn eine Prostavergrößerung bei einem erst 6 Jahre alten Hund schon Probleme bereitet, hilft langfristig gesehen häufig nur die Kastration (chirurgisch oder chemisch mittels Hormonchip) des Rüden. Möchte man dies nicht bzw. möchte man erst ausprobieren, ob die Prostatavergrößerung die Ursache für die Problematik ist, kann man mit dem Medikament Ypozane sehr gute Erfolge erzielen. Dieses Medikament bewirkt für einen Zeitraum von etwa 6 Monaten die Verkleinerung der Prostata.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

hatten Sie meinen Betrefd überlesen ??

hatte doch geschrieben, dass er kastriert ist ;-)

vg

Hallo,
ja, dass hatte ich überlesen. Kastrierte Rüden in dem Alter leiden eher selten unter Prostatavergrößerungen. Hier sollte dann auf jeden Fall abgeklärt werden, dass es sich nicht um einen Abszess oder einen Tumor handelt. Wenn die Prostata auch bei der Kontrolle noch deutlich vergrößert ist würde ich Ihnen Ypozane empfehlen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

vielen dank für ihre Mühe. mein hund bekommt nun noch zusätzlich cantharis und rescue notfalltropfen....das antibiotika heißt parkemoxin. nächsten mittwoch müssen wir zum ct. bis dahin heißt es weiter bangen und im ungewissen bleiben.

vg

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

guten morgen,

leider muss ich sie noch einmal nerven

wir waren am samstag bei einem anderen tierarzt, weil ich eine zweite meinung hören wollte. dieser hat erneut einen us der blase gemacht und eine hochgradige entzündung festgestellt. auch sind gewebeteile in der blase zu sehen (tumorös). diesen sehen laut tierarzt nicht wie blumenkohl aus und deswegen geht er nicht davon aus, das es bösartig ist. nun hat er eine cortison spritze bekommen (welches weiß ich nicht) und ein weiteres antibiotika (marbotab).

vg

Hallo,
ich war leider den Tag über nicht Online, so dass ich Ihnen erst jetzt antworten kann.
So etwas in der Art hatte ich befürchtet. Die Schleimhautveränderungen, welche der Tierarzt im Ultraschall gesehen hat können tumorös sein, es können aber auch Gewebezubildungen aufgrund einer starken Entzündung sein. Allein anhand eines Ultraschalls würde ich aber nicht entscheiden wollen ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.
Mit Hilfe eines Endoskops (Tierklinik) bzw. manchmal auch unter Ultraschallkontrolle durch die Bauchdecke lässt sich relativ einfach eine Gewebeprobe entnehmen, welche man dann histologisch untersuchen lassen kann.
Marbofloxacin ist sehr wirksam bei Blasenentzündungen. Falls die Veränderungen unter diesem Wirkstoff nicht innerhalb von 4 - 5 Tagen deutlich zurückgegangen sind würde ich Ihnen dringend eine histologische Untersuchung der Veränderungen empfehlen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

das ist nicht schlimm. sie können ja nicht ständig online sein...wir waren nicht samstag sondern erst am dienstag beim anderen tierarzt... seit mittwoch bekommt er das marbotab, daher ist heute erst der 4. tage der gabe des marbotab. gestern hat er noch zusätzlich antibiotika gespritzt bekommen (amoxcillin). besser geworden ist es schon etwas... er träufelt nicht mehr bei jedem aufstehen urin und ich habe auch das gefühl, das er seine blase besser entleeren kann... seit heute bekommt er noch zusätzlich metamizol... nach 10 tagen sollen wir uns wieder vorstellen. den ct termin habe ich vorerst abgesagt... jetzt nach ihrer aussage, braucht das neue medikament ja nun auch einige tage um zu wirken.

noch mals herzlichen dank für ihre antwort.

vg

Hallo,
ich drücke Ihnen die Daumen, dass es sich "nur" um eine Blasenentzündung handelt und das neue Antibiotikum anschlägt. Wenn zur Nachuntersuchung in 10 Tagen noch deutliche Schleimhautveränderungen bzw. Zubildungen in der Blase erkennbar sein sollten, sollte über eine Endoskopie oder ein CT abgeklärt werden, ob es sich um eine tumoröse Veränderung handelt.
Weiterhin gute Besserung für Ihren Rüden
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Mühe

Ich möchte Ihnen gerne einen Bonus zukommen lassen... Wie funktioniert das ?

vg

Hallo,
Sie müssen meine Antwort zuerst bewerten, da die Frage derzeit noch offen ist. Anschließend können Sie dann noch einen Bonus vergeben.
Falls es Probleme mit der Bewertung gibt, bitte nochmal bescheid sagen, dann kontaktiere ich den Kundendienst.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir weiterhin berichten, wie es Diego geht.
VG
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

kann ich ihnen denn weiterhin antworten und berichten, auch wenn die frage geschlossen wird??

Hallo, Sie können mir auch weiterhin schreiben, auch wenn die Frage bewertet worden ist. Alternativ können Sie mir dann aber auch gerne eine email schicken. Die Adresse finden Sie in meinem Expertenprofil.
Kleintierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

nun wende ich mich nochmals an Sie. Unser Tierarzt rief uns heute an und teilte uns mit, dass es nicht gut aussieht. Es handelt sich um ein Karzinom in der Prostata. Das Labor konnte sich aber nicht zu 100 % festlegen, da ja nur eine geringe Gewebeprobe eingeschickt wurde. Um eine 100% Diagnose zu stellen, müsste der gesamte Tumor eingeschickt werden.

Es ist aber eine mehrfache Zellteilung zu erkennen. Im CT waren lediglich kleine weiße Punkte zu erkennen, zudem wurde die Prostata von dem Kontrastmittel nicht voll ausgefüllt.

Morgen haben wir den Termin zur Besprechung wie die Behandlung aussehen soll. Leider liegt bei meinem Hund immer noch eine Inkontinenz vor mit blutigem Urin.

Welche Form der Behandlung (Medikamentengabe) würden Sie vorschlagen ??

VG

Yvonne Treppschuh

Hallo,
oh je, das tut mir leid zu hören, dass es sich doch um einen Tumor zu handeln scheint. Prostatatumore sind eher selten, aber so gut wie immer bösartig und kommen häufiger bei Hunden mittleren Alters vor. Leider ist die Prognose bei Prostatatumoren bei Hunden sehr schlecht. Es gibt noch keine wirklich guten therapeutischen Ansätze. Die chirurgische Entfernung ist in der Regel nicht empfehlenswert, da diese Tumore sehr schnell metastasieren und auch die Harnröhre und umliegende Strukturen beteiligt sind.
Wenn der Tumor noch nicht gestreut hat kann man es in manchen Fällen mit einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung probieren. Diese Behandlungsmöglichkeiten sind leider nur in wenigen spezialisierten Kliniken möglich. Auch hier nur in den Fällen, in denen der Tumor noch nicht zu groß ist und noch nicht gestreut hat. Die erfahrenste Klink in diesem Bereich ist die Tierklinik in Hofheim (Taunus). www.tierklinik-hofheim.de Je nachdem, wo Sie wohnen, wäre eventuell eine Vorstellung des Hundes (mit allen bisherigen Befunden) in Hofheim sinnvoll.
Medikamentös kann man meist nur versuchen das Tumorwachstum zu hemmen und die Entzündungserscheinungen und bakteriellen Sekundärinfektionen zu mindern. In vielen Fällen ist Kortison (Prednisolon) hierbei das Mittel der Wahl. Auch das Schmerzmittel Metacam hat einen gewissen tumorhemmenden Effekt.
Mit der Harninkontinenz ist es da schon schwieriger. Hierbei müsste man wissen, wodurch diese hervorgerufen wird. Es kann sein, dass der Tumor die Harnröhre oder Blase so stark reizt bzw. drückt, dass dies Einfluss auf die Blasensteuerung hat. Hier könnte Kortison helfen. Auch eine Beeinflussung des Schließmuskels bzw der Blasenmuskulatur könnte ursächlich sein. Hier kann man es mit Caniphedrin oder Propalin (wird sonst meist bei Hündinnen eingesetzt) versuchen.
Wenn es Zeit und Entfernung zulassen würde ich über eine Vorstellung in Hofheim nachdenken. Allerdings gibt es auch hier Fälle, in denen Hofheim sagt, dass nichts sinnvolles mehr zu machen ist. Man kann dann aber sagen, dass man alles versucht hat.
Ich drücke Ihrem Hund die Daumen, dass sich eine Behandlungsmöglichkeit findet.
Alles Gute für Diege
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

guten morgen,

wir waren gestern beim ta und haben folgende therapie vorgeschlagen bekommen:

- metacam 1 x 2 tabletten täglich

- clavucill (da er bakterien in der blase hat)

- heel therapie mit coenzymen

ein mittel gegen inkontinenz wollte er vorerst nicht verordnen, da wir nicht wissen woher die inkontinenz kommt. naheliegend sei aber der tumor.

vor 3 monaten wurde noch ein großes blutbild meines hundes gemacht. dort war alles unauffällig. selbst das gesamtprotein war in einem normalbereich.

eine chemotherapie möchte ich meinem hund nicht zumuten und eine entfernung des tumors kommt leider nicht in betracht, da auf dem ct außerdem rundherde in der lunge zu sehen waren.

ist die therapie mit dem metacam vorerst ausreichend oder sollte ich den ta noch einmal ansprechen wegen des kortisons? wann sollte unter dem metacam eine besserung der symptome zu erwarten sein? (blut im urin)

vg

yvonne trepschuh

Hallo,
ob das Metacam dazu führen wird, dass kein Blut mehr im Urin ist, ist eher fraglich. Ich denke schon, dass eine Verbesserung eintreten wird, dass die Blutbeimengungen komplett verschwinden halte ich für eher unwahrscheinlich. Hierfür ist die entzündungshemmende Komponente von Metacam in der Regel nicht ausgeprägt genug.
Unter Antibiotika und Metacam sollte nach spätestens 5 - 6 Tagen kein Blut mehr im Urin sein, ansonsten würde ich doch über die Verwendung eines Kortisons nachdenken um die Schleimhautreizungen/-entzündungen zurückzudrängen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

leider kann diego seit heute morgen kein urin mehr absetzen. dies wurde nun von der tierklinik über einen kateter gemacht.

es wurde uns nahe gelegt, darüber nachzudenken, diego zu erlösen.

es ist so schwer, denn diego ist sonst in einem allgemein guten zustand.

aber hier sollten wir wohl zum wohle des tieres handeln.

viele grüße

yvonne treppschuh

Hallo,
es tut mir sehr leid zu hören, dass es jetzt so schnell zu einer Verschlechterung gekommen ist. Eventuell könnte man über ein hochdosiertes Kortison versuchen noch eine Weile die Harnabsatzfunktion wiederherzustellen. Leider wird aber auch dies nur von kurzer Dauer sein.
Ich würde hier auch im Sinne des Tieres entscheiden. Wenn kein Urinabsatz mehr möglich ist und medikamentös nicht mehr geholfen werden kann sollte man sich leider zur Euthanasie entscheiden.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit und alles Gute für Diego.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

gestern abend haben wir ihn erlöst. es war sehr schwer, da der hund sonst in einem sehr guten allgemeinzustand war. hätte man nicht gewusst, dass er so krank ist, hätte dies niemand bemerkt.

ich hatte das gefühl, dass der hund noch nicht gehen wollte, er fing beim ta auf einmal an stark zu speicheln, was er sonst nie tat. auch hat er die nähe zu mir gemieden, was er sonst auch nicht tat.

ich hoffe, ich habe die richtige entscheidung getroffen, diego gehen zu lassen obwohl es ihm eigentlich noch gut ging...?? ich mache mir vorwürfe...

viele grüße

yvonne treppschuh

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

leider wurde nun das thema geschlossen. ich dachte, ich hätte noch einmal antwort von ihnen bekommen.

viele grüße

y.treppschuh

Hallo,
das war sicher ein Missverständnis. Ich wüsste nicht, dass das Thema geschlossen ist. Ich war den Tag über nicht zu Hause und habe daher noch nicht geantwortet.
Wenn Diego keinen Urin mehr absetzen konnte, war es die richtige Entscheidung ihn zu erlösen, auch wenn er sonst noch sehr fit war. Das vermehrte Speicheln ist vermutlich auf Stress bzw. Unruhe zurückzuführen. Der Hund wird Ihre Anspannung gemerkt haben, was dann zu vermehrtem Speicheln und dem veränderten Verhalten Ihnen gegenüber geführt haben wird.
Die Situation an sich kann ein Hund nicht verstehen, er merkt aber durchaus, wenn seine Menschen traurig, angespannt oder verunsichert sind. Diese Gefühle können sich dann auch auf den Hund übertragen.
Ich denke, Sie haben in dieser Situation die richtige Entscheidung getroffen. Es ist leider immer schwer ein Tier zu erlösen, welches ansonsten noch völlig gesund ist. Sie sollten sich keine Vorwürfe machen, für Diego war es so besser, da man ihm mehr Leid erspart hat.
Weiterhin alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo,

vielen dank für ihre sehr ausführliche antwort.

ich habe abschließend noch zwei fragen, die mir sehr auf der seele liegen

- wäre mit einem kortison das urinieren wieder möglich gewesen ? und von welcher dauer hätte dieses wenn überhaupt etwas gebracht ?

- haben sie erfahrungswerte, wie die lebenserwartung überhaupt ist nach solch einer diagnose ?

vg

yvonne treppschuh

Hallo,
ich denke nicht, dass ein Kortison in diesem Fall noch viel gebracht hätte, da ja gar kein Urinabsatz mehr möglich war. Eventuell wäre der Urinabsatz noch mal für ein paar Tage möglich gewesen. Manchmal kann man den Verlauf etwas verlangsamen, wenn man sich frühzeitig für ein Kortison entscheidet. Alles in allem ist die Prognose bei dieser Tumorform aber sehr schlecht und die meisten Tiere versterben innerhalb kurzer Zeit nach Diagnosestellung. Im Fall von Diego hat es relativ lange gedauert, bis die Diagnose feststand. Wenn man davon ausgeht, dass die Symptome im Juli auch schon durch die Tumorerkrankung bedingt waren, so hat Diego für diese Tumorform noch recht lange bei guter Lebensqualität gelebt. Dies ist sicherlich wenig tröstlich, aber die kurze Überlebensdauer ist typisch für diese Tumorform.