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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12821
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Hallo, besitze seit ca. einem Jahr eine Bulldogge aus 2. Hand.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, besitze seit ca. einem Jahr eine Bulldogge aus 2. Hand. Der rüde war wenig sozialisiert und erzogen. Der Besitze hat den Hund oft weggesperrt und ihn geschlagen. Der Rüde ist jetzt 2,5 Jahre alt.
Außerdem besitze ich noch 3 bulldogweibchen alle unkastriert mit denen er sich super versteht.
Dieser rüde hat ein aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen, außerdem Fahrradfahrer und Motorräder.
Er versucht alles anzugreifen . Ich hatte ca. 20 stunden einen Hundetrainer und 20 Stunden einen hundepsychologen. Er fletscht die Zähne springt hoch und ist außer sich, wenn fremde Hunde an unserem Grundstück vorbei gehen. Fahrradfahrer und Motorradfahrer nur wenn sie zu dicht kommen , aber seit neuesten möchte er nicht das wir besuch bekommen fremde werden angestupst, geboxt oder auch geknapst wenn er kann. Sollte ein Mensch an unserm Tor anhalten und stehen bleiben um die Hunde sich anzuschauen wird er böse solange sie nicht stehen bleiben und mich ansprechen ist alles ok. Gibt es vielleicht eine Kombination von homöopathischen Mitteln die mein Training unterstützen. PS. Zu uns als Familie ist er sehr kuschlig und lieb er mag gerne gekrault werden und ist zu uns absolut loyal und würde keinen angreifen. Über Antwort wäre ich sehr dankbar. Margarete
Hallo,
sinnvolle homöopathische Mittel in diesem Zusammenhang können z.B. Hyoscyamus, Platinum , Lachesis und Lycopodium sein.
Rüden sind - wenn sie im Rudel mit Hündinnen leben - oft deutlich aggressiver als wenn sie allein in einer Familie leben würden. Sie meinen, das Rudel (zu dem Sie und Ihre Familie sowie die Hündinnen zählen) führen und beschützen zu müssen und sind deshalb gegen Fremde aggressiv.
Die Aggressivität könnte zu einem großen Teil hormonell mitbedingt sein. Um dies nachzuweisen würde eine hormonelle Kastration Sinn machen. Falls dies Erfolg bringt würde ich mittelfristig eine chirurgische Kastration in Erwägung ziehen.
Eine Kastration bringt meist folgende Veränderungen bringen:
- keine Ruhelosigkeit durch läufige Hündinnen mehr
- weniger aggressiv insbesondere gegen andere Rüden
- das Verhalten Ihres Rüden zu Ihnen wird sich nicht stark ändern
- evtl. etwas ruhiger
- etwas höhere Neigung zum Dickwerden (läßt sich aber durch disziplinierte Fütterung und genug Bewegung vermeiden)
Das gebräuchlichste und nebenwirkungsärmste Präparat ist ein Chip, ein Suprelorin-Implantat. Es wird zwischen den Schulterblättern unter die Haut injiziert und kann dort in der Regel folgenlos lebenslang verbleiben. Die Wirkung tritt nach etwa 4-6 Wochen ein und hält etwa ein halbes Jahr oder ein ganzes Jahr (je nach Stärke des Implantats).
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00059061.01?inhalt_c.htm
Ein anderes Mittel wäre Delmadinon (Gestagen und Antiandrogen, tardastrex, pfizer), hier sind die Nebenwirkungen höher und es wird daher kaum noch verwendet. http://139.18.70.138/fachinfo/t/tardastrex_10mgml_spc_2007-12.pdf.
Wirkdauer nur 4 Wochen; sollte wegen der Nebenwirkungen nicht in Langzeitanwendung gegeben werden.
Ist Ihr Rüde sexuell schnell erregt? Sie könnten dann evtl.versuchen, den gesteigerten Trieb etwas zu reduzieren mit der Gabe von:
Platinum D200 1x/ Woche und Origanum D6 3x täglich oder
Agnus castus D4 3x täglich
Außerdem Bachblüten-Rescue-Tropfen (10 Trpf. auf 10 ml Wasser, davon 4x tgl. 5 Trpf.)
Aber auch hierfür wäre die Kastration zu erwägen, da Läufigkeiten von Hündinnen im selben Haushalt für Rüden oft eine starke Belastung sind.
Da Ihr Hund auch fremde Menschen knapst, ist er nicht ganz ungefährlich. Evtl. meint Ihr Hund Sie verteidigen, evtl. sogar führen zu müssen. Es ist wichtig, daß Sie ihm (auf friedliche Weise!) noch stärker klar machen sollten, daß Sie der Chef sind, auf den es sich lohnt zu hören, und auf den es sich lohnt zu konzentrieren.
Sollte es keine körperlichen Probleme (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, bitte unbedingt tierärztliche Allgemein- und Blutuntersuchung machen lassen) geben, könnten folgende Maßnahmen helfen, das Problem zu beheben:
1.Verhaltenstraining
-zunächst sollten Sie Ihren Hund in Gegenden, in denen es zu problematischen Begegnungen kommen kann, nur an der Leine führen. Wenn Ihr Hund an der Leine vollkommen auf Sie hört, könne Sie ihn auch in diesen Gegenden frei laufen lassen und das Training genauso durchführen, wie in der ersten Phase mit Leine (evtl. Übergangsphase mit langer Leine).
-Allmähliche Desensibilisierung: Üben Sie zunächst in ganz leichten Situationen (fremder Hund noch weit entfernt) "Sitz" und "Platz", steigern Sie die Schwierigkeit (also die Entfernung zu anderen Hunden) ganz allmählich. Loben Sie ruhiges Verhalten (auch mit Trockenfutterbröckchen), ignorieren Sie Ihren Hund bei Unruhe. (dann neues Training in einer noch etwas leichteren Situation). Verlegen Sie das Training allmählich in schwierigere Gegenden (wo es viele andere Hunde gibt). Das Training kann insgesamt einige Wochen dauern.
- Beschäftigen Sie Ihren Hund möglichst viel (Spazieren, Spiele, Suchspiele ( einen Teil des täglichen Futters suchen lassen). Hilfreich sind insbesondere Suchspiele, da sie die Ruhe und Ausgeglichenheit des Hundes stärken und der Hund lernt, sich auf etwas zu konzentrieren. Schwierigkeit allmählich steigern und bei Erfolg loben (der Futterbrocken an sich ist natürlich auch schon eine Belohnung) am besten sind Versteckspiele, die Schwierigkeit immer mehr steigern. Man kann Hunden auf diese Weise allmählich auch Begriffe beibringen (d.h. sie müssen das von Ihnen Genannte suchen und finden und erhalten erst danach erst die Belohnung); auch Geschicklichkeitsaufgaben / Agility wären geeignet.
-Hunde haben eine Assoziationszeit von 3-4 Sekunden, d.h. sie verbinden die Reaktion des Menschen mit dem, was sie in den letzten 3-4 Sekunden gemacht haben. Stoppen kann man ein Verhalten demzufolge nur bei Beginn (Nein und Sitz machen lassen). Wenn Ihr Hund in Stressituationen (anderer Hund) auf den Befehl zunächst nicht reagiert und aggressiv in Richtung des anderen Hundes zieht, sollten Sie mit "Nein", "Komm" und "Fuß" in eine andere Richtung gehen, als der Hund gezogen hat. Seine Aggression müssen Sie ansonsten unbedingt ignorieren (Kein Beruhigen, da es verstärkend wirkt); Zuwendung dürfen Sie Ihrem Hund erst wieder geben, wenn er sich beruhigt hat. Sitz machen lassen und ein paar Futterbröckchen geben.
-Vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spazieren, Streicheln, Spielen etc.) einen Befehl (z.B. Sitz) ausführen lassen. Nichts ist umsonst. Fördert das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit Ihrer Befehle ("Es lohnt sich auf Frauchen/Herrchen zu hören!").
-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden. Im Hunderudel ist es ganz klar, daß man macht, was der Rudel-Chef sagt. Daher ist die klare Rangordnung für das Gehorchen und Ruhigbleiben in den genannten Stresssituationen hilfreich.
-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen; Sitz, Platz, Bleib... etc.)
-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren (soweit möglich) bzw. den Hund schnellstmöglich und ohne zu Reden aus der Situation führen ( evtl. muß man den Hund (ohne zu reden!, außer "Komm!") die ersten Meter hinter sich her ziehen), Zuwendung unbedingt erst wieder bei ruhigem, normalem Verhalten.
-In Gegenden mit anderen Hunden Ihren Hund zunächst generell nur an der kurzen Leine führen, lobend mit ihm sprechen, wenn er ruhig ist,; ab und zu "Sitz" machen lassen dann sofort (< 3 Sekunden) bei Befehlausführung ein Futterbröckchen geben
-Gut wäre natürlich auch weiterhin der Besuch einer Hundeschule (hatten Tiertrainer und Tierpsychologe eine solche?).
Zusammengefasst:
Es ist wichtig, daß Ihr Hund eine möglichst enge Bindung zu Ihnen hat, dann sollte auch ein Wieder-Umkonditionieren bzgl. der anderen Hunde und Menschen möglich sein.
- Hund herbeirufen sobald fremde Menschen oder Hunde sichtbar - möglichst BEVOR Ihr Hund aggressiv oder stürmisch wird, sitz machen lassen, ruhiges Verhalten mit Leckerlies belohnen, immer wieder kleine Leckerlie solange andere Hund noch sichtbar, dann nicht mehr
- Falls doch aggressiv: NEIN!!!, dann kommentarlos wegziehen und ignorieren.
- So lernt Ihr Hund: Hund oder fremden Menschen sehen = Sitz machen; Friedlich sein = Belohnung.
Aggressiv sein zu Hund = werde weggezogen, ignoriert.
- Anfangs große Abstände zu anderen Hunden
- Hund bitte grundsätzlich auf die abgelegene Seite zu anderen Hunden nehmen -so daß Sie immer dazwischen sind.
- Hilfreich könnte evtl. auch ein Halti sein.
2. Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit :
-Hyoscyamus D30 jeden 3.Tag 1 Gabe (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette) . Auch Lachesis C30 ist manchmal hilfreich. Zur Findung des Konstitutionsmittels Ihres Rüden wäre aber eine komplette homöopathische Anamnese durch einen Homöopathen vor Ort erforderlich (dauert ca. 1 Stunde, die Auswertung durch den Tierarzt oder Heilpraktiker dann noch mal genauso lang).
- das Medikament Fluoxetin sollte nur von einem verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarzt verschrieben werden.
Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.
Alles Gute & freundliche Grüße ***** *****
Udo Kind
Hallo,
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Udo Kind
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Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe seit 30 jähren Bulldoggen und züchte seit ca. 15 Jahre mit dieser Rasse. Deshalb habe ich keine Kastration in Betracht gezogen solange ich noch nicht alles probiert habe. Dieser Rüde strotzt vor Gesundheit alle Röngenbefunde sind 0 alle Schalls sind o.B. Und er sieht wie ein Traum aus. Es sind auch keine verhaltensauffälligen Hunde in seiner Linie vertreten deshalb nehme ich an das er es erworben hat.
Das verhaltentrainig praktiziere ich in vollem Umfang das gesagt haben. Jede Mahlzeit per Hand und Befehle, viel Bewegung Kopftraining USW. Das Problem man erkennt nicht wann er Fremden gegenüber auslöst aus dem Tiefschlaf oder bei hängenden Ohren. sexuell aktiv ist er nicht nur wenn die Stehtage der Hündin sind und dann wohnt er bei meiner Tochter im Haus.soll ich Lachesis und besenkraut zusammen geben?
Hallo,

nein ich würde diese beiden Mittel nicht zusammen geben.
Ich würde mit Lachesis C30 an 2 Tagen hintereinander 5 Globuli beginnen, dann 1 Woche warten und dann an 2 Tagen Hyoscyamus C30 je 5 Globuli geben. Evtl. 10 Tage später dann noch Hyoscyamus C200.

Falls auf Lachesis schon deutliche Veränderung, würde ich kein Hyoscyamus geben, sondern Lachesis C200, wenn die Wirkung der ersten gaben nachläßt (frühestens nach 10 Tagen.

Hyoscyamus gehört nach der Arzneimittelverräglichkeitsliste von Miller und Klunker zu den Medikamenten, die gut auf Lachesis folgen ("Freunde").

Freundliche Grüße & danke für Ihre positive Bewertung,

Udo Kind