So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine Hündin (Spanielmix 12 Jahre) hat Lymphdrüsenkrebs. Sie

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Hündin (Spanielmix 12 Jahre) hat Lymphdrüsenkrebs. Sie hat nach Chemotherapie mit nur einem Präparat noch tolle 8 Monate gehabt. Gespielt wie ein Junghund und lange Spaziergänge....Seit zwei Wochen ist sie schlapp und wenn sie länger gelegen hat kommt sie sehr schlecht hoch und rutscht weg. Sie läuft auch erst etwas staksig und dann nach einiger Zeit wird es etwas besser aber längere Strecken verweigert sie. Ansonsten ist sie ruhiger, liegt viel ist aber noch aufmerksam, mag zwar ihr heißgeliebtes Trockenfutter nicht mehr aber frißt Nassfutter und Leckerlis und bettelt noch am Tisch. Der Tierarzt hat ihr Metacam verordnet aber davon bekommt sie Durchfall. Sie hat 39,5 Fieber und die Lymphknoten sind (aber nicht alle) leicht angeschwollen. Der TA meinte er könne nicht genau sagen ob es der Krebs ist oder was
anderes. Wie würde sich denn ein Rezidiv bemerkbar machen und was könnte es sonst noch sein? Zum einschläfern schein es mir noch zu früh zu sein.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort!
Hallo,

ob es sich um Lympome handelt, könnte man durch Punktieren eines Knotens und anschließender histologischer Untersuchung herausbekommen (Feinnadelaspitation)

Leider sind Lymphome recht aggressiv, sodaß die 8 Monate auch schon eine gute Zeit sind. Möglich wäre theoretisch auch eine allgemeine Infektion (Blutuntersuchung; evtl. versuchsweise Antibiotikumgabe) Da eine Operation vermutlich nicht mehr möglich ist: evtl. eine nochmalige Chemotherapie oder auch noch eine Bestrahlung anschliessen .
Interferon kann durchaus eine gewisse Besserung bringen, nähere Infos hier: : http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00000900/8111__F.htm

Beim Lymphom gibt es Stufe 1 (= leichteste Form, nur 1 Lymphknoten betroffen) bis Stufe 5). Bei der Stufe 5 gibt es neben den betroffenen Lymphknoten Metastasen im Blut sowie im Knochengewebe und/oder in Organen (meist Leber, Milz)
Informationen zu Prednisolon und zur Chemotherapie beim Malignen Lymphom finden Sie hier:
- http://www.kritische-tiermedizin.de/2007/Das_maligne_Lymphom_des_Hundes.html ,
- http://www.tierklinik-hofheim.com/chameleon//outbox//public/4/Maligne_Lymphom_2010.pdf

Möglicherweise wäre auch eine Bestrahlung sinnvoll. Diese führt z.B. die Tierklinik Zürich durch, in Deutschland ist die Tierklinik Hofheim recht bekannt http://www.tierklinik-hofheim.de/Fachbereiche/Onkologie/

Unterstützend können Sie Lachesis D12 2x täglich (morgens und abends) sowie Conium D6 1x täglich mittags geben. Außerdem jeden 2.-3. Tag Tag Tarantula D6 möglichst als Injektion.

Solange Ihr Hund noch einigermaßen agil ist und gerne frißt und Kontakt sucht, besteht kein Grund ihn einzuschläfern. Kontrollieren Sie immer wieder mal, ob die Schleimhäute unter Belastung bläulicher oder blasser werden (wäre ein Zeichen von Lungenmetastasen. Dies wäre ein Zeichen für Sauerstoffunterversorgung, dann müßte man den Hund schonen).
Evtl. könnte man etwas Cortison geben (Prednisolon), um den Tumor / die Tumore etwas abschwellen zu lassen.

Ihr Hund würde leiden (und sollte dann evtl. euthanasiert werden), wenn er mehrere der folgenden Symptome zeigt (oder eines sehr stark):
-Atemnot , auch bei geringer Anstrengung
-Apathie, zieht sich nur zurück, will nicht mehr gestreichelt werden, kXXXXX XXXXXm mehr laufen
-Schmerzen (trotz Schmerzmittel, möglich wäre z.B. die Gabe von Metamizol, Novalgin 2-3x tgl. 30 mg/kg): äußern sich in zusammengekauerter Haltung, eingeklemmtem Schwanz, evtl. Winseln, oft schmatzende Kaubewegungen, manchmal Ruhelosigkeit trotz Schwäche, Hecheln
- Appetitlosigkeit

Ich wünsche Ihnen noch eine gute Zeit mit Ihrem Hund und viel Kraft.



Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Die Symptome wie Mattigkeit, keine Kraft in den Beinen .... könnten das evtl. auch Anzeichen für Borreliose, Würmer oder Diabetes sein ?

Hallo,

Wurmbefall führt bei älteren Hunden im Normalfall nicht zu so deutlichen Symptomen. Borrelliose führt häufig zu wechselnden Lahmheiten, meist aber auch nicht so schnell zu so massiver Schwächer.
Bzgl. des Zuckerstoffwechsels führt eine Unterzuckerung (z.B. durch Insulinom, Tumor der Bauchspeicheldrüse) zu Kraftlosigkeit der Beine, während ein Diabetes zu deutlich erhöhtem Durst und Abmagerung trotz gutem Appetit führt.

Folgende Möglichkeiten kommen u.a. für die Schwäche neben dem Lymphdrüsenkrebs in Betracht (bitte lassen Sie Ihren Hund baldmöglichst noch mal tierärztlich untersuchen):
- Durchblutungsstörung (insbesondere des Gehirns). Hierfür ist Karsivan (intervet, Tierarzt) oft ein gutes Mittel.
-Herz-Kreislaufstörung, sind die Schleimhäute blasser oder bläulich? wie schnell atmet Ihr Hund in Ruhe? Eine Atemfrequenz von über 40/Min wäre ein deutlicher Hinweis auf ein Herzproblem ("Dilatative Kardiomyopathie", DCM, sackartige Erweiterung des Herzens mit dünnerem schwächerem Herzmuskel, Therapie mit Vetmedin, Diagnose Röntgen, Ultraschall). Unterstützend könnten Sie bei Herzproblem Cralonin-Tropfen 3x tgl. 10 Trpf. geben.
Abhören-Lassen, evtl. Röntgen / Ultraschall des Herz
-Schmerzen , schleckt sich Ihr Hund irgendwo vermehrt? (oft Hinweis auf schmerzende Stelle)
-verschiedene Organerkrankungen (u.a. Leber, Niere, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse), Blutuntersuchung (am besten Geriatrisches Profil) machen lassen
-Mangel von Mineralien und / oder Flüssigkeit, hatte Ihr Hund Durchfall oder Erbrechen in letzter Zeit?, auch eine Unterzuckerung kann wie gesagt zu den beschriebenen Symptomen führen
- Gehirnerkrankung

Unterstützend ( aber Tierarzt natürlich nicht ersetzend) könnten Sie folgendes tun:
-Veratrum albumD6 3x täglich geben (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern), kreislaufunterstützend
-evtl. entzündungshemmende Schmerzmittel (am Besten aber nur nach tierärztlicher Untersuchung; notfalls Metamizol (Novalgin) 25 mg/kg 2-3 xtgl. möglich
-Bachblüten-Rescue-Tropfen (angstreduzierend) 4x täglich 5 Tropfen

Freundliche Grüße,

Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.