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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten morgen, mein Hund - 13 Jahre alt, Yorkshirsterier,

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten morgen,
mein Hund - 13 Jahre alt, Yorkshirsterier, mit Niereninsuffizienz (Harnstoff 36) - bekam am freitag 2.11. - eine Narkose - laut Tierarzt eine schonende Narkose um den Zahnstein und diversen Hautwarzen zu entfernen. Die Operation ist laut Tierarzt gut gelaufen. Ich konnte mein Hund um 14 uhr abholen (Operation am 10 Uhr am morgen). Den ganzen Tag war mein Hund sehr müde, wollte kein Wasser trinken und a Abend nix essen. In der Nacht ca um 3 Uhr hatte er starken flüssigen Durchfall - überall in der Wohnung verteilt und danach noch ziemlich viel erbrochen. Am morgen früh telefonierte ich mein Tierartz und rannte danach in die Tierpraxis. Mein Hund hatte 39.6 Fieber gegabt. Bekam ca 100ml s.c. infusion, Antibiotikum - welche sollte 48 stunden halten, Mittel gegen erbrechen und Durchfall. Der Tierarzt meinte - Fieber wegen Flüssigkeitsverlust.....Den ganzen Tag hat mein Hund nicht getrunken - habe ihm mittels Spritze in den Mund Wasser gegeben, war abgeschlagen und sehr müde. Tag danach hatte er nochmals erbrochen, er erholte sich aber langsam gegen Abend und konnte sehr wenig Lammfleisch (gekocht) essen und vorher nahm er auch noch Biostrath zu sich. Am Montag 5.11. - 4 tag nach der Operation hatte mein Hund zwar Wasser getrunken, aber nur wenig und fast nix gegessen. Am Dienstag telefonierte ich dem Tierarzt und fragte ob dass normal sei, dass mein Hund so lange nicht richtig gegessen hat und dass er einfach nicht mehr der Gleiche ist. Er wollte ihn sofort sehen - rannte ich wieder in die Tierpraxis - der Tierarzt hatte seine Herztöne abgehört, Temperatur - 37.8 - spritzte ihm wieder Antibiotikum und sogar Cortison und Mittel gegen Schmerzen und eine Multivitamin Paste gegeben und sagte dass er 3 Stunden lang nix essen sollte. Ca 3 Stunden danach hatte mein Hund wieder erbrochen!!! Ich telefonierte in die Tierpraxis - es sei normal das Erbrechen - sind ja Neberwirkungen von Medikamenten, welche er vorher bekam... Das wollte ich aber eingentlich nicht, das er wieder erbricht, sondern, dass es ihm besser geht - er hat ja schon am Montag nicht mehr erbrochen. Und jetzt wieder!!!! Mein Hund war ganzen Tag extrem schwach - konnte fast nicht stehen, wollte nichteinmal nach draussen gehen - solchen Zustand habe ich bei ihm noch nicht erlebt.... Er erholte sich aber gegen Abend - wurde zwar nicht fit aber trank er wenigstens etwas Wasser und ass etwas Hühnerfleisch. Tja, und heute morgen hatte er wieder erbrochen!!!! Bitte sagen Sie mir, was ich noch machen kann?? Ist es alles wegen der Narkose? Oder Antibiotikum und Cortison??? Braucht er das überhaupt wenn er kein Fieber mehr hatt. Wie kann ich ihn unterstützen? Seine Nierenwerte sind sicher gestiegen. Blut hat man jedoch nicht mehr nach der Operation kontrolliert, nur Herzgeräusche....
Danke XXXXX XXXXX Voraus
Hallo,

Ursache für Wenigfressen bei Erbrechen sind oft Bauchschmerz (ist der Bauch weich oder verspannt?), Übelkeit oder Schwäche.
24 Stunden nichts fressen ist bei Erbrechen grundsätzlich oft hilfreich , längeres Fasten führt aber zu Entkräftung und teilweise auch Mangelzuständen. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt und sehr erwünscht (falls es nicht auch erbrochen wird). Versuchen Sie daher wie bisher ,Ihrem Hund kleine Mengen Flüssigkeit (gern milder Fenchel oder Kamillentee, am Besten mit Elektrolyten) mit Löffel oder Spritze einzugeben (sonst Austrocknungsgefahr).
Ob Sie heute noch mal zum Tierarzt müssen oder noch etwas warten können, hängt vom Befinden Ihres Hundes ab. Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , insbesondere wenn:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstricht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich morgen auch noch mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° Sie sagen "keine Temperatur", wie hoch war sie denn? ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) . Zur Zeit ok, aber falls sowas eintreten sollte
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung,)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad), auch Giardien (einzellige Parasiten) können zu Erbrechen führen
-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen)
- Futtermittelunverträglichkeit ( zu viel Fett)
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen) , auch eine Narkose ist im Grunde eine leichte "Vergiftung", allerdings sollte das Erbrechen höchstens einen Tag nach der Narkose anhalten
-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , gelbliches Erbrechen kann ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung (würde ich noch mal machen lassen; wie war der Kreatinin - und der Phosphatwert?) und evtl. Ultraschall möglich
-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)


Heute würde ich leicht verdauliches Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen anbieten. Futter erwärmen (riecht und schmeckt besser) und verflüssigen (schnellere Magenpassage, weniger Brechreiz). Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag. Futter pürieren, erwärmen und Ihrem Hund in kleinen Mengen ins Maul geben. Es gibt auch spezielle Flüssignahrung für Hunde (Reconvales Tonicum H, alfavet).

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Sehr sinnvoll wäre die Gabe von Ulcogant (schützt die Schleimhaut durch Bildung eines Schutzfilms und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

Gegen häufigen Brechreiz könnte man Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, dann aber bitte baldmögliche Untersuchung

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

PS:

Wie war die Einheit des Nierenwertes "Harnstoff"? (mg/dl oder mmol/l?)

Zum Vergleich von Nierenwerten:
Normbereich Nierenwerte (d.h. 95% der gesunden Hunde liegen in diesem Bereich, teils mehrere Angaben, da laborabhängig):
- Kreatinin: normal bis 1,7mg/dl; 35-105 umol/l; -130 umol; -150umol
- Harnstoff : normal bis 49 mg/dl; 3,3-8,3 mmol/l; -10,7mmol/l
- Phosphat : normal bis 1,68mg/dl; 0,6-1,6 mmol/l; -1,9mmol
- Gesamteiweiß : normal bis 7,5 mg/dl; 54-75 g/l; 60-80 g/l
- Albumin : normal bis 2,5-4,0 mg/dl; 25-40 g/l
Grundsätzlich kann man bei Niereninsuffiziens unterstützen durch:
- hohe Flüssigkeitsaufnahme.(fördert die Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe), Zusetzen von Fleischbrühe
- Nierendiät
- Medikamente
- Infusionen

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Aktuelle Werte von heute- Harnstoff 46, Kreatinin - 224 und leichte Pankreasentzündung! Proteine sind in Ordnung... Was kann man noch machen?

Hallo,

welche Einheit steht hinter dem Harnstoff- und dem Kreatininwert?
Wurde bzgl. des Pancreas die spezifische Pancreaslipase oder der TLI-Wert untersucht? Wissen Sie den konkreten Wert?

eine Therapie mit Infusionen (sehr wichtig, insbesondere wenn Ihr Hund nicht mehr frisst) , Schmerzmittel (meist Metamizol, Novalgin,) und Antibiose ( gut verträglich ist oft Amoxicillin) erfolgen. Je nach Schwere der Erkrankung dürfen die Hunde manchmal auch mehrere Tage nichts fressen und sollten in dieser Zeit nur per Infusion ernährt werden. Erhielt Ihr Hund schon Infusionen?

Das Problem bei einer akuten Pancreatitis sind Zirkulationsstörungen im entzündeten Bereich, die teilweise dazu führen, daß Verdauungsenzyme freigesetzt werden, die das Bauchspeicheldrüsengewebe selbst angreifen.
Damit möglichst wenig Verdauungsenzyme produziert werden, sollte der Hund einige Tage nur wenig oder sogar gar nicht fressen und muß manchmal (überwiegend oder völlig ) per Infusion ernährt werden.

Unterstützend könnten Sie neben dem schon Genannten für die Bauchspeicheldrüse ein Enzympulver (z.B. Pancrex-Vet dem Fressn zusetzen.
Außerdem ist Haronga D6 3x tgl eine gute Unterstützung.

Für die Niere:
- Nierendiät z.B. kd-Diät Hill´s), gibt man am Anfang, später dann evtl. cd-Diät.

- Oft liegt ein erhöhter Blutdruck vor, daher wird in vilen Fällen auch ein ACE-Hemmer zur Entlastung der Niere gegeben.

- Ipaktine: bindet die nierenschädigenden Phosphate (wäre sinnvoll, insbesondere falls Sie teilweise auch selbst zubereitetes Futter geben)

-homöopathische Mittel : Lespedeza D4 3x täglich und Berberis D6 2x täglich (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben)


Viel Glück!

Freundliche Grüße,

Udo Kind


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wir gehen heute zur infusion, hatte bis jetzt nur am letzten Samstag bekommen...Ausserdem nimmt er Fortekor 2.5 1/2 tablette. Hatte er noch chance bei solchen Nierenwerten? Einheiten bei Nierenwerten weisst ich nicht genau - nur dass, der oberste grenzwert bei Harnstoff 9.6 ist und bei Kreatinin 159 ist. Konkrete Werte bekomme ich heute Nachmittag. Vielen Dank für Ihre Hilfe.


 

Hallo,

dann sind die Werte in mol angegeben.
Ich würde durchaus noch eine Chance sehen mit Infusion, Diät und den angegebenen Medikamenten. Man kann die Nieren selbst zwar nicht heilen, aber das noch funktionierende Nierengewebe unterstützen und dadurch oft durchaus noch eine schöne Restlebenszeit ermöglichen.

Viel Glück!

Freundliche Grüße,

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag Herr Kind,


Ich hoffe, dass Sie Recht haben und das er diese Krise überlebt, er hat nämlich wieder erbrochen...


Danke vielmals für Hilfe


mit freundlichen Grüssen


Z.R.

Hallo,

ich drücke Ihnen und Ihrem Hund die Daumen!

Freundliche Grüße & danke für die positive Bewertung,

Udo Kind