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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin,Dr.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 7842
Erfahrung:  eigene Tierarztpraxis ü. 20 Jahre / Praxis f. Verhaltenstherapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe ein Problem mit meinem Cavalier King

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,

ich habe ein Problem mit meinem Cavalier King Charles Spaniel Rüden. Er ist 5 Jahre alt, 36 cm hoch und 12 kg schwer. Im letzten Sommer wurde er völlig überraschend von einem eigentlich bis dato befreundeten Rottweiler attackiert. Beide Hunde waren an der Leine, der Rottweiler hat ihn von hinten im Genick gepackt und da die Besitzer des Rottweilers nur tatenlos zugesehen haben, habe ich meinen Hund an der Leine weg- und am Hals durch die Luft gerissen. Natürlich waren wir sofort beim Tierarzt, nach Aussage dies Tierarztes hatte das breite Halsband, auf das der Rottweiler von oben gebissen hatte, meinem Hund das Leben gerettet, er hatte „nur“ eine Fleischwund in der Brust, die auch gut abgeheilt ist. In der Zeit danach mußte ich immer wider feststellen, daß mein Hund hinkte, manchmal auch quietschte, wenn er sich auf den Rücken drehen oder auf die Couch springen wollte. Nach einigen erfolglosen Tierarztbesuchen, sollte mein Hund geröntgt werden. Dabei wurde festgestellt, daß an der Halswirbelsäule „etwas weggebrochen“ wäre- so drückte sich der Tierarzt aus, wollte aber nicht bestätigen, daß es von der Rottweilerattacke gekommen war, da es auch anders hätte passieren können; außerdem wurde festgestellt, daß eine Hüfte sehr gut, die andere weniger gut wäre, was aber bei einem so leichten Hund kein Problem sei. Seither bekommt mein Hund Grünlippmuschelstäbchen für seine Hüfte, wegen der Halswirbelsäule darf er seither keine Halsbänder mehr tragen (nur noch Brustgeschirr) und er bekam damals Tabletten (Covirax, glaube ich) und durfte wochenlang nicht länger als 15 min am Stück spazierengehen. Bei der Abschlußuntersuchung erhielt ich dann die Auskunft, daß alles wieder in Ordnung sei. Seither kommt es aber immer wieder vor, daß mein Hund insbesondere nach langen Spaziergängen vorne (ich kann nicht erkennen, ob rechts oder links) hinkt. Am nächsten Tag ist das Hinken dann meist verschwunden. Ich war schon wiederholt deswegen beim Tierazt . Einmal wurde eine Grasallergie festgestellt und behandelt, dann wieder die Krallen geschnitten und ich schneide inzwischen alle Haare aus den Pfoten und creme die Ballen ein. Es stimmt, daß der Hund immer sehr spröde, oft auch rissige Ballen hat. Leider habe ich erst sehr spät (ca. vor einer Woche) begonnen, alle Haare an den Pfoten zu entfernen, weil ich einfach nicht wußte, daß ich das tun sollte. Ich traue mich schon kaum noch, weiter mit dem Hund zu laufen, weil ich immer Angst habe, daß er hinterher hinkt . Unter der Woche geht meist mein Vater mit ihm Gassi, da er schon älter ist, immer nur kurz; damit hat der Hund nie Probleme. Jetzt frage ich mich, ob er einfach aus der Übung sein könnte, wenn ich dann am Wochenende weiter mit ihm gehe- aber kann das bei einem so jungen Hund sein? Ich frage mich, ob die rissigen Ballen die Ursache sein könnten ? Und wenn ja, was kann ich außer eincremen noch tun? Erst am Montag war der Hund wieder beim Tierazt, außer zu langen Krallen wurde nichts festgestellt, die Wirbelsäule sei in Ordnung. Nach dem langen Spaziergang gestern ( bei dem er die ganze Zeit fröhlich herumgesprungen ist) hinkte er gestern abend wieder. Heute ist es wieder weg. Könnten Sie mir vielleicht einen Rat geben?
Im voraus vielen Dank XXXXX XXXXX Mühe
Lieber Nutzer,
Ihrer Beschreibung nach denke ich eher nicht, dass das Hinken an den rissigen Ballen liegt, denn dieser Schmerz würde nicht nur nach dem längeren Laufen auftreten, sondern immer wenn er auftritt.
Das Hinken vorne nach einem längeren Spaziergang deutet eher auf ein Innervationsprobem hin, meist liegt dann die Ursache in der Halswirbelsäule.
Da hier schon mal eine Veränderung vermutet würde, denke ich das daraus ein Arthrose in der HWS entstanden ist, die einen Nerv ab und zu blockiert und schmerzt, besonders wenn er länger läuft,denn
die Vorderbeine werden von Nerven der Halswirbelsäule versorgt.
Oft sieht man kleinere Veränderungen nicht auf dem Röntgenbild-trotzdem würde ich raten, eine zweite Meinung (mit Röntgen) einzuholen.
Zeigt sich eine Veränderung , wäre es wichtig, dass Ihr Hund entzündungshemmende Mittel bekommt (z.B. Carprofen).
Oft helfen auch physiotherapeutische Behandlungen dauerhaft sehr gut und als pflanzliche Medikamente Teufelskralle und Muschelextrakt (z.B. Canicox HD oder Canosan) lebenslang.
Alles Gute für Ihren Hund!
Dr.m.Wörner-Lange


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