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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Beim Hund unserer Tochter hat der Tierarzt heute den Verdacht

Beantwortete Frage:

Beim Hund unserer Tochter hat der Tierarzt heute den Verdacht geäußert, er könnte Hundemalaria haben. Eine Blutuntersuchung sei nach seiner Aussage aber erst in ein bis zwei Wochen sinnvoll (er hat jedoch erst einen Fall von Hundemalaria in seiner Praxis behandelt). Soweit ich die Artikel über Hundemalaria verstanden habe, sollte man hier aber keine Zeit verlieren. Welche Untersuchungen und welche Behandlung sollten jetzt durchgeführt werden? Gibt es in Berlin Tierärzte, die wirklich Erfahrung mit der Diagnose und der Behandlung dieser Krankheit haben?

Für eine hilfreiche Antwort wäre ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
Karla Döhler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

die Hundemalaria entspricht der Infektion mit Babesioseerregern, welche über Zeckenbiß übertragen werden.
Sie sind richtig informiert, man sollte schnell handeln, weil dies oft die Prognose bestimmt.
Die Inkubationszeit beträgt 2-3 Wochen. Dies ist die Zeit zwischen Übertragung und dem Auftreten der ersten klinischen Symptome.
Die Erreger lassen sich in der akuten Phase mit starken Symptmen wie hohem Fieber, Mattigkeit etc. ab dem 5. -7.Tage direkt nachweisen mittels Blutausstrich (das Labor Laboklin macht diesen Nachweis zum Beispiel; mit diesem Labor arbeiten viele Tierärzte zusammen)
Ein Antikörpernachweis ist ab dem 10.-12. Tag möglich in einer Blutprobe.
Ich würde also empfehlen zunächst Blut für den Ausstrich untersuchen zu lassen.
Manchmal lassen sich die Erreger nur schwer nachweisen, weshalb der Nachweis ab dem 7. Tag sicherer ist.
Möglich ist auch eine gleichzeitige Infektion mit Ehrlichioseerregern, die ebenfalls über Zeckenbiß übertragen werden.

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Injektionen von Imidocarb, 1 x 3-6 mg/kg KGW s.c. evtl. nach 14 Tagen wiederholen.
Aletrnativ kann auch Phenamidin (Oxopirvedine) 1x15 mg/kg KGW s.c. verwendet werden, Wiederholung nach 48 Stunden wenn die Symptome sich nicht eindeutig gebessert haben.

Eine lebenslange Babesioseinfektion ist möglich. Es gibt Fälle, in denen ein Infekt immer wieder mal aufflammt.
Diese Erkrankung ist unterdessen in Deutschland generell häufiger geworden. inwieweit sich Kollegen in Berlin damit auskennen, weiß ich leider nicht.
Es gibt an der Uniklinik ein Institut für Parasitologie - evtl. könnten Sie dort Auskunft bekommen, welcher Tierarzt sich häufiger damit befasst und den Verlauf am besten einschätzen kann.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke



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