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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, ich habe einen 4 Monate alten Chihuahua. Der f ngt manchmal

Beantwortete Frage:

Hallo, ich habe einen 4 Monate alten Chihuahua. Der fängt manchmal an, mir ins Hosenbein zu beißen oder in die Hand. Ich weiß ja, dass er spielen will, aber er soll lernen, das beißen nicht ok ist. Ich habe es auch schon mit aufstehen und ignorienen versucht. Bringt leider nichts. Mir wurde mal gesagt (von einem Hundetrainer), dass man zwar Hunden etwas beibringen kann, aber ein Chihuahua ein viel zu kleines Gehirn hat, um sich etwas zu merken. Ich weiß zwar, dass das nicht sein kann, aber wie kann ich ihm das Beißen abgewöhnen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

 

natürlich kann auch ein Chihuahua lernen, nicht zu beißen.

 

Bei jedem Beißansatz dem Hund über den Fang (um das Maul) fassen -falls Sie sich das trauen- und "Nein!" sagen. 30 Sekunden so das Maul zuhalten, dann

-"Platz!" machen lassen (falls das schon klappt). Mehr nicht, jedes Schimpfen wird als Zuwendung und Bestätigung aufgefasst.

Zuwendung dann nach 2 Minuten, wenn er gut Platz gmacht hat.

- oder "Au!" schreien und Hund kommentarlos ausperren für 2 Minuten, dann wieder Zuwendung.

Jedes Beissen muß sofort (innerhalb von 3 Sekunden!) zu für den Hund unangenehmen Dingen führen.

 

Außerdem:

- der Hund sollte tagsüber möglichst viel beschäftigt werden (Laufen, Spielen, Gehorsamkeitsübungen, Suchspiele, Teile der täglichen Futterration sollten gesucht werden, hilfreich ist hier der Futterwürfel "Buster cube", aus dem nur durch Bewegen de Würfels Futterpellets rausfallen; falls es einen Garten gibt, kann man auch einfach einen Teil des Futters in den Garten werfen und suchen lassen, evtl. geht dies sogar in einem Raum der Wohnung )

 

- Beißen muß immer zu für den Hund unangenehmen/lästigen Dingen (Sitz!, Platz!...) führen, angenehme Dinge gibt es ausschließlich nur nach Ausführung eines Befehls und bei erwünschtem Verhalten

wenn Ihr Hund erwünschtes Verhalten zeigt, sollte er möglichst oft Zuwendung erfahren, alle unerwünschten Verhaltensweisen werden von Ihnen -soweit möglich- ignoriert oder (milde) bestraft, der Hund wird also nur beachtet, wenn er erwünschtes Verhalten zeigt

- vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spielen, Spazieren) muß Ihr Hund etwas leisten (z.B Sitz oder Platz) "Nichts ist umsonst"

-tägliches Bürsten und Pfotebeschauen (zeigt Ihre Dominanz)

-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden

-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)

1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben

2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben

3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben

4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verläßt der Mensch auch mal kurz das Zimmer

-

 

-Kauknochen oder Gegenstände die der Hund gefahrlos benagen darf, sollten dem Hund zur Verfügung stehen; Sie werden von Ihnen aber zeitweise entfernt und dann wieder zur Verfügng gestellt (das Recht des Ranghöheren)

 

- gut wäre natürlich auch der Besuch einer Hundeschule und allgemein möglichst viel Kontakt mit anderen Hunden, mit denen Ihr Hund toben kann

 

-Homöopathisch könnte man die Verhaltenstherapie mit Lachesis D12 2x täglich eine zerpulverte Tablette oder 5 Kügelchen unterstützen (nicht mit dem Fressen geben, da die Arznei teilweise schon über die Maulschleimhaut aufgenommen wird, Menschen lassen homöopathische Mittel 2 Minuten im Mund)

 

Generell wichtig ist für den Hund Zuneigung und Konsequenz des Besitzers (Folge: Hund vertraut und macht das, was der Besitzer will)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank XXXXX XXXXX!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

 

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