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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin,Dr.
Kategorie: Pferde
Zufriedene Kunden: 7877
Erfahrung:  eigene Tierarztpraxis und Praxis f. Verhaltenstherapie
57206590
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wir haben seit einem monat ein österreichisches warmblut. eine

Diese Antwort wurde bewertet:

wir haben seit einem monat ein österreichisches warmblut. eine ganz liebe aber furchtbar nervös und ängstlich. meine frau reitet ich bin eigentlich nur der stallbursche. elina war die ersten drei wochen krank (husten,nasenrotz). wir mussten ihr das antibiotika mit dem essen verabreichen weil sie so eine angst vor dem tierarzt bzw. der spritze hatte.
vor einer woche war der hufschmied da und wollte sie beschlagen, weil sich zwei hufe spalten. elina hat nach ihm und meiner frau getreten. darum konnten wir sie nichrt beschlagen. ich glaube das pferd hat so heimweh. wir haben uns vor 2 monaten ein bauernsacherl gekauft.den reitplatz habe ich gebaut ca. 300m². damit elina von anfang an nicht alleine ist haben wir ihr einen ganz lieben gutmütigen pintowallach dazugekauft. er sucht immer ihre nähe und wiehert sofort wenn meine frau mit ihr ausreitet. denn stall habe ich umgebaut in zwei boxen je 16 m². es ist ein freilaufstall.... sie können sich aussuchen ob sie auf die koppel wollen oder nicht. der tierarzt hat gesagt superschöne bedingungen. warum ist elina dann noch immer so unglücklich und lässt den tierarzt nicht ran.
p.s.: in einer sternenklaren nacht steht sie auf der koppel und schaut stundenlang den mond an. hat sie depressionen, gibt es so was bei pferden

was sollen wir tun

lieber Nutzer,
besser kann es ein Pferd wirklich nicht haben, als in Ihrer Anlage! Toll!
Da die Stute noch sehr jung ist -und trotzdem so unsicher und ängstlich, vermute ich, dass sie in der Zeit vor Ihnen schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat-und so gelernt hat, (mit Erfolg) Menschen, die ihr Angst machen, mit aggressivem Verhalten abzuwehren.
Für eine eher schlechte Haltung spricht ja eigentlich auch die Erkrankung und die schlechten Hufe.
Zusätzlich ist es natürlich durchaus denkbar, dass sie in einer Herde gelebt hat-und nun ihre Bezugspferde und ihren Herdenchef vemisst-denn auch Pferde leben ja in einer Hierarchie/ festen Herdenstruktur.
4 Wochen, die sie jetzt bei Ihnen ist, ist ja auch noch wenig Zeit, um sich wirklich einzugewöhnen.
Das Wichtigste ist jetzt, dass sie Vertrauen in jeder Situation-wie Tierarzt und Schmied- zu Ihnen und Ihrer Frau aufbaut, dann wird sie sich auch händeln lassen.
Vertrauen entwickeln Pferde am schnellsten, wenn sie in uns Menschen Ihren absolten Herdenchef ansehen-nur der kann dann auch Sicherheit vorgeben und es wird ihm in allen Lebenssituationen vertraut und seinen Anweisungen gefolgt.
Man leichtesten erreichen wir als Menschen diese "Führungsposition" durch klare und konsequente Regeln- und durch die Verwaltung von Ressourcen.
Praktisch bedeutet dies, dass Elina immer zuerst für SIE eine Gehorsamsübungen machen muss, z.B. bevor sie getreichelt wird oder Futter bekommt: Rückwärtsrichen, oder Seitwärtsgehen, ruhig (evtl angebunden) stehen bleiben, solange SIE es wollen.
Vorher gibt es kein Futter. Ein Pferd als Herdentier versteht das schnell sehr gut, wenn wir Menschen konsequent bleiben.
Zusätzlich hilft Bodenarbeit an der Longe sehr gut für die Unterordnung, Spaß an der Arbeit und den Gehorsam, zusätzlich ist diese Kopfarbeit wichtig um müde zu werden und zu vergessen.
Stangentraining, Labyrinthe, Cavalettiarbeit an der Longe bringen sie auf andere Gedanken und festigen sehr schnell die Bindung und damit das Vertrauen und als Folge die Unterordnung in Problemsituationen.
Für die Bodenarbeit mit Pferden gibt es sehr gute Bücher- auch Targettraining oder Clickertraining wäre bestimmt interessant, geistig auslastend und bindungsfördern.
Alles dies ist grundsätzlich wichtig für ein junges Pferd und ein stabiles Nervenkostüm.
Über diese Trainingmethoden erreichen Sie innerhalb einiger Monate (!) sicherlich, dass das Pferd Ihnen in schwierigen Situationen vertraut, sich auf die Arbeit mit Ihnen freut-und das Heimweh und die schlechten Erfahrungen schnell verdrängen kann- dann kann sie sich auch wieder auf neue Freunschaften zu Ihrem Pinto einlassen.
Ich würde also bei Elena eher nicht von Depressionen sprechen wollen-Traurigkeit und das Vermissen alter Lebensumstände und Gewohnheiten ja, aber das können Sie bestimmt bald mit dem entsprechenden Training in den Griff kriegen.
Ich habe in meiner Praxis einige solcher Pferde gehabt -und es hat überwiegend einen Erfolg gegeben-eine gewisse Schreckhaftigkeit allerdings kann natürlich noch einige Zeit bleiben- bis sie ganz umgelernt und sich vollständig eingelebt hat.
Ich wünsche Ihnen und Elena viel Freude und Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und
Verhaltenstherapie

 

PS die Antwort kommt leider recht spät, aber ich musste arbeiten.




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