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Mareen Honold
Mareen Honold,
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 2002
Erfahrung:  Vetretungstierarzt at Dr. Fenina & Burwieck
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Mareen Honold ist jetzt online.

Hallo bei meiner Katze wurde im 1. Lebensjahr Asthma

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo bei meiner Katze wurde im 1. Lebensjahr Asthma diagnostiziert. Mittl erweile ist sie 14.5 Jahre und so lange erhält sie Prednisolone. Anfangs 1/4 Tablette, aber mittlerweile 2 und manchmal auch mehr Tabletten pro Tag. Ich war letzte Woche mit ihr beim Tierarzt, der meinte, das sei viel zu viel. Das ist mir auch klar. Inhalieren; wie vom Tierarzt vorgeschlagen, klappt bei ihr nicht. Sie hustet nicht, noch nie, aber sie atmet schwer. Wie kann ich ihr helfen. Ich weiss nicht mehr weiter.
Fachassistent(in): Nennen Sie mir bitte Alter, Geschlecht und Rasse Ihres Haustiers.
Fragesteller(in): Hauskatze, weiblich, 14.5 Jahre
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Tierarzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein, habe alles geschrieben.

Guten Tag lieber Fragesteller,

mein Name ist Frau Honold und ich bin Tierärztin.

Also das Cortison muss man auf jeden Fall erstmal langsam reduzieren, das hat er sicher auch mit Ihnen besprochen, nicht direkt absetzen, sondern immer alle paar Tage, Wochen, um eine kleine Dosis verringern. Das Inhalieren muss antrainiert werden, ich sende mal ein Video mit, auf englisch allerdings-

Klappt das Inhalieren auch nicht, wenn man die Katze in die Box setzt und einen inhalator davor anbringt?
Dies ist natürlich nichts, was von heute auf morgen geht, man muss die Katze mit Leckerlis langsam an die Box gewöhnen über einige Zeit, und dann auch während des Inhalierens, was man erst anfängt, wenn die Katze sich an die Box gewöhnt hat, immer wieder Leckerlis geben.

Ansonsten können zusätzlich auch Weitsteller für die Bronchen wie Theophyllin gegeben werden, aber nie als alleinige Therapie.
Omega-3-Fettsäuren übers Futter können helfen, die Entzündungsreaktionen im Gewebe etwas abklingen zu lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=_fkIAP5qacE

ich wünsche gute Besserung für die Katze und stehe gerne noch für Nachfragen zur Verfügung.

Liebe Grüße,

Honold

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Danke für die Antwort. Was wäre optimal? Nur inhalieren ohne Cortison, oder beides und was in welcher Dosis und in welchen Zeitabständen. Regelmässig oder nach Bedarf?
Viele Grüsse
Gaby

Die Dauerbehandlung des felinen Asthmas

Bei der Behandlung einer asthmatischen Katze handelt es sich meist um eine lebenslange Dauerbehandlung. Die Therapie besteht aus der Allergenvermeidung, der Entzündungshemmung und der Anwendung von Bronchodilatatoren (ß2-Sympathomimetika, Methylxanthine wie Theophyllin / Aminophyllin oder Propentofyllin).

Für den Tierhalter ist es wichtig zu wissen, dass eine Allergeneinwirkung zur Auslösung eines Anfalles und zur Verschlimmerung des Krankheitsgeschehens führen kann. Es lassen sich natürlich nicht alle Allergene vermeiden und häufig hängt auch viel vom Verständnis und der Konsequenz des Tierhalters ab (z.B. Raucherhaushalt).

Leider ist der systemische Einsatz von Glukokortikoiden besonders in der Anfangsphase oft unumgänglich, um die starken entzündlichen Veränderungen an der Bronchialschleimhaut schnell zu lindern und abschwellen zu lassen. Dabei muss der Halter über die potentiellen Nebenwirkungen, wie einem Diabetes mellitus, unbedingt aufgeklärt werden.

Zwar zeigen die meisten Katzen im Vergleich zu anderen Tierarten weniger zu unerwünschten Wirkungen bei der systemischen Therapie mit Glukokortikoiden, trotzdem sollte zur Behandlung des Asthmas der Katze die inhalative Therapie bevorzugt werden. Die Wirkstoffe gelangen so gezielter in die unteren Atemwege und können so direkter wirken, ohne möglicherweise Nebenwirkungen zu verursachen. Gerade die systemische Anwendung von Kortikosteroiden kann schwerwiegende Nebenwirkung (z.B. Diabetes mellitus) nach sich ziehen und sollte, wenn möglich, auf Dauer vermieden werden.

Am Besten gewöhnt man die Katze langsam an das Inhalationsgerät, in dem man es ein paar Tage auf dem Boden liegen lässt, so dass sich die Katze dieses genau anschauen kann. Dann setzt man der Katze nur die Maske auf die Nase, wiederholt dies ein paar Mal und belohnt die Katze mit Leckerlies oder Streicheleinheiten. In den nächsten Tagen verlängert man die Zeitdauer des Verbleibens der Maske auf der Nase so lange, bis das Tier eine Zeit von 30-60 Sekunden toleriert. Danach beginnt man behutsam, das Medikament (z.B. Viani®) zu verabreichen. Idealerweise wird der Pumpstoß getätigt, bevor die Maske auf das Gesicht aufgesetzt wird, um das Tier nicht unnötig zu verschrecken. Viani® besteht aus einem entzündungshemmenden Wirkstoff sowie einem langwirkenden Bronchodilatator und wird in der Regel mit 2 x täglich 1 Pumpstoß dosiert.

Meist wird initial mit einer peroralen Therapie begonnen und anschließend mit der inhalativen Methode versucht, die minimalste und aber effektivste Dosierung zu finden.

Bronchodilatoren wie Theophyllin, in einer Dosierung von 4 mg/kg Katze, können auch in Tablettenform 2-3 x täglich verabreicht werden. Dabei sind aber die Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall, ein erhöhtes Trinkverhalten und die geringe therapeutische Breite störend. Außerdem wirkt Theophyllin nicht immer.

Als Alternative zu Theophyllin kann auch Propentophyllin (Karsivan®) eingesetzt werden. Gelingt weder die inhalative noch die perorale Therapie, können Steroide mit Depotwirkung (z.B. Depot-Medrol® 10-20 mg/ Katze i.m. oder s.c. alle 2-4 Wochen) eingesetzt werden. Dies ist jedoch immer nur als letzte Möglichkeit zu betrachten. Auf die Therapie sollte die Katze innerhalb von 1-2 Wochen ansprechen, wobei sich die Dyspnoe, die Leistungsminderung und der Husten verbessert haben sollte.

Bei übergewichtigen Katzen ist das Gewicht sukzessive über mehrere Monate zu reduzieren, um das Atmen zu erleichtern. Zur Kontrolle auf das Ansprechen der Therapie sollten Röntgenaufnahmen der Lunge angefertigt werden. Bei Nichtansprechen auf die vorherige Therapie kann sodann weitere Diagnostik durchgeführt werden, wie z.B. die BAL und/oder das Überdenken der derzeitigen Medikamentengabe.

Felines Asthma

Fluticason zur Inhalation kann besonders zur Langzeitbehandlung des felinen Asthmas eingesetzt werden. Es sind spezielle Inhalatoren für Katzen erhältlich (z.B. AeroKat®). Die Kombination mit Bronchodilatatoren wird empfohlen

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Was mir noch nicht klar ist, wie oft soll die Katze inhalieren, nach Bedarf oder regelmässig z. B. 2 x pro Tag?
2x täglich, aber es kommt darauf an, welches Medikament der Tierarzt Ihnen verschrieben hat
Mareen Honold und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.