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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12821
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Hallo, ich probiere es mal aus. Bin auf der Suche nach Informationen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich probiere es mal aus. Bin auf der Suche nach Informationen zum Thema Atemgeräusche bei meinem Kater.
7 Jahre, vor 6 Jahren zugelaufen, FIV-positiv, seit langem schon Atemgeräusche, die Tierärztin hat vor allem mit homöpatischen Mitteln behandelt um das Imunsystem zu schonen. Vor Weihnachten wollte sie ihn einschläfern, weil sie glaubte, es wird nichts mehr. Mein Kater ist aber ein Kämpfer. Er hat ein Langzeitantibiotikum erhalten und vor einer Woche noch mal eines. Beim ersten Antibiotikum auch Cortison. Die Tabletten will er einfach nicht., wehrt sich sehr. Frist wählerisch, aber normal. Trinkt. Tierklinik hat Endoskopie empfohlen, ich habe da etwas Angst wegen der Narkose.
Zu allem überfluss leben hier auch noch zwei mit 4 Wochen auf einem Werksgelände aufgelesene Katzen, die aber getrennt gehalten wurden.
Also genug los hier.
Hallo,
Ihrer Beschreibung nach vermute ich, daß es sich um beim Einatmen entstehende Geräusche handelt, diese entstehen meist durch Veränderungen in den oberen Atemwegen. Hierfür gibt es v.a. folgende Ursachen:
-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös, gerade bei einem durch FIV immunsupprimierten Kater ist dies die wahrscheinlichste Ursache
-Einengung im Nasen- oder Rachenbereich (Polypen, Tumore...)
-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel;
-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm), dann meistens wiederholte Husten- und Röchelanfälle,
-Allergien (z.B. auf Hausstaubmilben, Pflanzen) führen manchmal zu asthmaähnlichen Symptomen, mildere Symptome sind aber auch möglich; möglichst wenig Teppich in der Wohnung und häufiges Saugen und Durchlüften-Lassen, Diagnose teilweise durch Blutuntersuchung möglich, evtl. Hyposensibilisierung (Injektionen von aus dem Blut hergestellter Lösung, relativ teuer)
Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39° bitte messen).
Bei Herzproblemen liegt meist Atemnot (schnelle Atmung, evtl. offenes Maul, Husten erst in relativ späten Stadien) vor. Falls ein Lungenödem (Röntgen) vorliegen sollte, wären entwässernde Injektionen und Tabletten (Furosemid) erforderlich.
Eine Endoskopie wäre in der Tat die genaueste Untersuchungsmethode, würde ich aber wegen der Gefahr, die FIV-Infektion durch Narkosewirkung auf das Immunsystem zu aktivieren, nur bei starken Atembeschwerden machen lassen.
.
Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:
- Pulmostat (http://www.tierarzt24.de/products/140306-alfavet-pulmostat-akut.aspx) würde ich für 2-3 Wochen geben, alternativ wäre auch Canipulmin möglich (http://www.premiumtierfutter.de/canipulmin-liquid-starke-bronchialfunktion-p-20750-1.html)
Beides Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion
-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)
-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen
- Inhalieren: die Katze am Besten in eine Transportbox oder kleines Zimmer setzen und stellen eine Schüssel mit heißem Salzwasser oder Kamillenlösung vor die Box und decken das Ganze mit einem Handtuch ab.
Wegen der FIV_Infektion: eine Therapie der FIV im Sinne einer Heilung gibt es wie Sie ja vermutlich wissen leider (noch) nicht.
Viele FIV-positive Katzen leben jedoch trotzdem noch mehrere Jahre ohne größere Probleme.
Gut ist es eine FIV-Katze in einer stress- und keimarmen Umgebung zu halten (falls möglich am Besten im Haus, ohne Kontakt zu anderen Katzen)
Folgende Therapien werden insbesondere empfohlen:
- Behandlung der Sekundärinfektionen (Antibiose, Schleimlöser etc.)
- antivirale Chemotherapie (aus der HIV-Forschung), hier v.a. Retrovir (AZT, 5mg/kg 2x täglich), leider ist eine Heilung aber auch damit nicht möglich
- Interferon ist als Hilfe bei Symptomen durch Sekundärinfektionen sinnvoll und kann dann die Überlebensdauer verlängern. Das Virus selbst läßt sich damit in den meisten Fällen aber auch nicht eliminieren.
Aktuelle Empfehlungen finden Sie hier:
http://www.abcd-vets.org/factsheet/de/pdf/DE_FIV_Die%20Infektion_mit_dem_Felinen_Immundefi_zienzvirus.pdf
Allgemeine Infos auch hier:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Felines_Immundefizienz-Virus
Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.
Alles Gute & freundliche Grüße ***** *****
Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Dr. Kind,

das sind schon eine Menge Informationen. Vielen Dank dafür.

Manchmal - liege er ganz ruhig, fast ohne Geräusche, da kommt es vermutlich auch darauf an, wie er liegt. Das ist aber selten. Zur Zeit macht - wohl auch das Antibiotikum - müde.

Ich würde gerne Ihre Empfehlung ausprobieren - zusätzlich zum Antibiotikum, die 14-Tage-Frist ist in 5 Tagen abgelaufen?

Ist das Risiko der Endoskopie sehr groß? Bruce hat diese Atemgeräusche schon länger mal mehr mal weniger. Zur Zeit begleiten sie ihn ständig. Ich kann jedoch nicht einschätzen, inwieweit ihn das selbst beeinträchtigt. Er hat auch leicht Schnupfen, ohne schniefende Nase, die Augen waren leicht rot, das ist durch Augensalbe besser - er niest vielleicht 3xtäglich. Vielleicht muss das erst mal raus aus dem Körper. Er will auch immer wieder raus, der Garten ist weitgehend gesichert. Danach ist er deutlich entspannter.

Auf jeden Fall Danke, ***** ***** Antwort spricht viel Fachwissen, schade, dass sie nicht in Moers praktizieren.

Liebe Grüße Monika Kositzki

Hallo Frau Kositzki,

die vonmir genannten Dinge können auch parallel zur Antibiose begonnen werden.

Da die Ursache und der genaue Ablauf der FIV-Erkrankung noch nicht geklärt ist würde ich auf Sedierungbelastungen soweit möglich erst mal verzichten. Bei einer Katze ohne FIV-Belastung würde ich hingegen zu Sedierung und Endoskopie raten. Nur wenn die Geräusche zunehmen und das Atmen Ihrer Katze häufiger Beschwerden macht, würde ich die Endoskopie durchführen lassen.

Freundliche Grüße,

Udo Kind

PS: bin übrigens in Krefeld zur Schule gegangen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es ist immer schwer zu erkennen, wann sind es Probleme.

Im Moment ist es vermutlich so, dass ich meine, er hat Probleme - weil die Atemgeräusche so laut sind, ich meine da, er "müsste" doch Probleme haben - die Geräusche hört man Problemlos über die Zimmerdecke hinweg. Aber er springt auf die Fensterbänke, läuft die Treppen - wenn er wütend ist und sich aufregt, wird es stärker. Klar, versuche ich das zu vermeiden.

Ich will sorgsam mit ihm sein, wissen was er hat, aber ihn auch nicht belasten. Und natürlich ist die Angst vor der Endoskopie auch die Angst, das irgendwas nicht richtig erkannt wurde.

FIV ist wahrscheinlich entstanden bevor er bei mir ankam. Er war nicht kastriert - sicher auch nicht geimpft. Vor der Impfung nach der FIV-Erkennung wurde mir auch abgeraten, aber auch da denkt jeder anders.

Durch einen starken Katzenschnupfen eigentlich direkt bei Ankunft bei mir hatte er große Probleme mit den Augen. Das Auge konnte jedoch gerettet werden und einer Lidkorrektur hat dann dieses Problem beseitigt.

Also ich probiere es mit ihrem Vorschlag erst einmal.

Danke, ***** ***** mir sehr geholfen!!!

Alles Gute für Sie.

Monika Kositzki, Moers

Gern. Freut mich, wenn ich ein wenig weiterhelfen konnte. Wenn man die Geräusche durch die Decke hört scheinen diese ja wirklich sehr laut zu sein. Falls es nicht besser wird, würde ich vielleicht doch die Endoskopie machen lassen.
Drücke die Daumen, daß es ohne Endoskopie besser wird! Alles Gute für Sie und Ihre Katze!
Freundliche Grüße & danke ***** ***** positive Bewertung,
Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und 3 weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.