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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Meine Burmakatze verliert viele Haare. Obwohl jeder sagt das

Beantwortete Frage:

Meine Burmakatze verliert viele Haare. Obwohl jeder sagt das Burmakatzen wenig Haare verlieren.Woran könnte das liegen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
finden Sie auch abgebrochene Haare? Dies wäre ein Zeichen dafür, daß sich Ihr Kater auch schleckt (machen manche Katzen nur , wenn sie unbeobachtet sind).

Folgende Ursachen kommen für das dünnere Haarkleid / den Haarausfall insbesondere in Frage:
1. meist mit deutlichem Juckreiz:
-Hautparasiten (v.a. Milben, seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben
-bakterielle (später oft eitrige stinkende) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich) Abstrich zur Diagnose
-Allergie (z.B. Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, relativ teuer
-Futtermittelallergie (zum Ausschluss muss mindestens 3-4 Wochen, oft aber auch 8 Wochen lang ein Futter gefüttert werden, was die Katze noch nie erhalten hat (z.B. Pferdefleisch und Kartoffel, Fertigfutter zd-Ultra, Hills)
2. meist nicht so starker Juckreiz:
- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)
-Hautpilz (Abstrich, meist nicht so starker Juckreiz, aber falls sekundär Bakterien dazukommen schon)
- Stoffwechsel- oder Organkrankheiten ( oft entsprechende weitere Symptome, evtl. Blutuntersuchung machen lassen); häufig sind auch Schilddrüsenprobleme die Ursache

Sinnvoll sind:
-Ausschluss von Hautinfektionen (Parasiten, Pilz, Bakterien) durch Hautabstrich / Geschabsel
- Blutuntersuchung , insbesondere hormonelle Untersuchungen (Schilddrüse, Nebennierenrinde...)
- Analbeutel kontrollieren (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken)

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma),
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von Silicea D6 3x tgl. und 1x tgl. Sulfur D12 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie).
Bewährt hat sich bei Juckreiz das Mittel Cardiospermum D3 3x täglich
(5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit etwas Waser mit Spritze ins Maul geben), die genaue Mittelwahl richtet sich aber nach der homöopathischen Anamnese. Suchen Sie sich bitte vor Ort (Gelbe Seiten, auch online) einen homöopathisch arbeitenden Tierarzt vor Ort.
-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle, falls Juckreiz / Schlecken: evtl. liegt bei Ihrem Kater eine Futterallergie vor;
--Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten,
--gut ist oft auch das Futter zd-ultra der Firma Hills) müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden
Falls Erfolg mit der Diät: Zufütterung einzelner neuer Komponenten, um zu sehen worauf die Katze reagiert
-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht bei Diät geben!) für 4 Wochen -essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) geben.

Ich würde auf jeden Fall beim Blut auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (vielleicht schon erfolgt?), bei der Haut sollte man auf Pilzerkrankungen (Schuppen, manchmal roter Rand) und hier insbesondere auch auf Mallassezien untersuchen.
Grundsätzlich wird bei der Katze fast immer zuerst auf Parasiten untersucht oder behandelt.

Theoretisch sind auch psychische Auslöser möglich: Hat sich irgendetwas im Umfeld Ihrer Katze verändert oder wirkt sie gestresster? Dann wären Bachblüten-Rescue-Tropfen 4x täglich 4 Tropfen mit Wasser oder etwas Fleischbrühe hilfreich, ebenso Feliway (vom Tierarzt), ein Wohlfühlpheromon, daß Katzen beim Köpchenreiben abgeben.

Falls Juckreiz/Schlecken: Evtl. könnte man das Mittel CiclosporinA (Atopica, Novartis, Dosierung bei Katzen 5-8 mg/kg Körpergewicht) versuchen, ist neuerdings auch für Katzen zugelassen. Dies würde ich aber nur als letzte Möglichkeit versuchen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,


Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 7 Jahren.
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Udo Kind
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