So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

In meinem Haushalt lebten bisher 3 Hunde und 2 Katzen Hunde

Diese Antwort wurde bewertet:

In meinem Haushalt lebten bisher 3 Hunde und 2 Katzen Hunde alle alt, Katze 5 jahre, Kater 4 Jahre alt. Umständehalber übernahm ich vor 6 Wochen noch ein ca. 10 Jahre altes Katerchen, welches sich in der bisherigen Umgebung nicht mehr wohl fühlte, da er von den anderen Katzen ordentlich gemobbt wurde; das eine Ohr war schon ganz zerbissen. Bei mir ist er jetzt seit 6, 7 Wochen und ist gleich auf meinen Kleiderschrank gezogen, da er sich da wohl sicher fühlt. Habe ihm dort auch sein Bettchen hingestellt und bringe ihm dort auch sein Fressnapf hin. (Ich wollte nicht, dass er sich gleich der ganzen Meute stellen muß, vor lauter Angst sich nicht traut und dann da oben auch noch hungert!!). Morgens und abends klettere ich zu ihm hinauf und "schmuse" mit ihm ganz doll, was er auch total liebt und mit der Pfote in meine Richtung haut und klagend miaut, wenn ich mühsam wieder die Leiter herunter krabbele. Ansonsten traut er sich nur nachts mal durch die Wohnung oder auf den Balkon, wenn ich da stehe mit den anderen Katzen. Sonst flüchtet er immer wieder auf den Schrank und faucht heftig in Richtung der Tiere. Was kann ich denn tun, dass sich die Situation für ihn ändert? Ich glaube nicht, dass er so allein auf dem Schrank auf Dauer glücklich ist und manchmal denke ich, er wäre sicher gerne ein Einzelkater. Das kann ich aber leider nicht bieten und wüsste auch sonst nicht, wer ihn haben wollte - in dem Alter und vielleicht auch nicht so ganz einfach vom Charakter her. Ich würde mir aber wünschen, dass Sammy - so heißt er - endlich zur Ruhe kommt und die nächsten Jahre zufrieden leben kann. Ich habe auch schon daran gedacht, eine Katzenpsychologin einzuschalten. Vielleicht können Sie mir aber vorab ein paar wichtige Tipps geben oder Ihre fachliche Meinung mitteilen? Ich danke XXXXX XXXXX Sigrid Busch

Hallo,

 

versuchen Sie bitte ganz allmählich Fütterung und Schmusen in raumnähere Bereiche zu verlegen. Falls möglich, wäre es gut mit einer breiten "Stufenleiter" (Tisch, anderer Schrank...) die Füterung und das Streicheln immer wieder in etwas niedrigeren Bereich zu verlagern.

Wenn die Katze immer wieder die schönen Dinge (Füttern, Schmusen) ganz oben auf dem Schrank erfährt, wird sie ihren Platz nicht freiwillig verlassen.

 

Haben die anderen Katzen die "Neue" schon in irgendeiner Weise beachtet/wahrgenommen/beschnuppert?

 

Folgendes können Sie machen, daß der Geruch der anderen Katzen vertraut wird:

- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene

Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt

dann die jeweilige Katze loben und füttern ( so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

-Felifriend (ceva), ebenfalls Geruchspheromon mit Handschuh auf alle Katzen auftragen, fördert den einheitlichen Gruppengeruch und reduziert dadurch die Aggression gegeneinander

 

Eine friedliche "Altkatze" könnten Sie etwas später auch mal mit zur Fütterung der Neuen mitnehmen. Distanz allmählich (!) immer kleiner werden lassen.

 

Späteres Stadium: beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit, die die alten Katzen gewöhnt sind:

-beide Katzen liebevoll streicheln (beide sollten sich geborgen fühlen), evtl. beide Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen

-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

 

-falls Streit: Lachesis D12 2xtgl. für die dominante und Ignatia D12 2x tgl. für die sich zurückziehende; 1 Gabe heißt 5 Kügelchen oder 1 zerpulverte Tablette mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben

 

In sehr seltenen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig:

wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählic an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wnn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarzt vor Ort.

 

Falls keine Organstörungen vorliegen (Allgemeinbefinden normal), könnten folgende weitere Maßnahmen helfen, Ihrer "Neuen" Sicherheit zu geben:

 

- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ;

 

- Selgian (Ceva, nur über Tierarzt) :zum Abbau von Stress und Angst, die erwünschte Wirkung tritt hier aber oft erst nach 3-4 Wochen ein. Ich würde zunächst nur Feliway probieren; auch Clomicalm ist ein vergleichbares gutes Medikament

 

-Unterstützend können Bachblüten-Rescuetropfen (10 Tropfen auf 20ml abgekochtes Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen) wirken beruhigend

 

-Natrium chloratum D30 3 Einzelgaben jeden 3. Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsicherheit manchmal hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.

 

-versuchen Sie mit der Katze zu spielen: Trockenfutter suchen lassen / zu ihm hin werfen, aber nur ganz vorsichtig-dezent (sonst fühlt sich die Katze bedrängt), Radius allmählich erweitern.

 

Viel Glück!

 

Ich hoffe, Ihnen etwas helfen zu können und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.