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TM Wetzlar
TM Wetzlar, Studentin der Veterinärmedizin im letzte Jahr
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 757
Erfahrung:  Tiermedizin
116284435
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TM Wetzlar ist jetzt online.

Hallo, ich stehe gerade vor einem Berg an Problemen und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich stehe gerade vor einem Berg an Problemen und benötige einen Rat von einem oder mehreren Tierärzten... bitte. Ich habe einen Siberian Husky, 3 Jahre alt. Am Sonntag, 08.05.22, morgen (~07:35 Uhr) hatte er plötzlich einen Anfall; er lag auf der Seite, ruderte mit seinen 4 Beinen, sabberte dabei, hyperventilierte und ließ sich erst nach einigen Minuten beruhigen. Hiernach war er völlig desorientiert und die Atmung ging mehrere Minuten hastig; er knickte auch häufig ein, wenn er gehen wollte. Als ich am Sonntag in der Notzentrale der Notfallklinik mit ihm war, diagnostizierten sie "vermutlich eine idiopathische Epilepsie". Ich habe dann `Diazepam Desitin rectal tube 10mg´ erhalten (5 in der Packung) und sollte sie meinem Hund, er heißt übrigens Watson, dreifach verabreichen, so er denn wieder einen Anfall bekäme. Am Montag, 09.05.22 um 04:50 Uhr hatte er einen weiteren Anfall und ich ging erneut in die Notfallklinik. Im wurde Blut genommen - Blutbild war in Ordnung, keine Auffälligkeiten einer Organschädigung o.ä. Ich bekam Luminal 100mg und sollte ihm jeweils morgens und abends (12-Stunden-Rythmus) je eine dreiviertel Tablette geben. An diesem Tage sollten noch -2- weitere Anfälle folgen. Insgesamt bekam er an diesem Tage -6- von diesen Tübchen. Die Anfälle unterschieden sich nun voneinander. Er ruderte nicht mehr, sondern krampfte, aber das Diazepam wirkte. Nach den Anfällen war er immer komplett orientierungslos und "wollte nur laufen". Ich ging mit ihm raus und er lief stur geradeaus, ohne anzuhalten. Letztenendes ging ich abends erneut in die Notfallklinik und ließ mich zu einer Therapie überreden - 24 Stunden Überwachung mit intravenöser Medikation von Luminal 10mg(entspricht Phenobarbital): 1,35ml und Rilac 5ml/kg/h. Watson wiegt ca 28kg. Die mögliche Therapie von zusätzlichem MRT und ziehen von Gehirnwasser hatte ich abgelehnt. Am 10.05.22 holten wir Watson abens um 20:00 Uhr wieder ab; er war zu dem Zeitpunkt 24-Stunden anfallfrei, aber in seinem Wesen völlig apathisch und erkannte uns nicht so richtig - sicher, die Medikamente sind hier nicht ganz unschuldig. Seit er wieder bei uns zu Hause ist, bekommt er weiterhin seine zweimal täglichen 3/4 Tabletten Luminal 100mg. Er ist aber wie abwesend, hört in der Regel, wenn wir ihn rufen. In der ersten Nacht lief er fast durchgehend durch den Flur und heulte/fiepte (wir haben die Zimmer ringsherum per Tür verschlossen, sodass er weder die Treppe herunterstürzen oder sich sonstwie verletzen konnte). Wenn wir mit ihm rausgehen zum üblichen Gassigang, macht er nichts. Er pinkelt ausschließlich ins Haus; draußen schnuppert er zwar ab und zu, geht aber weiter - egal wie weit wir gehen. Sein großes Geschäft hat er seit dem 10.05.22 20:30 Uhr gar nicht mehr gemacht.
Ich weiß nun nicht mehr, wie das weitergehen soll... meinem hund geht es nicht gut und das sehe ich auch. Irgendwann wir vielleicht der Zeitpunkt kommen, an dem ich ihn lieber in Würde gehen lassen muss, anstatt ihn zum Veruchsobjekt und wirtschaftlichen Reizobjekt der Zierklinik zu machen.
Ich würde mich freuen, wenn ich eine oder mehrere Meinungen hierzu bekommen könnte... Dokumente habe ich alle hier und kann sie gerne hochladen...Vielen Dank
Michael Schulz
Guten Tag Herr Schulz, mein Name ist Kristine Wetzlar, gerne helfe ich Ihnen.
Es tut mir wirklich sehr Leid, dass Sie so etwas gerade durch machen müssen. Man muss aber unbedingt dazu sagen, dass so eine therapierte Epilepsie immer ein wenig Zeit braucht, bis die Krampfanfälle weniger werden und die Medikamente ausreichend wirken. Oft wird auch noch eine Anpassung der Dosierung vorgenommen.
Ein MRT halte ich ehrlich gesagt wirklich auch für sehr Sinnvoll, da man wenigstens sehen kann, ob und wodurch diese Krampfanfälle ausgelöst werden.
Sollte sein Zustand sich weiterhin nicht verbessern, kann die Therapie mit Luminal noch mit Kaliumbromid erweitert werden.
Ich weiß nicht, in welcher Klinik Sie waren, allerdings kann ich Ihnen nur die Neurologische Sprechstunde in einer der Unikliniken ans Herz legen. Diese Kliniken befinden sich in Hannover, Leipzig, Gießen, München und Berlin. Machen Sie ruhig gezielt einen Termin bei einem
Spezialisten. Diese sind leider nachts auch nicht unbedingt anzutreffen, dort finden Sie dann eher die Assistenzärzte.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Frau Wetzlar, Danke für Ihr Mitgefühl und Ihre schnelle Antwort. Ich war in der Tierklinik in Ettlingen, bei Karlsruhe. Die jeweiligen Dokumente habe ich gerade hochgeladen. Die letzte Ärztin vorgestern Abend sagte mir zu dem Thema des MRT, dass sie hier allein auf Grund seines Alters von 3 Jahren, einen Tumor eher ausschließen würde. Ich muss natürlich zugeben, dass ein MRT aus finanziellen Gründen echt ne harte Nuss ist und dazu ein Uniklinikum bestimmt nochmal was obendrauf packt... schlimm... Entschuldigung. Ja Geduld ist der schlimmste Punkt. Was mache ich wegen seiner "Weigerung" draussen zu pinkeln? Wie lange muss / kann ich warten, da er sein großes Geschäft seit Dienstag nicht machte...?

Es kann sein, dass Ihr Hund zusätzlich noch eine kleine Verstopfung hat. Da können Sie ruhig einmal ein Klistier (z.B. Microlax) aus der Apotheke anwenden! Das sollte dann schnell helfen. Gefährlich wird es, wenn Ihr Hund zusätzlich erbricht, da dann eine Obstipation vorliegen kann.

Ich kann gut verstehen, dass Geduld gerade sehr schwerfällt, allerdings kann ich Ihnen dazu wirklich nur raten. Sinnvoll ist auch, wenn Sie dem Hund eine Alltagsstruktur geben, also dass Sie immer zu den gleichen Zeiten die gleichen Runden gehen und auch Zuhause viel Ruhe einbringen. Ich habe auch oft erlebt, dass Hunde nach einer starken "Anfallszeit" danach aber gut drauf und Anfallsfrei über Jahre waren! Das bedeutet also nun nicht, dass Sie nun für immer so weiterleben müssen. Wenn ein MRT gerade kostentechnisch nicht gut möglich ist, dann ist es wirklich sinnvoll so weiterzumachen. Sie können Ihrem Hund auch zusätzlich zur Beruhigung 2 mal täglich 5 Tropfen Bachblüten oder Calmin geben (hier die Dosierung nochmal für das Gewicht im Beipackzettel nachschauen).

Ihr Hund wird sicherlich gerade auch sehr gestresst sein!

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Danke, ***** ***** Idee mit den Bachblüten. Wäre eventuell ein Einlauf hilfreich? Gestresst ist er mit Sicherheit... Ja
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Was ich noch vergessen habe... ja, wir geben ihm seine Struktur. Wir gehen zur selben Zeit raus und auch die gleichen Runden, nur kürzer, da er auf Grund seiner Erschöpfung nicht so weit gehen kann..

Ja auch ein Einlauf ist möglich. Warten Sie aber ruhig noch bis heute Abend oder morgen Früh. Eventuell kommt es noch von selbst.

Das ist schon einmal gut, wenn Sie das so machen! Leider ändert sich so ein Zustand nicht innerhalb von ein paar Tagen..

Die Bachblüten können Sie auch 3 Mal am Tag geben! Das wirkt auch Stress- und Angstlösend.

TM Wetzlar und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Ok, vielen Dank für Ihre Hilfe.... dann mache ich das

Sehr gerne! Melden Sie sich gern bei Bedarf wieder. Alles Gute!!

Vielen Dank ***** ***** netten Bonus