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Svenja Dormann
Svenja Dormann,
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 18
Erfahrung:  Tierarzt at Dr. Karin Loibl
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Svenja Dormann ist jetzt online.

Unser Hund frisst nicht mehr alles auf einmal sondern über

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Hund frisst nicht mehr alles auf einmal sondern über den Tag verteilt nur noch kleine Mengen
JA: Nennen Sie mir bitte Alter, Geschlecht und Rasse Ihres Haustiers.
Customer: 1 1/2 Jahre Rüde Labrador Schöferhund Mischung
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Tierarzt wissen sollte?
Customer: Er ist Anfang der Jahre kastriert worden und nimmt leckerlis und kauknochen problemlos an

Guten Tag! Mein Name ist Dr. Svenja Dormann und ich praktiziere seit ca. 7 Jahren in der Kleintierpraxis.

Es ist sehr gut, dass Sie nachfragen wollen, wenn Ihnen an Ihrem Hund eine Verhaltensveränderung auffällt. Irgendetwas steckt dahinter und auch wenn es nicht unbedingt etwas krankhaftes sein muss tut es gut zu wissen, was los ist. So lernen Sie Ihren Hund am besten kennen...

Leider kann die "Problematik" nicht fressen oder schlecht/ wenig fressen fürchterlich viele Ursachen haben, so dass ich Ihnen hier nur die Wahrscheinlichsten aufführen kann:

Ein häufiger Grund ist latente Übelkeit. Der Hund hat zwar Hunger, aber ihm ist aus irgendeinem Grund ständig etwas schlecht. Oft nehmen diese Tiere dann die schmackhaften Leckerli und fressen tagsüber öfter auch mal Gras.

Wichtigste Frage: wann war die letzte Entwurmung? Diese sollte beim Hund alle 3 Monate durchgeführt werden und eventuell bei Junghunden, die öfter mal irgendeinen Quatsch draußen fressen (Katzenkacke o.Ä.) auch alle 2 Monate mit einem Präparat, welches einen Wirkstoff gegen Nematoden (Spulwürmer etc.) und einen gegen Bandwürmer enthält, also ein Kombipräparat. Ist die letzte Entwurmung schon länger als 6 Wochen her, dann können Sie das zuerst schon einmal versuchen (in diesem Zeitraum können sich viele Würmer entwickeln). Geben Sie ihm jetzt eine Entwurmung und wirkt sich dies positiv aus (das bemerken Sie nach ca. 2-3 Tagen), dann wiederholen Sie diese nach 2 Wochen um einen womöglich bestehenden Wurmzyklus auch wirklich zu unterbrechen (sonst gehts danach bald wieder los).

Dann müssten Sie einmal überlegen: Was bekam der Hund die letzten Tage zu fressen. Bekommt er immer das gleiche Futter, welches er sonst immer gut vertragen hat, dann liegt hier nicht das Problem. Aber haben Sie vielleicht das Futter gewechselt? Ein neues ausprobiert oder bekam er zwischendurch mal ein Leckerli vom Menschen (Wurst oder Kuchen bei Oma o.Ä.?)? War da irgendetwas dabei was er sonst nie bekommt, dann kann es sein, dass er das nicht vertragen hat. In dem Fall sollten Sie auf sein bisheriges Futter zurückkommen. Im Normalfall ist das ein Trockenfutter eventuell mit Nassfutter gemischt. Die Magenschonvariante wäre dann die Hälfte der üblichen Menge Trockenfutter 1/4 Stunde in Wasser eingeweicht mit 1/4 der sonstigen Futtermenge gekochtem Reis und 1/4 gekochte Karotte für ca. 3-4 Tage mit einem Esslöffel Nassfutter oben drauf damit´s besser schmeckt. Sollten Sie Roh füttern oder barfen, dann mischen Sie ja eh sehr viele unterschiedliche Futterbestandteile und müsste überprüfen was er davon nicht vertragen könnte (Generell Rohfüttern oder Barfen NUR nach auf Ihren Hund abgestimmtem, ausgerechnetem Rezept!). Und neben dem Thema "einfach mal etwas nicht vertragen" gibt es auch die Möglichkeit, dass er einen bestimmten Futterbestandteil (meist Rind, Huhn, oder Getreide) nicht verträgt. Sollten Sie dieses vermuten, besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, was Sie dem Hund nun am besten füttern (da gibt es bestimmte Futtermittel für die Unverträglichkeit und Ihr Tierarzt weiß, mit welchen Sie das dann am schnellsten herausfinden). Viele Menschen gehen dann in den Tierladen und kaufen etliche verschiedene Futtersäcke, finden einfach keine roten Faden und haben dann umsonst viel Geld ausgegeben. Deshalb das lieber gleich mit dem Tierarzt besprechen...

Da fällt mir noch die Futtermenge ein. Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Hund zu dick oder zu dünn ist? Oder ist er genau passend? Manchmal kommt es tatsächlich einfach vor, dass der Hund satt ist. Vor allem nach dem kastrieren sinkt der Stoffwechsel und das Tier braucht weniger Energie. Behält man dann die normale Futtermenge bei wird der Hund zu dick. Viele Tiere behalten aber dennoch einen guten Appetit (eigentlich auch gerade der Labrador) aber es gibt auch Hunde, die sich im Futter dann selbst limitieren und genau wissen wieviel sie brauchen. Schauen Sie sich Ihren Hund von oben an. hat er ein Taille? Können Sie die Rippen gut fühlen (die müssen fühlbar sein, dürfen Ihnen aber auch nicht gleich in die Hände springen, dann wäre er zu dünn)? Oft sind die Futterangaben auf den Futtersäcken auch nicht für jeden Hund passend (meist zu hoch angegeben) und Sie müssen selbst die für Ihren Hund passende Futtermenge finden.

Neben diesen Dingen muss man sich auch immer die Psyche des Tieres anschauen. hat es die letzte Zeit irgendwelche Veränderungen gegeben. Ist eine Hauptbezugsperson ausgezogen/ im Krankenhaus/ längerfristig auf Montage o.Ä., so dass der Hund einfach deprimiert sein könnte? Das kann natürlich auch zu vermindertem Appetit führen.

Auch läufige Hündinnen in der Umgebung können zu Futterverweigerung führen - aber Ihrer ist ja kastriert, somit können wir das ausschließen.

Und zu diesen "einfachen" Möglichkeiten kommen nun natürlich die unterschiedlichsten Erkrankungen hinzu. Dabei könnte einfach eine Magenschleimhautentzündung vorliegen, aber auch viele andere Erkrankung, die gar nichts mit dem Magen-Darm-System zu tun haben vermindern den Appetit. Diese können dann aber nur beim Tierarzt nach eingehender Untersuchung diagnostiziert werden.

Was Sie nun erst einmal tun können: Ist der Hund sonst soweit ganz normal und fit, geben Sie eine eventuell fällige Wurmkur und das Magenschonkostfutter wie oben beschrieben eines Futters von dem Sie wissen, dass er das bisher gut vertragen hatte in nicht zu großer Menge (keine Leckerli u.Ä. dazu). Ergibt sich die kommenden 3 Tage keine Besserung oder verändert sich etwas zum schlechten (wird unfitter, bekommt Durchfall), dann müssen Sie mit ihm zum Tierarzt gehen und ihn untersuchen lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte und würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort per Mausklick akzeptieren und mir eine positive Bewertung geben (3-5 Sterne), damit ich von Just Answer für meine Expertentätigkeit ausgezahlt werde.

Gerne stehe ich Ihnen zu diesem Thema noch weiter kostenlos für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen!

Svenja Dormann

Svenja Dormann und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.