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Svenja Dormann
Svenja Dormann,
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 14
Erfahrung:  Tierarzt at Dr. Karin Loibl
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Svenja Dormann ist jetzt online.

GUten Morgen, unsere fast 14-jährige Hündin hat eine

Diese Antwort wurde bewertet:

GUten Morgen, unsere fast 14-jährige Hündin hat eine Kehlkopflähmung, zumindest ist das die Verdachtsdiagnose, sie hechelt sehr rau wenn sie sich freut oder auch wenn sie sich anstrengt. Bellen ist normal, sie frisst auch ohne sich zu verschlucken , hat keine anderen Anzeichen der Kehlkopflähmung. Noch keine akute Atemnot, eher eine Leistungsminderung. Endgültige Diagnose nur mit Narkose möglih, das ist mir zu riskant. Ich weiß dass die Krankheit nicht ohen OP heilbar ist, aber gibt es irgendwelche Medikamente, die unterstützen können ? Eine OP ist mit 14 kaum möglich

Guten Tag! Mein Name ist Svenja Dormann und ich bin seit 7 Jahren in der Kleintierpraxis tätig. Mein Respekt, dass Ihre große Labradorhündin bei Ihnen schon so alt geworden ist, das kommt nicht sehr oft vor!

Die Diagnose ist noch unklar. Ich verstehe Sie da auch sehr, dass Ihnen eine Narkose zur genaueren Diagnosesicherung zu unsicher ist. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann hat der Hund Probleme aufgrund einer Verengung des Rachens durch eine eventuelle Kehlkopflähmung. Dadurch reiben die Schleimhäute aufeinander und werden auch gereizt.

Sie können nun folgendes versuchen: als erstes Entzündungshemmer/ Schmerzmittel (sind immer Kombipräparate) einsetzen (Metacam, Meloxidyl oder Ähnliches - gibts beim Tierarzt). Die sind bei Tieren die keinen empfindlichen Magen haben (was beim Labrador meist der Fall ist) auch im Alter gut verträglich, wirken sogar auch z.B. gegen Rückenschmerzen o.Ä. Der Effekt hierbei ist die Abschwellung der Rachen- und oberen Bronchialschleimhaut. Wenn Sie das einsetzen, müssten Sie bei entsprechender Wirkung schon nach 1-2 Tagen eine Besserung bemerken und können nach ca. 4-5 tagen Gabe das Medikament auch wieder absetzen und ausprobieren, wie lange der Effekt hält. Eventuell muss es dauerhaft (mit möglicher Dosisreduktion) gegeben werden, dann macht die zusätzliche Gabe von magenschonenden Medikamenten Sinn. Viele Tiere benötigen im Alter diese Medikamente dauerhaft (meist wegen Arthrosen). Die dauerhafte Gabe muss aber mit Ihrem Tierarzt besprochen werden! Aber versuchsweise 4-5 Tage können Sie auch selbst durchziehen. Sollte wider Erwarten doch Übelkeit/ Erbrechen/ Durchfall/ noch mehr Leistungsminderung auftreten, dann gleich wieder absetzen.

Alternative hierzu wären dann mit ähnlicher Wirkung (Abschwellung) Kortisonpräparate in niedriger Dosierung. Auch das wäre dann mit dem Tierarzt zu besprechen. Das wäre auch ein Mittel der Wahl sollte es sich um Gewächse im Rachenraum handeln, da Kortison wachstumshemmend wirkt.

Als weitere Möglichkeit gibt es noch Theophyllin-Präparate. Das wirkt entspannend auf Muskulatur der oberen Atemwege/ Bronchien. Aber auch das bekommen Sie nur per Rezept über Ihren Tierarzt ist aber eine gute Alternative um es mal zu versuchen. Vor der Gabe muss das Herz sehr gut kontrolliert werden, was ich bei Leistungsminderung, wie Sie beschrieben haben, und aufgrund des Alters eh empfehlen würde (falls nicht schon geschehen - am besten per Ultraschall). Und auch hier muss der Magen im Auge behalten werden.

Zusammenfassend: Besorgen Sie sich beim Tierarzt Entzündungshemmer/ Schmerzmittel und beobachten Sie 4-5 Tage ob es eine Wirkung hat. Alles weitere muss dann mit dem Tierarzt besprochen werden. Bei längerfristiger Gabe sollten unbedingt per Ultraschall die Milz und die Leber vorher kontrolliert werden (im Alter neigen diese Organe zu Tumorbildung mit Blutungen und Entzündungshemmer verdünnen das Blut (wie auch Aspirin) und können dann zu erhöhter Blutungsneigung führen. Für 4-5 Tage ist die Gabe aber möglich. Sollte sich an ihrem Hund dennoch etwas sehr zum negativen entwickeln bei Gabe, dann natürlich auch gleich den Tierarzt konsultieren.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte und würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort per Mausklick akzeptieren und mir eine positive Bewertung geben (3-5 Sterne), damit ich von Just Answer für meine Expertentätigkeit ausgezahlt werde.

Gerne stehe ich Ihnen zu diesem Thema noch weiter kostenlos für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen!

Svenja Dormann

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo Frau Dr.Dormann, vielen Dank, ***** ***** noch, ist Metacam für ein paar Tage auch bei bestehender chronischer Niereninsuffizienz möglich ? Die Insuffizienz ist zwar klinisch unauffällig, wurde aber vor zwei Jahen anhand erhöhter Nierenwerte diagnostiziert. Trinken / Urin aber vollkommen normal , letzte Urinuntersuchung unauffällig.
Was mir zudem auffällt, ist, dass meine Hündin wenn sie schläft und durch die Nase atmet ein Geräusch macht als sei die Nase verstopft, wie bei einem Schnupfen. Aber Schnupfen kann es eigentlich nicht sein, da das scho seit Monaten ist und ich keinen Ausfluß feststellen kann, sie niest wohl häufig, wenn sie im Garten ist., kann dieses Geräusch auch von einer Kehlkopflähmung herrühren ? Husten habe ich seltsamerweise nie festgestellt, ab und zu mal eine Art Würgen oder "Räuspern" (Schwer zu beschreiben, ein Geräusch wie ein Mensch macht wenn es im Hals kratzt) ohne Erbrechen. Bin mir halt unsicher ob das nicht auch alles von der Kehlkopflähmug kommt oder nicht. Meine Tierärztin wollte auch schon das Herz röntgen, schreckt aber davor zurück, weil unsere Hünding so eine Panik beim Tierarzt hat dass sie dafür auch eine Narkose bekommen müsste.

Erstmal zum Metacam - damit muss man bei bestehender Niereninsuffizienz tatsächlich vorsichtig sein (auch mit Kortison). Auch wenn sie aktuell vom Urin her unauffällig ist, wäre es vorher zu empfehlen, dass die nieren per Blutuntersuchung abgecheckt werden. Sollte hier eine Erhöhung vorliegen muss man in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt den entsprechenden Nutzen mit den vorhandenen Risiken weiter abschätzen (bei geringer Niereninsuffizienz kann man das Metacam durchaus einige Tage ausprobieren) und im Alter kann man ja viele Dinge nicht mehr heilen sondern nur zur Erleichterung beitragen. Ist Erleichterung bei der Nase/ dem hals dringend notwendig weil der Hund sonst dauernd Atemnot hat, dann müsste man bei guter Wirkung des Metacams eine Verschlechterung der Nieren in Kauf nehmen. Ab einem bestimmten Punkt arbeitet man nicht mehr auf Lebensverlängerung hin, sondern darauf, dass es das Tier noch so schön wie möglich hat.

Das Schnorcheln in der Nase wäre wirklich nur mit Narkose genauer herauszufinden (oft befinden sich im Alter tatsächlich dort irgendwelche Gewächse oder Umfangsvermehrungen) die man wie vorher beschrieben versuchen kann zurückzudrängen oder zum abschwellen zu bringen. Auch eine antibiotische Therapie wäre ein Versuch von Seiten des Tierarztes. Mehr als zu versuchen was hilft kann man in diesem Fall leider nicht machen, wenn eine genauere Diagnostik aufgrund des Narkoserisikos nicht in Frage kommt.

Bzgl. des Herzens: Das Abhören des Herzens und die Untersuchung des Tieres diesbzgl. ist der 1. Schritt. Der 2. wäre das Röntgen muss aber nicht. Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens erfolgt aber bei wachem Tier teils im Stand, teils ganz entspannt im Liegen (Sie sind dabei). Dabei muss auch nicht groß am Tier gezerrt oder gezogen werden. Und diese Untersuchung gibt die gleichen Aufschlüsse wie das Röntgen bzw. noch wesentlich mehr Auskünfte, weil der Tierarzt dabei direkt auch ins Herz schauen kann (wie arbeiten die Klappen etc.).

In diesem Fall würde ich Ihnen eine eingehende Blutuntersuchung (Nieren, Entzündungszellen, sonstige Organe) und eine Herzuntersuchung per Ultraschall empfehlen (evtl. bei einem anderen Tierarzt der das entsprechende Gerät zur Verfügung hat). Dann können nämlich genaue Empfehlungen gegeben werden, wie das Tier bzgl. Niere/ Herz... medikamentell am schlauesten eingestellt werden kann. Unter Umständen wäre es dann nämlich sogar möglich, dass doch eine kurze Narkose gemacht werden kann um wegen der Nase/ dem Hals genauer zu schauen und eine optimale Lösung zu finden...

Viele Grüße!

Dr. S. Dormann

Svenja Dormann und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
OKay, vielen Dank, ***** ***** ich das so