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Dr.M.Wörner-Lange
Dr.M.Wörner-Lange, Tierärztin,Dr.
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 7582
Erfahrung:  eigene Tierarztpraxis ü. 20 Jahre u. Praxis für Verhaltenstherapie
57206590
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Dr.M.Wörner-Lange ist jetzt online.

Musste meinen Hund einschläfern lassen da er mich an einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Musste meinen Hund einschläfern lassen da er mich an einen Tag in Abständen 2 x hintereinander gebissen hat..
Das erste Mal als ich mich bückte um etwas aus dem Schrank zu nehmen. Ich hatte ihn nicht bemerkt als er neben mir war .Er griff mit der Pfote nach meiner Hand .Aus Schreck
schüttelte ich seine Pfote weg. Daraufhin biss er mich in die re.Hand , re.Unterarm , re Oberarm dann in den li. Unterarm und zu guter Letzt in den Hals. Aufgrund meiner Schreie kam mein Mann zur Hilfe so das es dann von mir abließ. Der zweite Vorfall ca 3 Stunden später als ich meine Papiere ordnen wollte lag der Hund neben meinen Füßen und schlief..Als ich ihn aus versehen mit meinen Füßen berührt habe biss er wieder zu ..Zuerst re. Unterschenkel dann re. Flanke und zum Schluss re. Brustbereich. Mein Mann bestand darauf ihn sofort einschläfern zu lassen was ich aber nicht wollte. Denn im Grunde genommen war er sonst ein lieber pflegeleichter Hund .
Wir hatten ihn erst vor 7 Monate aus dem Auslandtierschutz zu uns geholt. Es war ein American Stafford der im Alter von 8 Jahren
ins Tierheim abgegeben wurde indem er über ein Jahr ganz alleine im Zwinger verbrachte.
Er lebte sich bei uns sehr gut ein und es klappte alles sehr gut..Er war immer sehr anhänglich und wich nie von meiner Seite. Aufgrund des langen Aufenthalt im Tierheim war er anfangs sehr Geräusch empfindlich..Schreckte bellend bei jedem kleinsten Geräusch hoch und rannte bellend und sehr aufgeregt durch das Haus. Ebenso bellte er anfangs den Regen und viele andere für ihn unbekannte Dinge an..Bis auf einige Ausnahmen gewöhnte er sich daran..Mit anderen Hunden war er nicht verträglich aber er war allen Menschen egal ob groß oder klein sehr wohlgesonnen. Wenn es aber ums Futter ging dann durften wir ihn nicht zu nah kommen dann reagiert er mit Knurren.
Die letzten 2 Wochen vor dem Beissvorfall hat er sich sehr merkwürdig benommen. Er wanderte nachts und weckte mich alle 2 Stunden und wollte etwas zu fressen haben. Er tat immer sehr ausgehungert. Ebenso bellte er in der Nacht ohne Grund..Tagsüber war er wieder der Alte. Hätte nächste Woche einen Termin in der Tierklinik mit ihm gehabt zwechs durchchecken. Da unsere Tierärztin ihn nicht mehr behandeln wollte da er sie gebissen hat...Mich hätte er auch in Abständen gebissen aber es war meine Schuld ..Das einmal als ich ihn das Hundegeschirr umlegen wollte und ihn dabei eingeklemmt habe..Das andere Mal als ich in die Nähe seines Futter kam.. Der Unterschied aber das er damals nur einmal kurz gebissen hat und dieses mal immer und immer wieder nachgebissen hat..Das war auch der Grund weshalb mein Mann auf die Einschläferung bestand was ich aber nicht wollte...Nach Rücksprache mit einem anderen Tierarzt gab ich dann doch nach..Was ich aber bitter bereue . Wir hätten ihm noch eine Chance geben müssen und nicht so schnell sein Leben beenden sollen. Ich komme damit nicht klar auch wenn man es nicht mehr rückgängig machen kann. Wie hätten Sie entschieden?

Guten Morgen,

so schwer es für Sie jetzt ist, aber es war die absolut richtige Entscheidung!!

Die Beißattacken wären immer häufiger und schlimmer geworden,- bis hin zur Lebensgefahr für Sie und andere.

Keiner kennt seine Vorgeschichte, und sicherlich hat er sich auch früher schon mit Aggresionen behauptet.

Jetzt hatte er sich bei Ihnen eingelebt und so wie Sie es bechreiben, hat er sich auch ziemlich ranghoch gefühlt und immer zu Aggresionen geneigt, wenn er sich (vermeintlich) bedroht fühlte oder es um Ressourcen wie Futter ging. In dies VErhalten hat er sich (typisch für Terrier) dann exterm reingesteigert und immer wieder weiter gebissen -ohne sich selbst kontrollieren zu können. Genau dies ist auch der gefährlichste Punkt: nach einem Schreck oder eine Ressourcenverteidungung ist es nicht normal, dass ein HUnd weiter und weiter beisst, Dazu gehört schon ein extremes Aggressionpotential- vermutlich sowohl angeboren als auch in der Vergangenheit erfolgreich gelernt und ausgeführt.

In der ersten Zeit bei Ihnen war er unauffällig, weil er sich noch unsicher fühlte.

Sie hätten- auch mit einer Verhaltenstherapie - dies Aggressionspotential NIE löschen können, evtl mit sehr viel Einschränkungen und Auffwand etwas bessern könne, aber es wäre immer eine bedrohliche tickende Zeitbombe geblieben, gerade da er sich so schnell hochfuhr und sich selbst nicht mehr kontrollieren konnte. Evtl wurde er in seinem leben vor Ihnen zu HUndekämpfen eingesetzt- das könnte eine ERklärung sein..

Ich habe in meiner Praxis viele ähnliche Fälle gehabt- und die Aggressionen sind immer wieder durchgebrochen, so dass letztendlich nach weiterer Leidenszeit für alle solche HUnde eigentlich immer eingeschläfert wurden- es gibt leider oft keine hilfreiche Therapie bei einer solchen gefestigten, unkontrollierten und unkontrollierbaren Aggression. Und es wäre auch zu gefährlich, gerade bei unbekannter VOrgeschichte.

Ich kann Ihre Traurigkeit trotzdem sehr gut versthehen- gerade auch, weil Sie ja gerne alles für ihn getan haben und auch weiter hätten. Aber es hätte keine hilfreiche Lösung gegeben, leider. So war es für alle die sinnvollste Entscheidung.

Alles GUte für Sie und bester Gruß

Dr.M.Wörner-Lange TÄ u. Verhaltenstherapie www.problemtiere.de

Ich hoffe,ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen und stehe über den Button"dem Experten antworten" gerne weiterhin zur Verfügung.

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle und umfangreiche Beratung. Hat mir in dieser Situation sehr geholfen.

ja- ich habe selbst eine ähnliche Situation erlebt... es ist schwer, aber wirklich die richtige Entscheidung!

Viele GRüße

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Können Krankheiten beim Tier nicht auch Aggressionen in solchem Ausmaß der Auslöser sein..Weshalb wanderte mein Hund die letzten 2 Wochen nachts umher und forderte stündlich ganz extrem Futter ein..Auch sonst benahm er sich eigenartig..Bellte aus unerklärlichen Gründen, Sabberte , speichelte und schnappte in die Luft.

Nein, nicht in diesem Ausmaß. Sicherlich können Schmerzen Aggressionen hervorrufen, aber dann wird gewarnt und nicht sofort - aus Ursachen, die keine Schmerzen hervorrufen- mehrfach wie im Rausch gebissen.

Das Futter einfordern ist kien Zeichen von Schmerzen- eher eine ranganmaßende Geste und Aufmerksamkeits einfordernd- ebenso wie das Bellen.

Ich bin sicher, dass dies häufige u. starke Aggressionsverhalten nicht durch ursprünglich Schmerzen ausgelöst wurde.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Dann ist es wirklich für alle Beteiligten das Beste. Nochmals vielen Dank ***** ***** Grüße.

Das ist es in diesem Fall wirklich- leider.

Beste Grüße