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kai-mod
kai-mod,
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 3
84422447
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Ich habe einen Belgischen Schäferhund

Kundenfrage

Ich habe einen Belgischen Schäferhund 4 Jahre mit Grundausbildung, ein Rüde

Beim Gassi gehen habe ich Schwerigkeiten ,wenn mir andere Rüden entgegen kommen. Er ist nicht kastriert und durch seine Körperkraft zieh er dermaßen, das ich ihn kaum halten kann.Ansonsten ist er sozialisiert und kommt mit anderen Hunden gut klar. Welche Möglichkeiten gibt es ,das abzuschaffen. Es grüßt ****

Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Hunde
Experte:  Dr.M.Wörner-Lange hat geantwortet vor 9 Monaten.

Hallo,

Trainieren Sie Situationen, in denen Ihr HUnd üblicher 
Weise so stark zieht wie folgt:
Konzentrieren Sie ihn - solange er noch entspannt ist- über Spielzeug oder Lecker auf sich,
 anfangs auf eine SO große Entfernung, dass Ihr Hund noch kein Interesse an anderen Rüden zeigt.

So lernt er, andere Rüden (erstmal auf Abstand) mit etwas
 angenehmen (LEcker,Spielzeug) zu verknüpfen, anstatt gleich zu reagieren -und ist gleichzeitig abgelenkt.
Wichtig dabei ist anfangs eine grosse Entfernung, so dass
er ruhig bleibt.

In vielen kleinen Schritten über viele Wochen geübt, kann die
 Entfernung langsam verkleinert werden,denn es kommt zu einer Umkonditionierung 
im Kopf-was ihn bisher erregt hat-verschafft ihm jetzt in Ihrer
Gegenwart Entspannungund ein angenehmes Gefühl anstatt Aktion.
Diese "Umerziehung" Klappt eigentlich immer-mit
 viel Ruhe undGeduld.
Hat er sich schon "Hochgefahren", hilft nur weggehen, umdrehen, Ruhe bewähren,
Verhalten ignorieren -und neu trainieren s.o.
Alternativ können Sie ihn in mir Ihrem Körper blockieren (vor ihn stellen)scharf NEIN sagen, Entfernung aufbauen und warten bis er sich entspannt- dann Lob und weiter.
In vielen Fällen ist ein sog, HALTI (eine Art Kopfhalfter für Hunde) für eine gewisse Übergangszeit sehr hilfreich, damit Sie sich leichter durchzusetzen können- gerade bei einem so großen Hund.
Oft hilft es sehr, wenn er sich seine Tagesration Trockenfutter für diese Übungen auf dem Spaziergang erarbeiten muss.
Hunger ist ein guter Lehrmeister und es stärkt Ihre Chefposition.
Strafen wären kontraproduktiv, führen aber oft zu falschen Verknüpfungen und machen dann die Aggression noch schlimmer.
Eine Kastration in seinem Alter würde dies Problem eher nicht mehr beeinflussen, er würde allerdings insgesamt entspannter und ruhiger.

Es würde aber evtl. Sinn machen, ihm einen Kastrationschip setzen zu lassen, dieser wirkt ca 6 Monaten- danach ist er wieder "der Alte"- so könnten Sie testen, ob auch Hormone bei seinem Verhalten einen Einfluss haben.
Viel Erfolg!
Dr.M.Wörner-Lange
Tierärztin und Verhaltenstherapie

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Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 9 Monaten.
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