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Tierarzt-online
Tierarzt-online, Tierärztin
Kategorie: Hunde
Zufriedene Kunden: 2911
Erfahrung:  Tierärztin
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Hallo, mein Hund - ein Australien-Silky-Terrier, wurde vor

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Hund - ein Australien-Silky-Terrier, wurde vor ca. 1 Wo. von einer Zecke gebissen, eine Freundin hat die Zecke entfernt. Sie saß genau über der Wirbelsäule am Übergang von HWS zu BWS. Seit vorher zittert der Hund nun wenn er steht und läuft. Er ist 13 J. alt. Kann die Zecke eine Krankheit übertragen haben und wenn ja, welche?

lGuten Tag,

ja, Zecken können einige Erkrankungen übertragen. Dazu zählen hier in Deutschland v.a.
die Borreliose, FSME, aber auch Anaplasmose und Babesiose kommen in letzter Zeit immer häufiger auch in Deutschland vor.
Die ersten Symptome sind bei den meisten Erkrankungen hohes Fieber (über 40 Grad)

Sollten Sie die Zecke allerdings innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie sich festgebissen hat, entfernt haben, ist das Risiko einer Infektion sehr gering, da sie diese Zeit braucht, um die erreger zu übertragen.

Bitte messen Sie zuerst einmal Temperatur. Bitte messen Sie rektal mit etwas Creme an der Thermometerspitze. Die Normaltemperatur beim Hund liegt zwischen 38,0 und 39,0 Grad. Sollte Ihr Hund deutlich mehr als 39,5 Grad haben, dann hat er Fieber.

Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung ist bei den von Zecken übertragenen Erkrankungen deutlich länger als 1 Woche. Bei der Borreliose, welche z. Zt. in Deutschland am häufigsten vorkommt meist mindestens 2 Monate bis hin zu 6 Monaten.
Ein Blutnachweis von Antikörpern ist frühestens 2 Wochen nach Beginn einer Infektion möglich.

Weitere Informationen zu von Zecken übertragenen Krankheiten finden Sie unter:
https://www.dogs-magazin.de/pdf/Zusatzinfos_Zecken.pdf

Wenn Hunde Zittern kann dies unterschiedliche Ursachen haben:
-- Unwohlsein, Vor Erbrechen oder Durchfall
-- Schmerzen
-- psychische Probleme, z. B. Angst, bevor ein Gewitter kommt

Hat Ihr Hund normal gefressen und getrunken heute? Normal Kot abgesetzt?

Sie können Folgendes tun zuhause:
Geben Sie Ihrem Hund Bachblüten Rescue Tropfen, 4 x 4 Tropfen tgl, damit er sich entspannen kann. Dazu geben Sie ihm Nux vomica D6, 3 x 5 Globuli tgl.
Heute sollten Sie ihn wenig belasten, nur das notwendigste Gassi gehen.
Als Futter sollten Sie ihm Schonkost geben, abgekochtes HZuhn oder Pute mit Reis und Hüttenkäse.

Sollte zusätzlich eine Lahmheit auftreten oder sollte der Hund Probleme beim Laufen oder Springen haben, geben Sie ihm Traumeel-Tabl. 3 x 1 Tabl. tgl. und auch Arnica D6, 3 x 5 Globuli tgl. Dann kann die Ursache auch im Bereich des Bewegungsapparates, Wirbelsäule oder Muskulatur liegen.

Auch Organstörungen, z. B. Nieren, Bauichspeicheldrüse oder auch Leber können Schmerzen verursachen. Hier bringt nur eine Blutuntersuchung beim Tierarzt Aufklärung.

Wenn das Zittern nicht aufhört, der Hund anfangen sollte, stark zu Erbrechen oder Durchfall zu bekommen, besonders, wenn Blut dabei ist, oder auch, wenn starles Lahmen auftritt, sollten Sie heute noch mit ihm zum Tierarzt, Notdienst gehen. Adressen finden Sie unter: www.vetfinder.mobi
Auch wenn Ihr Hund Fieber hat, ist dies ratsam.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen. Haben Sie noch weitere Fragen?

Ich antworte Ihnen gerne direkt noch einmal. Bitte stellen Sie weitere Fragen, ohne das Anklicken eines Smileys, damit ich in der Antwortbox antworten kann.

Sie haben keine Frage mehr? Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort durch das Klicken auf ein positives Smiley zu bewerten, denn nur dann kann meine Arbeit von JA bezahlt werden.

Vielen Dank ***** *****!

Mit freundlichen Grüßen

B. Hillenbrand

Tierärztin





















Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Frau Hillenbrand, vielen Dank für die Antwort. Ihr Antwort hat mich in gewisser Weise beruhigt. Wir haben die Zecke sofort entfernt, als ich sie bemerkt habe, evtl. schon innerhalb eines Tages, ganz genau kann ich es nicht sagen. Aber ihrer Schilderung nach dürfte Timmi noch keine Anzeichen einer Infektion aufweisen. Er zeigt keine Anzeichen von Schmerzen, läuft herum, ist aufmerksam, frisst, trinkt, stöbert, Nase ist feucht und kalt, kein Erbrechen, kein Durchfall, er jammert auch nicht wie sonst, wenn er sich mal irgendwie wehgetan hat. Er hatte auch nicht am ganzen Körper gezittert (ich kenne das von der Nachbarhündin, die neulich einen Magen-Darm-Infekt hatte), sondern nur am Hinterteil und den Hinterbeinen. Timmi ist allgemein ruhiger als sonst, bewegt sich anders als sonst, irgendwie langsamer, läuft auch die Treppe anders hoch als sonst, richtet sich auch immer noch an meinem Bein auf, springt zwar immer noch auf meinen Stuhl oder das Bett, aber recht vorsichtig wieder herunter, er wirkt irgendwie "kreuzlahm", als würde ihm die Kraft in den Hinterbeinen "fehlen", er entlastet auch das li. Hinterbein beim Stehen, humpelt aber nicht. Er ist Freitagvormittag ein paar hundert Meter am Stück nach Hause gerannt, vielleicht hat er sich da für sein Alter "übernommen". Die Rescue-Tr. werde ich auf jeden Fall holen. Soll ich das Traumeel versuchsweise geben?

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Naiemi

Danke für Ihre Antwort,

das Verhalten spricht dafür, dass ihm im Rückenbereich etwas weh tut. Es kann ein Muskelkater sein, aber in dem Alter auch ein gewisser Verschleiss. z. B. eine leichte Arthrose, oder auch ein Problem von der Bandscheibe her. Auch kann es sein, dass er sich etwas versprungen hat, als er nach Hause gerannt ist.

Bitte schauen Sie sich einmal die Ballen der Pfoten an. Es kann vorkommen, dass sich Hunde, wenn sie zuviel gerannt sind, die Ballen wundgelaufen haben.

Sie sollten ihm auf alle Fälle Traumeel geben für ca 1 Woche. Dazu geben Sie ihm Arnica D4, 3 x 5 Globuli tgl.
Dazu bitte Timmi schonen, d. h. nicht springen oder toben lassen, keine Treppen laufen und nicht zuviel spazieren gehen, auch wenn er es gerne möchte. Außerdem verhindern, dass er zu nass wird, ggf abtrocknen.

Auch Rescue Tropfen helfen ihm.
Oft mögen Hunde mit solchen Problemen ein Wärmkissen. Bieten Sie es ihm an, aber nur warm, nicht heiß

Sollte er sich aber nicht in 2-3 Tagen wieder normal verhalten, gehen Sie bitte mit ihm zu Ihrem Tierarzt zur Untersuchung. Dann müssen ggf Blutuntersuchungen und auch eine Röntgenaufnahme von Hinterbeinen und Wirbelsäule gemacht werden, um die Ursache zu finden.

B. Hillenbrand
Tierärztin











Tierarzt-online und weitere Experten für Hunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Hillenbrand,

ich danke ***** ***** ganzem Herzen für Ihren Rat. Sie haben mir sehr geholfen und ich werde auch gleich auf den größten Smiley klicken, den es gibt. Ein "Wärmekissen" habe ich für meinen heißgeliebten Vierbeiner, er liegt unheimlich gern vor dem Infrarotheizstrahler. Ich wusste lange nicht, was für eine Rasse Timmi ist (er ist per Ausweis reinrassiger Yorkshire) aber ungefähr so groß wie eine große Katze (also kein Handtaschenspielzeug) und wiegt ca. 5 kg, also alles nicht yorkshirelike und er ist ein unglaubliches Schlitzohr mit so einigen Macken. Er hat mich "gebraucht adoptiert", d. h. irgendwann ging er nicht mehr bei mir weg und wenn einem so viel Liebe geschenkt wird, dass ein Hund nicht mehr in sein ursprüngliches Zuhause zurückgeht, was soll man anderes machen als zurückzulieben. Inzwischen sind wir seit einigen Jahren Weggefährten und mit 13 ist er ja nun eigentlich schon ein alter Herr (merkt man ihm meistens echt nicht an) und nach Recherchen im Internet habe ich zu meiner größten Freude herausgefunden: 1. was für eine Rasse er ist und 2. dass er bis zu 20 J. alt werden kann. Und ich hoffe natürlich, dass er diese 20 J. auch ausnützt, genießen kann und ich mit ihm. Mir graut vor dem Tag, wenn ich dieses "tick-tick-tick" der kleinen Pfoten als mein Schatten nicht mehr hören werde.

Ihnen nocheinmal vielen Dank für Ihren Rat und eine gute Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Naiemi

Hallo Frau Naiemi,

dann drücke ich Ihrem Timmi die Daumen, dass es ihm schnell wieder besser geht und Sie beide noch lange Zeit Freude aneinander haben.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hillenbrand
Tierärztin