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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 691
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Guten Tag. Ich hatte einen Verkehrsunfall mit einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.
Ich hatte einen Verkehrsunfall mit einem Rollerfahrer.
Hierzu habe ich jetzt einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung in Höhe von 1500 Euro erhalten.
Die Berechnung erfolgte auf § 40 Abs. 3 StGB ( Einkommen geschätzt)
Lohnt es sich dazu einen Einspruch einzulegen? ( wenigsten gegen die Höhe der Strafe - da ich nur Teilzeit arbeite und 1700 nett verdiene)
Wurde hier auch die Schuldfrage berücksichtigt?
Ich habe keine Aussage zu dem Unfall gemacht.
Können Sie mir sagen wie ich weiter verfahren soll
Danke
Mfg
Magdalena Machulec

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Wie hoch wurden die Tagessätze festgesetzt?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
25 Tagessätze zu 60 Euro
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Macht es Sinn gegen die Anzeige Einspruch einzu legen? Oder bleibt der Strafbefehl bestehen? Oder soll ich Einspruch nur wegen der Höhe einlegen? Ist mit einer Zahlung alles abgeschlossen? Ist das ein Schuldeingeständnis? kommt da noch eine Anzeige Seitens des Opfers auf mich zu?
Wenn ich Einspruch einlege - steht im Schreiben- kommt es zur einer Verhandlung und die Gerichtskosten soll ich tragen

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich sehe auf Grundlage Ihrer Angaben keine hohen Erfolgsaussichten für einen Einspruch, wenn der Schuldvorwurf stimmt. Wenn Sie vorsätzlich oder fahrlässig den Unfall verursacht haben, so handelt es sich um eine Straftat, die entsprechend geahndet wird.

Die Tagessatzhöhe entspricht ca. 1/30 Ihres Nettoeinkommens pro Monat und ist damit richtig berechnet. Die Anzahl der Tagessätze richtet sich nach der Schwere der Schuld. 25 Tagessätze sind als eine relativ moderate Strafe anzusehen.

Insofern würde ich Ihnen nicht zum Einspruch raten sondern eher dazu, den Strafbefehl zu akzeptieren und die Geldstrafe zu zahlen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Aber woher weiß ich das es vorsätzlich oder fahrlässig war?
Der Rollerfahrer war definitiv zu schnell in der 30 Zone
Nur weil ich im Auto saß?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Danach hatten Sie nicht gefragt, sodass ich auf diese Gesichtspunkte nicht eingegangen bin.

Vorsatz ist Absicht. Fahrlässigkeit ist die Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt.

Welcher Vorwurf Ihnen gemacht wird, lässt sich dem Strafbefehl entnehmen.

Wenn Sie den Unfall nicht schuldhaft herbeigeführt haben, so sollten Sie gegen den Strafbefehl in jedem Falle Einspruch einlegen. Dabei sollten Sie begründen, warum Sie kein Verschuldensvorwurf trifft. Eine Straftat liegt natürlich nur vor, wenn Sie schuldhaft gehandelt haben. Kann Ihnen ein schuldhaftes Verhalten nicht nachgewiesen werden, muss das Gericht Sie freisprechen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ja entschuldigen Sie .
Im Strafbefehl steht : Infolge Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt übersahen Sie den vorfahrtsberechtigten Herr X beim Einfahren auf die Fahrbahn.
Ich bin die Ausfahrt aus der TG hoch gefahren und stand zwischen geparkten Autos. Um auf die Fahrbahn zu gelangen muss ich ja ein wenig vorfahren ( habe auch verstanden das es meine Pflicht ist mich zu überzeugen ob die Fahrbahn frei ist) Herr X ist aber auch viel zu schnell gewesen und hätte eigentlich ( wenn er aufmerksam gewesen wäre meine Lichter sehen müssen). Die Frage ist wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit wenn ich vor Gericht gehe und sage ich bin nicht alleine Schuld das Teilschuld anerkannt wird? Oder bleibt die Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung so oder so bestehen?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Hätten Sie bei sorgfältigerer Fahrweise den Unfall vermeiden können?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Als ich hoch fuhr stand ich da u habe den Blinker gesetzt u bin aufgrund eines Caddys
der die Sicht versperrt hat, ein Stück vor um überhaupt in die Straße einsehen zu können. Polizei meinte ich hätte mich schon vorab durch die parkenden Autos einsehen können ob sich jemand auf der Straße befindet. Ich stand da u habe überlegt ob ich rechts oder links fahre u meine Lichtkegel hat man gesehen. Klar kann der Rollerfahrer gedacht haben ich sehr ihm u stehe deswegen da. Ich habe aber leider durch den Caddy mit dunklen Scheiben nichts gesehen u bin vorsichtig eben den halben Meter vor und da krachte es schon.

Wenn Sie den Unfall nicht hätten vermeiden können, so kann Ihnen kein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden. In diesem Fall sollten Sie gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen. Wenn die Sicht versperrt gewesen ist, kann man zwar argumentieren, dass Sie sich hätten entsprechend vergewissern müssen. Wenn Ihnen dies möglich gewesen wäre, so haben Sie fahrlässig gehandelt. Wenn es Ihnen jedoch partout nicht möglich war, die Straße einzusehen, so haben Sie schuldlos gehandelt und sollten sich dementsprechend gegen den Strafbefehl wehren.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Guten Morgen,
ich habe doch noch ein paar Fragen.
Wenn ich bezahle muss ich mit noch mehr Kosten rechnen?
Kann das Opfer noch mehr verlangen bzw mich wegen weiterer Entschädigung heran ziehen? Oder sein Arbeitgeber?
Wie lange sind die Fristen um eine Anzeige nach einem Unfall zu stellen?
Spielt es eine Rolle dass das Opfer zu schnell war? Oder ist das nur für die Versicherungen von Aussage?
Und zu allerletzt; wenn ich mich entscheide die Geldstrafe anzunehmen kann ich da einen Vergleich anbieten ?

Gern beantworte ich Ihre weitergehenden zivilrechtlichen Fragen nach Annahme des nachstehenden Angebotes.

Für die Beantwortung Ihrer bisherigen Anfrage bewerten Sie nun.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
196;ndert sich ab der Sache etwas wenn es ein Arbeitsunfall war?

Ich werde Sie erst nach Abgabe der Bewertung und Annahme des weiteren Angebots weiter beraten. Bis dahin werden keine weiteren Antworten erfolgen.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Im Angebot hieß es ich darf solange Fragen stellen bis ich zu frieden bin u das eine Woche lang

Ihre Anfrage gebe ich frei.

Sehr geehrter Kunde,

Ihre gestellten Fragen hat der Kollege Ayazi gut und umfassend beantwortet.

Bevor ich Ihre weiteren Fragen beantworte noch ein Hinweis zu dem Strafbefehl:

Unabhängig davon, ob Sie fahrlässig gehandelt haben oder nicht, würde ich Ihnen anraten, Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen, da der Verschuldensvorwurf, den man Ihnen vielleicht machen kann, meines Erachtens sehr gering ist und hier durchaus eine Einstellung des Verfahrens gem. § 153 StPO oder § 153a StPO unter Auflagen in Betracht kommt. Bei der Auflage würde es sich um eine Geldauflage handeln, welche aber sicherlich erheblich geringer ausfallen würde als die Geldstrafe von 1500,- €.

Der Einspruch müsste innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls eingelegt werden.

Ist in dem Strafbefehl eigentlich auch ein Fahrverbot angeordnet? Wenn ja, sollten Sie auf jeden Fall Einspruch einlegen.

Nun zu Ihren Fragen:

1. Wenn Sie keinen Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen, wird dieser rechtskräftig und Sie würden nach einer gewissen Zeit eine Zahlungsaufforderung von der Staatsanwaltschaft erhalten. Die Kosten für den Strafbefehl belaufen sich auf 70,-€, die noch hinzukämen zur Geldstrafe.

2. Das "Opfer" wie Sie den Unfallgegner nennen, hat in zivilrechtlicher Hinsicht Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche, für welche aber Ihre Kfz-HAftpflichtversicherung eintritt. Ich gehe davon aus, dass Sie dieser den Unfall schon gemeldet haben. Sollte das nicht der Fall sein, sollten Sie es bitte sofort nachholen.

3. Eine Verkehrsordnungswidrigkeit verjährt nach drei Monaten, doch ist eine Anzeige gegen den Rollerfahrer nicht erforderlich. Wenn er zu schnell war, trifft ihn ein Mitverschulden an dem Unfall, was in zivilrechtlicher Hinsicht berücksichtigt werden muss unabhängig davon, ob das zu schnelle Fahren als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird oder nicht.

4. Das zu schnelle Fahren spielt für einen Schadensersatz- oder Schmerzengsgeldanspruch durchaus eine Rolle. Wenn man dies mit 50% Mitverschulden bewerten würde und es ist am Roller ein Schaden von 1000,- € enstanden, könnten nur 500,- € gefordert werden. Darum allerdings kümmert sich Ihre Haftpflichtversicherung.

5. Man kann eine Geldstrafe nicht annehmen. Entweder man legt EInspruch gegen den Strafbefehl ein oder nicht. Wenn man es nicht tut, muss die Strafe bezahlt werden. Insowiet kann man aber mit der Staatsanwaltschaft eine Ratenzahlung vereinbaren, wenn man nicht in der Lage ist, den Betrag auf einmal zu zahlen.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit beantwortet zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Guten Morgen
erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich werde Sie natürlich bewerten.
Ich habe aber doch noch Fragen.
Wie sieht es mit einem Vergleich aus? Muss ich dafür auch Einspruch einlegen?
Und bitte eine ehrliche Einschätzung:
Ich habe keine Rechtschutzversicherung, sollte ich Einspruch einlegen und es kommt zur Verhandlung und es wir auf 50 50 entschieden. Sind die Kosten, die auf mich zukommen nicht gleich zu setzen mit der jetzigen Geldstrafe? (Lohnt sich der Aufwand)
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Wenn ich aber die Strafe bezahle, gestehe ich damit meine Schuld ein?

Guten Morgen,

In einem Strafverfahren bzw. bei einem Strafbefehl kann man keinen Vergleich schließen!

Es gibt bei einem Strafbefehl nur zwei Möglichkeiten:

Entweder man legt keinen Einspruch gegen den Strafbefehl ein; dann muss man die Geldstrafe nebst Kosten zahlen und es steht rechtskräftig fest, dass eine fahrlässige Körperverletzung vorliegt. Oder man legt Einspruch ein und es kommt dann zu einer Verhandlung bei Gericht. In dieser Verhandlung kann man dann entweder versuchen, freigesprochen zu werden oder man "unterhält" sich mit dem Gericht über die Frage einer Einstellung des Verfahrens....dies u.U. gegen Zahlung einer Geldbuße. Über die Einstellung und die Höhe der Geldbuße kann man dann verhandeln und wenn Sie so wollen, sich mit dem Gericht einigen/vergleichen.

Wenn Einspruch eingelegt wird und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, entstehen natürlich weitere Gerichtskosten, doch wenn es zu einer Einstellung des Verfahrens kommt, müssen Sie diese Kosten nicht tragen, sondern der Staat.

EIn Einspruch ist also letztlich die Chance, freigesprochen zu werden oder aber wenigstens erheblich "billiger" aus der Sache raus zu kommen und so wie Sie den Ablauf des Unfall geschildert haben, ist - wie gesagt - der Verschuldensvorwurf als sehr gering einzuschätzen, so dass meines Erachtens die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird, sehr hoch. Eine Garantie dafür kann Ihnen natürlich niemand geben.

rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 691
Erfahrung: Fachanwalt für Arbeitsrecht
rafozouni und 2 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Was glauben Sie was mich das kostet.
Anwalt
Strafe
und evtl bei nicht Einstellung ( bleiben die 1500 bestehen + Gerichtskosten)

Wenn Sie einen Anwalt beauftragen mit der Einlegung des Einspruchs + Hauptverhandlung fallen Gebühren i.H.v. ca. 800,- € an.

Wirtschaftlich betrachtet macht es also nur Sinn, einen Anwalt zu beauftragen, wenn man sicher sein könnte, dass Sie freigesprochen werden oder das Verfahren eingestellt wird.

Meines Erachtens brauchen Sie aber keinen Anwalt. Für den Einspruch reicht es aus, wenn unter Angabe des Aktenzeichens an das Gericht schreiben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich erhebe Einspruch gegen den Strafbefehl vom.....

Mit freundlichen Grüßen"

Das reicht für den Einspruch aus; Sie können darin aber auch schon genauer mitteilen, wie sich der Unfall aus Ihrer Sicht eriegnet hat; dass Sie sich also langsam in die Straße getastet haben, da man dies nicht einsehen konnte und der Rollerfahrer mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr.

Möglicherweise reicht das schon aus, dass das Gericht das Verfahren nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auch ohne mündliche Verhandlung einstellt.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sie sind toll, vielen lieben Dank
dann werde ich das erstmal so tun und dann seh ich weiter
und einen schönen Tag

Sehr gern! Alles Gute!