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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 11297
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Sachverhalt: Ich habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sachverhalt: Ich habe Pfingstsonntag 23.05.21 betrunken (zw. 22 und 0 Uhr genau weiß ich es nicht mehr, Blutalkoholwert nicht bekannt) eine mir jetzt unbegreiflich(!) dumme(!) Handlung getan; im Dunklen vom Balkon 3. OG zwei kleine Steine ("Steinchen") auf ein mit laufendem Motor parkendes Auto mit drei Insassen geworfen. Die Polizei wurde gerufen (Meldung eines der Insassen "Wir werden mit Steinen beworfen."). Nach Eintreffen der Polizei konnte ich sehen, dass wohl einer der Steine gefunden und in eine kleine Tüte gepackt wurde (könnte DNA von Hautschuppen bzw. Fingerabdrücke drauf sein), ich hörte Wortfetzen eines Polizisten ("...sowas verliert man nicht einfach..."). Es wurden umfangreiche Formulare sehr lange ausgefüllt. Zwischenzeitlich ging eine Polistin in das mir gegenüberliegende Haus und kam recht zeitnah wieder zurück. Ein weiterer Polizist stellte sich dann genau vor "unser Haus" und machte ein Foto von der Fassade mit den insg. 5 Balkonen und ich konnte die Wortfetzen hören "...kann nur von dort gekommen sein..." und danach ist er zum Hauseingang und hat das Klingelschild (Mehrfamilienhaus, 6 Stockwerke) fotografiert.. Weil die Polizistin im Haus gegenüber war, könnte mich jemand von dort beobachtet haben und Zeuge sein, zwar war alles dunkel gegenüber, ob trotzdem jemand hinter einem Fenster gestanden hat, kann ich weder bejahen allerdings auch nicht verneinen.
Frage: Es ist ja höchst wahrscheinlich, dass ich bei den Ermittlungen gegen Unbekannt als Täter ermittelt werde. Macht es Sinn, bereits jetzt sofort mit einem Fachanwalt die Tat zu gestehen, würde das "besonders strafmildernd" auswirken, sich direkt selbst zu melden?!?
Persönlich: Ich bin deswg. nervlich völlig(!!!) am Ende, 24/7 kreisen nur noch die Gedanken darum, insbesondere wg. dem zu erwartenden Strafmaß, weil ich seit 30 Jahren Beamter bin. Am Ende kann hier noch (schwere?) Sachbeschädigung in Tateinheit mit versuchter Körperveltzung konstruiert werden.
Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

wissen Sie denn was genau passiert ist ? Und wie groß waren denn die kleinen Steinchen (Fingernagel, Faust ?))

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass, ich habe ehrlich zu sein, ich wollte das Auto treffen, es ist mir fürchterlich peinlich. Die Steine waren fingernagelgroß, kleine Ziersteinchen. MfG
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen Dank für das Angebot eines Telefonats, mir ist bewusst wie komplex diese Sachverhalte sind, können Sie mir eine erste Einschätzung zunächst ohne Anfruf geben?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und für den Nachtrag.

Das Geschehene ist natürlich nicht gut, aber auch kein Grund zu einer übetriebenen Sorge. Zwar können auch so kleine Steine jemanden verletzten und sachen beschädigen, aber zum Glück nicht großartig.

Gehen wir davon aus, es käme zu einer Verurteilung, dann sicher nur zu einer Geldstrafe. Soweit wird es aber aus meiner Sicht nicht kommen, denn erfahrungsgemäß wird eine umfangreiche Ermittlung bei solchen "kleinen Delikten" nicht angestellt. Aus meiner Sicht sollten Sie daher auch nichts überstürzen und abwarten, was kommt. Einen Anwalt einschalten und ein Geständnis abgeben können Sie dann immer noch.

Gern stehe ich Ihnen für eventuelle Rückfragen zur Verfügung. Wenn keine Fragen mehr bestehen, sind Sie bitte so freundlich und geben eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen lieben Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Sehr geehrge Frau Grass, vielen Dank für Ihre Einschätzung! Aus dem Kontext heraus gehe ich eher davon aus, dass ich (objektiv zu recht) ermittelt werde. Meinem/r Anwalt/-in ggü. soll und darf ich doch dann ganz ehrlich sein, damit bei späteren Vernehmung auf Basis der Akteneinsicht (was wissen die genau, Zeugen, Vorwurf etc.) die richtige Strategie verfolgt wird, oder sollte ich mich da auch zurückhalten, weil es ja Vorsatz war? Wie kann man den dann eigentlich entkräften? MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

ob man Sie ermittelt bzw. Sie als Täter "überführen" kann halte ich noch für fraglich.

Dem Anwalt gegenüber sollten Sie natürlich wahrheitsgemäße Angaben machen. Wenn man Sie als Täter ermittelt macht es sicher auch Sinn, die tat einzuräumen und anzugeben, dass Sie (viel) getrunken hatten. Aber dies muss man dann situationsbedingt entscheiden.

Vorwurf entkräften bzgl. des Steine Werfens wird man nicht können, allerdings kann man natürlich angeben, dass Sie sich vergewissert hatten, dass keine Personen im "Wurfbereich" sich aufhalten und Sie auch nicht auf Gegenständen geworfen haben, weil Sie weder etwas beschädigen, noch jemanden verletzten wollten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen Dank! Entschuldigen Sie bitte, nur noch eine Frage sehr geehrte Frau Grass:
Falls es Zeugen geben hat (dass die Polizistin dem gegenüberliegenden Haus war zu so später Zeit ist merkwürdig?!), dann ist das vermutlich ja in Bezug auf "mich überführen" ganz anders zu bewerten und eigentlich sicher?
Auf jeden Fall konnten Sie mir helfen, einen (kleinen) Teil meiner wirklich großen Sorgen zu nehmen bzw. mich etwas zu beruhigen, vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

der Zeuge muss aber auch gesehen haben, wie Sie warfen ? Hat er das ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass, also ich habe nicht ganz offensichtlich mitten auf dem Balkon gestanden, sondern beim erstem Stein in der Balkontür gestanden und beim zweiten Stein halb hockend (mein Gott ist mir das peinlich!!!). Ob es tatsächlich von gegenüber aus dem Mehrfamlienhaus jemand gesehen/beobachtet hat, kann ich nicht 100% sagen, es beruht auf meiner Vermutung, da die Polizistin nur in dem Haus war und daraufhin der Kollege sagte "...kann nur von da gekommen sein..." und dann nur die Fassade mit unserer Balkonreihe fotografierte, nicht großformatiger mit den links und rechts liegenden Balkonen (dazwischen ist schon etwas Abstand). MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

ich würde jetzt ersteinmal abwarten. Wenn doch jemand auf Sie als Beschuldigter zukommt beauftragen Sie einen RA.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

ragrass und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Besten Dank für Ihre Einschätzung sehr geehrte Frau Grass, ich habe dann keine weiteren Fragen, ich folge natürlich Ihrem Rat abzuwarten! Ich bewerte Sie natürlich sehr gerne mit 5*. Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

nichts zu danken, sehr gerne!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass