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RA Moesch
RA Moesch, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 468
Erfahrung:  Bank und Kapitalmarktrecht
81056964
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RA Moesch ist jetzt online.

Guten Tag, Mein Name ist Marco ich bin 24 Jahr alt ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Mein Name ist Marco ich bin 24 Jahr alt
ich benötige eine Einschätzung zu einer Strafrechtlichen Angelegenheit.
Gegen mich laufen momentan zwei Ermittlungsverfahren bei der Polizei wegen Warenbetrugs bei Ebay Kleinanzeigen.
Von der ersten Anzeige hatte ich vor zwei Wochen eine Vorladung erhalten, die zweite Anzeige ist erst vor einer Woche dazugekommen, hierzu habe ich noch keine Post erhalten.Ich habe am 22.02.2020 ein iPhone für 30 € verkauft, welches ich nicht versenden konnte da ich das Gerät nicht besessen habe, meine Absicht war es nicht den Käufer zu Betrügen, ich wollte dem Käufer das Geld auf jeden fall zurückbezahlen, ich habe aus Geldnot den Betrag vorübergehend benötigt. Mittlerweile habe ich den Betrag zurückbezahlt.Am 03.09.2020 habe ich einen Internet DSL Router für 40 € angeboten, welches ich aus besessen habe und losschicken wollte, leider habe ich erst nach dem Kauf bemerkt, das sich das Gerät noch im Eigentum des Providers befindet, und ich somit den Router nicht verschicken kann, dies habe ich dem Käufer nicht mitgeteilt, da ich angst vor einer Schadenersatzklage hatte.
Ich habe dem Käufer mitgeteilt den Router versendet zu haben, da dieser Natürlich nicht ankam, wollte der Käufer das Geld zurückerhalten. Auch diesem Käufer habe ich das Geld erstattet.Leider bin ich schon mehrmals wegen solcher Geschichten verurteilt worden:2017 Erhielt ich eine Verwarnung und Sozialstunden und eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen, da eine Verteilung nach dem Erwachsenenstrafrecht stattgefunden hat.2018 erhielt ich wegen Betruges in Höhe von 30 € eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen
2019 erhielt ich wegen Betruges in Höhe von 30 € eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen
die letzte Verurteilung wegen Betruges in Höhe von 15 € habe ich am 31.01.2020 erhalten hierbei wurde ich zu 30 Tagessätzen verurteiltDen Betrug aus dem Jahr 2017 habe ich tatsächlich begangen, um mir das Geld sozusagen auszuleihen, ich hatte nie vor die Käufer zu betrügen, ich wollte bei jeder Tat den Käufern das Geld erstatten, dies hat sich teilweise auf Grund meiner Psychischen Belastung oder Geldmangel verzögert, aus diesem Grund haben mich die Käufer natürlich angezeigt.Seit 2017 kam es zu keiner Gerichtsverhandlung mehr, sondern nur zu Strafbefehlen, welche ich aus Angst angekommen habe.
Die Wahrheit habe ich nie dargelegt, aus Angst man würde mir nicht glauben.Ich bin momentan auf dem Weg mein Leben wieder auf dem richtigen wegzubringen, ich nehme an einer psychosozialen Beratung teil, darüber hinaus werde ich auch eine Psychotherapie beginnen, außerdem werde ich aufgrund meiner Finanziellen Problematik eine Schuldnerberatung aufsuchen.
Momentan bin ich auf Jobsuche, nächstes Jahr möchte ich eine Ausbildung beginnen.Wie sollte ich mich verhalten, welche Strafe habe ich zu erwarten, sollte es zu einer Verurteilung

Sehr geehrter Fragesteller,

tatsächlich dürfte es nunmehr an der Zeit sein, einmal dem Gericht den Grund für Ihre Taten zu schildern und deutlich zu machen, dass es hier an der Betrugs-Absicht, nämlich der (nachhaltigen) Schädigung Ihre Kunden fehlt, da Sie das Geld stets zurückzahlen wollten.

Sollte Sie dies nicht klarstellen, kann es tatsächlich passieren, dass Sie nunmehr keine Geldstrafe mehr erhalten, sondern bereits eine kleine Freiheitsstrafe, die auf Bewährung ausgesetzt wird.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe für Rückfragen gern zur Verfügung. Bitte denken Sie an die Bewertung (3 bis 5 Sterne), damit ich vergütet werde.

Beste Grüße

Norbert Mösch
​Rechtsanwalt

RA Moesch und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.