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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 9364
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Am einem meldeten wir uns bei unseren Nachbarn am

Diese Antwort wurde bewertet:

Am einem im Mai meldeten wir uns bei unseren Nachbarn am Eingangstor, nachdem Sie uns per WhatsApp um ein Gespräch baten.Wir baten Sie einige Pflanzen zurückzuschneiden, die an der Grenze und darüber hinüber wuchsen. Wir erwähnten zwei Ahorn-Sprößlinge, und dass sie sich sehr über unsere Gartengrenze lehnten. Da sie auch sehr nah an einer goßen Fichte standen, fragten wir ob der Erhalt dieser Pflanzen wirklich sinnvoll sei, da wir eine Gefahr für den großen Baum sahen. Diese vielleicht 5m hohen Baum-Sprößlinge wuchsen wild und dicht nebeneinander. Jeder hatte auf 1,10m Höhe einen Umfang von ca. 30cm. Sie besaßen auch keine ausgeprägte Krone, sondern wuchsen recht spärlich und wenig verzweigt.Es entspann sich eine Diskussion über verschiedenste Ansichten den Waldcharakter der Grundstücke zu erhalten. Als wir nochmal auf die Ahörner zurück kamen, hat unser Nachbar uns ganz klar gesagt wir sollten sie dann eben abschneiden. Um sicher zu gehen haben wir nochmal nachgefragt, und er bestätigte dies nochmal mit :“Ja dann schneidet sie eben ab“. Wir haben dies als mündliche Genehmingung aufgefasst, und ich habe dann, ein paar Tage später, die Spitzen der Gewächse abgeschnitten, ca. 2m, den oberen Teil. Ich wollte sogar erst die gesamten Gewächse wegnehmen, um den Nachbarn Arbeit abzunehmen, und habe das nicht getan, da wir ich mir nicht ganz sicher war. Bei diesem Gespräch waren wir zu zweit, der Nachbar alleine, da seine Frau am Ende weggegangen war. Es gab leider keine weiteren Zeugen.Folgend habt uns der Nachbar bei der Polizei wegen Sachbeschädigung (der Kronen dieser Bäume) angezeigt.Dies hat eine Vorgeschichte.Wir kennen uns seit einigen Jahren, und hatten freundschaflichen Kontakt. Die Nachbarn hatten unsere Schlüssel und haben nach unserem Haus gesehen, waren wir nicht da.Eine Wochen vor diesem Vorfall erwähnten wir, dass wir daran dächten im hinteren Teil des Grundstücks einen Zaun als Sichtschutz zu errichten. Im Moment gibt es überall nur einen kniehohen Machendrahtzaun. Unerwartet reagierten Sie darauf sehr agressiv und wütend. In mehreren Gesprächen, in denen wir immer ruhig und freundlich blieben, setzten sie uns unter Druck und forderten Mitententscheidungsrecht ein.Daraufhin sprachen wir bei der Gemeinde vor, welche uns bestätigte, dass der Zaun unserer Verantwortung unterliegt, und wir ihn den Nachbarn nur ankündigen müssen, nicht jedoch ihre Einwilligung benötigen.Noch bevor wir die besagten Ahörner gekappt haben, drohten sie uns, als wir ihnen ebendies weitergaben, mit den Worten „Wir können auch anders“ und „Wir versuchen die Behörden zu vermeiden, aber wenn es nicht anders geht...“.Wir denken, die Nachbarn haben letztendlich erfahren, dass sie uns nicht stoppen können den Zaun zu bauen (der sich übrigens lediglich hinter ihrem Schuppen aber vor unsere Terrasse befindet). Nun nutzen sie diese Geschichte mit dem Beschnitt um uns weiterhin zu drohen.Wir denken es hilft vielleicht unsere Tat einzuordnen: Vor zwei Jahren standen zwei Nadelbäume ähnlicher Größe auf unserem Grundstück, aber vor der Nachbarn Küchenfenster. Sie baten uns diese beschneiden zu dürfen, was wir bejahten. Auch unsere Nachbarn beschäftigen keinen Baumpfleger, sondern schnitten diese Bäume einfach auf halber Höhe ab, so dass wir sie letztendlich ganz entfernt haben. Wir haben uns nie darüber beschwert, und empfanden nun darauffolgend die Zusage des Nachbarn an uns als ganz normal.Die Frage:a) Es kamen zwei Briefe von der Polizei, die Anzeige an meine Frau kam an einen falschen, meinen Nachnamen an, muss sie darauf reagieren? Sie hat die Bäume gar nicht abgesägt.b) Wir fühlen uns sehr im Recht (tragen die Folgen ja trotzdem als Familie), sind uns aber nicht sicher inwieweit die Zusage des Nachbarn zählt, wenn er das Gegenteil behauptet. Müssen wir nun diese beweisen?c) Ist die gesamte Geschichte für die Polzei überhaupt relevant, oder entscheidet der Staatsanwalt irgendwann nur danach ob es Zeugen für die Zustimmung betreffs der Bäume gab? Würden Sie gleich einen Anwalt empfehlen oder dies so der Polizei schildern und warten bis Strafbefehl evtl. eingeht?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich verstehe Ihre ausführlichen Informationen so, dass Siebeide - Sie und Ihre Frau - eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erhalten haben ? Darf ich hierzu fragen, wie lange denn das "Abschneiden" zurückliegt ?

Mitfreundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass, Dies geschah vor etwa einem Monat, Mitte Mai.

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben beide die Anzeige wegen Sachbeschädigung erhalten ?

Mitfreundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ja Frau Grass. Meine Frau ist allerdings gar nicht hier gemeldet, sondern in Großbritannien. Sie hat ebenfalls einen anderen Namen als auf dem Brief.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich bin sehr unsicher, ob ich nur widersprechen soll, und die mündliche Genehmigung des Nachbarn der Polizei schildern soll - oder ob ich gleich die gesamte Geschichte erzählen soll, samt aller Argumente die wir haben). Ich habe Angst, dass die Nachbarn dann auch noch zivilrechtlich klagen, und dass deren Anwalt dann mit Akteneinsicht all unsere Argumente nutzt um zu gewinnen. Andererseits möchte ich natürlich auch die Anzeige stoppen und keinen Strafbefehl erhalten.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und den Nachtrag.

Da es hier um eine Strafanzeige wegen, vermutlich Sachbeschädigung, und ggf.Hausfriedensbruch (falls Sie das Nachbargrundstückbetreten haben sollten) handelt und Sie und Ihre Frau Beschuldigte sind,
müssen Sie überhaupt nicht reagieren (auch nicht wegen des falschen Namens). Denn als Beschuldigter hat man das Recht zum Schweigen, ohne dass dies gewertet werden darf (§ 136 StPO).

Beweisen müssen Sie nichts ! Vielmehr muss Ihnen der Staat nachweisen, dass Sie eine Straftat begangen haben.

Ob die Geschichte für die Polzei relevant ist, ist hier nicht die Frage. Wenn ein Sachverhalt, mag er noch so banal zu sein, angezeigt wird, MUSS die Polizei die Ermittlungen aufnehmen. Letztlich entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob die Sache wegen geringem Unrecht oder wegen fehlendem Tatverdacht eingestellt wird. Dies ist hier sehr wahrscheinlich. Aus diesem Grund würde ich auch (noch) keinen Anwalt einschalten, sondern warten, bis wider erwarten doch ein Strafbefehl oder eine Anklage ergeht.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage und die Möglichkeiten gegeben zu haben und darf Sie, sofern keine Fragen mehr bestehen, bitten, die Antwort zu bewerten. vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Das war sehr hilfreich, vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** sehr freundlich !

Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine schöne Restwoche.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass