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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 17464
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Warum gilt „Du falsche Schlange“ nicht als Beleidigung?

Diese Antwort wurde bewertet:

Warum gilt „Du falsche Schlange“ nicht als Beleidigung?

Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hier kann schon das "Du" eine Beleidigung sein, wenn man einen Fremden unaufgefordert duzt.

"Falsche Schlange" ist eine Herabwürdigung einer Person, daher ehrverletzend und daher eine Beleidigung.

raschwerin und 2 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ich bin nun etwas irritiert. Ich würde vor kurzen wegen Nachstellung angezeigt. Diese Anzeige fußt auf einem Chatverlauf von 14 Tagen, entspricht aber, nachdem ich mit meinem Anwalt die Akte besprochen habe, absolut nicht dem Strafbestand einer Nachstellung. Sie hat immer wieder geantwortet und nicht einmal geschrieben, dass ich ihr nicht mehr schreiben solle.Mein Anwalt schrieb in seinem, wie er es nannte, „Dreizeiler“ u.a., dass in dem Verlauf keine Bedrohungen und auch keine Beleidigungen zu finden seien.An einer Stelle habe ich meine Ex als ‚falsche Schlange‘ betitelt, da ich mich von ihr ‚verarscht gefühlt habe.Da dies nun wohl doch eine Beleidigung ist, kann dies Konsequenzen für die Einstellung des Verfahrens haben? Mein Anwalt hat auf Grundlage des Chatverlaufs, der seiner Ansicht nach in keinster Weise den Straftatbestand der Nachstellung erfüllt, im Schreiben angeregt, das Verfahren gegen mich auflagenfrei einzustellen.

Ja, ist ja in diesem Zusammenhang auch richtig.

Es kommt darauf an, wie der gesamte Chatverlauf war.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Wie habe ich das zu verstehen?
Warum ist das in diesem Zusammenhang richtig?Ich habe meine Ex als falsche Schlange betitel, weil sie mit mir Schluss machte, da sie ihrer Aussage nach nicht die Gefühle für mich hatte, die ich für sie empfand. Ich sagte ihr vor der Trennung, dass ich sie liebte.Nach der Trennung erzählte sie aber Freunden, dass sie mich über alles geliebt hätte und ihr die Trennung daher sooo schwer fallen würde. Da habe ich mich dann dazu hinreißen lassen, sie als ‚falsche Schlange‘ zu betiteln.

Es kommt auf den Verlauf des Chats an.

Ihr Anwalt hat im Rahmen der Akteneinsicht alles gelesen und meint, es sei keine Beleidigung - dann wird das auch so richtig sein.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Würde es denn Einfluss auf die Einstellung des Verfahrens haben, wenn der Staatsanwalt dies
Doch als Beleidigung sieht? Es wurde mir ja seitens meiner Ex ,Nachstellung’ vorgeworfen. Dies trifft aber keinesfalls ausbaden oben genannten Gründen zu.

Und selbst wenn, dann ist es eine Beleidigung im Rahmen eines Nach-Beziehungsstreits.

Darauf haben die Staatsanwälte auch keine Lust und werden das sicher einstellen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Also würde diese eine Beleidigung nicht dazu führen, dass der Staatsanwalt mich wegen ‚Nachstellung’ vor Gericht zerrt und das Verfahren wegen Nachstellung würde dann auch unabhängig von dieser Beleidigung eh eingestellt werden, weil es den Straftatbestand, wie zum Beispiel schwerwiegende Beeinträchrigung oder Kontakt entgegen des Willens meiner Ex, sowieso in keinster Weise erfüllt?

Nachstellung ist ja etwas anderes als Beleidigung.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ich interpretiere Ijre Antwort mal wie folgt:„Ja, es würde unabhängig von der Beleidiging eingestellt, weil es hier um Nachstellung und nicht um Beleidigung geht.“Richtig? :-)Vielen lieben Dank für Ihre Expertise

Zum einen ist es eine Beleidigung und keine Nachstellung.

Und zum anderen gehe ich davon aus, dass die Staatsanwaltschaft dies auch als Beziehungsding ansieht und daher die Sache nicht weiter verfolgt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
In der Gesetz bei Nachstellung steht ja drin, dass man den Kontakt ‚unbefugt‘ herstellt.Heißt das, dass meine Ex mir auch hätte ganz klar sagen müssen, dass ich ihr nicht mehr schreiben soll?Wir haben hin und her geschrieben, da ich versucht habe, sie von einer neuen Chance zu überzeugen. Diese Wiederauflebung der Beziehung lehnte sie jedoch immer wieder ab.Sie sagte auch an den letzten beiden Tagen jeweils einmal, dass sie sich meine Voicemails später anhören werde.Muss auch nicht ohnehin der Tatbestand gegeben sein, dass meine Kontaktaufnahmen objektiv dazu geeignet gewesen sein müssen, ihre Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen?

Ja, sie hätte schon deutlich machen müssen, dass sie das nicht will.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Also reicht nicht, dass sie eine Wiederannährung der Bwziehung immer ablehnte, sie hätte klipp und klar sagen müssen, dass sie keinen Kontakt - also bei WhatsApp keine Komversation - mehr wünscht...habe ich das richtig verstanden?

Ja, genau.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Müsste nicht auch zur Tatbestandsverwirklichung sowieso alles m, was ich gemacht habe, objektiv dazu geeignet sein, ihre Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen?Und würde das Verfahren nicht ohnehin eingestellt werden, wenn diese schwerwiegende Bewinträchtigung nicht gegeben ist? Was sie definitiv nicht ist!

Müsste nicht auch zur Tatbestandsverwirklichung sowieso alles m, was ich gemacht habe, objektiv dazu geeignet sein, ihre Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen?

Ja.

Und würde das Verfahren nicht ohnehin eingestellt werden, wenn diese schwerwiegende Bewinträchtigung nicht gegeben ist? Was sie definitiv nicht ist!

Ja.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Also wenn dieses objektive Tatbestandsmerkmal der schwerwiegenden Beeinträchtigung nicht erfüllt ist, habe ich auch nichts zu befürchten?Also ist die objektive, schwerwiegende Beeinträchtigubg quasi das Fundament, ohne das der Straftatbestand als „nicht erfüllt“ gilt?Wie schaut es denn mit „subjektiven Tatbestabdsmerkmalen“ aus? Was habe ich darunter zu verstehen?Was wären diese bei Nachstellung?Oder gibt es diesen „subjektiven Tatbestand“ bei Nachstellung gar nicht, weil es laut Gesetz ja „objektiv“ geeignet sein muss?

Wir haben 2 Vorraussetzungen:

1. Nachstellen

2. Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen

Beides muss gegeben sein, damit eine strafbare Handlung vorliegt.

Das war der objektive Tatbestand.

Der subjektive Tatbestand ist bei Ihnen das Wissen und Wollen darum.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Heißt also, dass das Verfahren auch eingestellt wird, wenn man zwar nachstellt, diese Nachstellung aber nicht die Lebensgwstaltung schwerwiegend beeinträchtigt. Oder sehe ich das falsch?