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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Strafrecht
Zufriedene Kunden: 4377
Erfahrung:  Lanjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag,Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich wurde im Oktober 2016 gemäß §§ 184 b Abs 1 Nr. 2, 184 Abs. 3, 52, 53 StGB zu 70 Tagessätzen je 50,- Euro verurteilt;

Im einfachen Führungszeugnis taucht dieser Sachverhalt nicht auf. Ich habe es persönlich angefordert. Es gibt darüber hinaus einen Eintrag im MiStra nach Nr. 27 (Verbot der Beschäftigung, Beaufsichtigung, Anweisung und Ausbildung Jugendlicher). Nun habe ich eine neue Arbeitsstelle als Handelsvertreter und wurde gebeten, dafür eine Reisegewerbekarte zu beantragen. Für diese Karte benötige ich ein behördliches Führungszeugnis der Belegart 0.

Meine Frage ist: Taucht diese Verurteilung in dem Zeugnis auf, auch wenn die Verurteilung weniger als 90 Tagessätze betrug? Wenn sie auftaucht: Ist es ein juristischer Grund, mir als Handelsvertreter die Reisegewerbekarte zu verweigern?

Vielen Dank ***** ***** für die Hilfe!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Ihre Verurteilung nach § 184b StGB wäre im erweiterten Führungszeugnis enthalten. Das wird gefordert, wenn sie jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen.

Im behördlichen Führungszeugnis aber wird dieser Eintrag nicht auftauchen. Ihre Strafe liegt unterhalb von 90 Tagessätzen und Ihre angestrebte Tätigkeit als Handelsvertretet ist nicht jugendnah.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (Klick auf 3-5 Sterne) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag,vielen Dank für die zeitnahe Rückneldung!Können Sie mir noch schreiben, wo grundsätzlich der Unterschied (grade in meinem Fall) zwischen einem erweiterten und einem behördlichen Führungszeugnis steht? Ich finde dazu leider bei eigener Recherche nur widersprüchliche Angaben.Und wissen sie, ob und wann die Einträge im Führungszeugnis und im MiStra gelöscht werden?Gerne gebe ich eine positive Bewertung ab.LG

Es gibt

  • das private Führungszeugnis zur Vorlage beim Arbeitgeber,
  • das behördliche Führungszeugnis, das Behörden erhalten, um z.B. besondere berufliche Eignungen von Personen zu überprüfen (§ 30 Abs. 5, § 31 BZRG), [das trifft auf Sie zu],
  • und seit dem 1.5.2010 auch noch das erweiterte Führungszeugnis, das Behörden oder Privatpersonen erhalten zu Personen, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen (§ 30a, § 31 BZRG).

Die Unterschiede bezüglich des Inhalts dieser Führungszeugnisse ergeben sich aus § 32 des Bundeszentralregistergesetzes (BZRG). Dort ist geregelt, was in das jeweilige Führungszeugnis aufzunehmen ist.

In Absatz 5 wird § 184b StGB - Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften - erwähnt. Diese Verurteilung wäre demnach nur ind das erweiterte Führungszeugnis aufzunehmen. Für das behördliche Führungszeugnig gelten die Absätze 3 und 4. Und dort ist § 184b StGB nicht erwähnt.

Sie müssten also § 32 BZRG lesen, um es nachzuvollziehen.

Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Strafrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Super. Danke für die Informationen!

Sehr gerne. Ich freue mich, wenn ich helfen kann. Alles Gute!