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alva3172015, Fachanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1466
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht
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Wir haben jahrelang mit unserem Rudel Huskys (12 Vierbeiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben jahrelang mit unserem Rudel Huskys (12 Vierbeiner zurzeit) Husky-Wanderungen angeboten und somit auch keine Hundesteuer an die Gemeinde zahlen müssen.
Nun haben wir unser Geschäft von Husky-Wanderungen nach und nach komplett auf Hundefutterberatung + YouTube-Video-Dreh (Themen Hundefutter und Hundetraining) verlegt.
Dies hat die Gemeinde mitbekommen und möchte nun keine befreite Hundesteuer mehr genehmigen.
Wir nutzen die Hunde aber trotzdem für "Demonstrationen" in den YouTube-Videos, die uns unsere Kundschaft sozusagen sichern. Und damit nutzen wir die Tiere also weiterhin gewerblich.
Kann man hier irgendeinen Paragraphen nennen, der dies bestätigt?
Vielen Dank für die Auskunft!

Mein Name ist Hermes und ich bin Spezialist für Steuerrecht. Können Sie das Schreiben der Gemeinde zur Verfügung stellen oder gi bt es kein Schreiben?

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Doch, dies kann ich Ihnen gern zusenden (ginge aber erst am Montag wieder).
Es ist nur kurz erwähnt, dass wir den Husky-Wanderungsbetrieb ja eingestellt haben und nun mehr dazu verpflichtet sind, Hundesteuer zu zahlen.
Das ist so zusammengefasst der Inhalt des Schreibens.

Ja, machen Sie das bitte. Ich melde mich dann am Montag bei Ihnen mit einer Antwort.

Apropos, wo befindet sich Ihr Wohnsitz bzw. in welcher Gemeinde werden die Hunde gehalten?

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Anbei der Auszug des Gemeinde-Schreibens.

Sie nutzen die Hunde doch weiterhin ausschließlich zur Einnahmeerzielung, so dass die Befreiung greift. Dies würde mitteilen und in welcher Form, sie mit den Hunden Geld verdienen. Zudem würde ich auch mitteilen, dass Sie nunmehr aufgrund der abflauenden Pandemie auch wieder Wanderungen mit den Hunden künftig anbieten werden, so dass auch eine Ummeldung des Gewerbes nicht in Betracht kommt. Beantwortet dies Ihre Frage?

Mit den Wanderungen natürlich nur erwähnen, wenn dies den Tatsachen entspricht bzw, entsprechen sollte.

Sind Sie noch da?

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Danke für die schnelle Antwort! Die Wanderungen werden wir nicht mehr anbieten, auch nach der Pandemie nicht. Die Hunde sind jetzt quasi "indirekte" Einnahmeerzielung, die sie in den YouTube-Videos vorkommen und so Zuschauer anziehen. Und damit auch Aushängeschild der Futterberatung sind. Würde das ausreichen für die Gemeinde und kann man sich auf irgendeinen Paragraphen beziehen?

Apropos, es würde natürlich auch schon ausreichen, wenn Sie die Hunde indirekt durch den Dreh von Filmen, der Einnahmeerzielung dienen, da Sie ohne die Hunde kein Film drehen könnten.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Die Videos würden theoretisch auch ohne Hunde drehbar sein. (nur wäre dann der Glaubwürdigkeitsgrad geringer für die Zuschauer)

Na ja, ich hatte selbst einen Hund (Landseer). Dann schildern Sie doch, dass Sie die Hundefutterberatung auch ohne die Hunde nicht machen können, um zu sehen, wie sie das Futter vertragen oder ablehnen etc.

Ein Film ohne die Hunde würde sicherlich auch kein Bekanntheitsgrad erreichen, so dass die Hunde wohl unerlässlich sind. Sind ja auch 17!

Die Hundehaltung dient nach wie vor der Einnahmeerzielung und ausschließlich!

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
ok, werde ich so formulieren. Gibt es noch eine gesetzliche Grundlage, die ich in mein Schreiben einbauen kann? (aus der Erfahrung heraus kommt es immer gut an, wenn man mit Paragraphen hantiert)

Das Erzielen von Einnahmen setzt - ausgehend vom Wortverständnis - voraus, dass der Hund beruflich oder gewerblich genutzt wird, d.h. sein Halten zu beruflichen oder gewerblichen, namentlich erwerbswirtschaftlichen Zwecken. Dass dies hier der Fall ist, die Hundehaltung demnach der Einnahmeerzielung dient, ist zwischen den Beteiligten dem Grunde nach nicht streitig. Auch die Beklagte stellt die objektive Eignung der Hundehaltung zu erwerbswirtschaftlichen Zwecken im Rahmen der vom Kläger betriebenen Landwirtschaft nicht in Frage und auch nicht, dass das Halten des Hundes auch tatsächlich im Rahmen der Landwirtschaft des Klägers erfolgt. Streitig ist, ob das Halten des Hundes hier "ausschließlich" zu Erzielung von Einnahmen dient.

Die Frage nach der "Ausschließlichkeit" der Einnahmeerzielung erweist sich als vom Ansatz her vielschichtig. Birk geht davon aus, dass da, wo ein Wirtschaftsbetrieb nicht vorrangig auf die Hundehaltung angewiesen ist, im Zweifelsfall von einer Haltung zu persönlichen Zwecken ausgegangen werden könne. Dies gelte z.B. bei Hundehaltung in landwirtschaftlichen Betrieben oder Gaststätten, zur Bewachung eines Betriebs, selbst in Betrieben des Bewachungsgewerbes. Denn all diese Betriebe seien letztlich auch ohne Haltung eines Hundes vorstellbar.

Lediglich dann, wenn der Gewerbebetrieb (im weiteren Sinn) ohne die Haltung des Hundes nicht existent wäre (etwa die artistische Schaustellung mit Hunden, Hundezwinger und Hundehandlungen) fehle es am Tatbestand eines besonderen Aufwands, der über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausgehende Verwendung von Einkommen oder Vermögen kennzeichne.

VGH Baden-Württemberg; Urteil vom 16.12.2002; 2 S 2113/00

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Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Danke für das Raussuchen des Urteils! Einen schönen Tag und die Bewertung geht gleich raus!

Gerne geschehen.

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Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ok, geht klaro!