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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 35520
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang für Steuerrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine Frau und ich haben unserer Tochter und ihrem Ehemann

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frau und ich haben unserer Tochter und ihrem Ehemann im August 2019, 140 T Euro zur Verfügung gestellt, damit sie ein Einfamilienhaus mit Einlieger Wohnung bauen können.
Dafür wollen wir uns jetzt im Grundbuch ein Wohnrecht, für die Einliegerwohnung, auf Lebenszeit eintragen lassen.
Wie wird das erkaufte Wohnrecht, steuerlich für die Hausbesitzer (Tochter/Schwiegersohn) betrachtet?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Was haben Sie denn im August bezüglich der 140.000 EUR vereinbart? Schenkung? Wurde damals schon das Wohnungsrecht als Gegenleistung ausgemacht?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
danke für die schnelle Rückmeldung Herr Schiessl,
das Wohnrecht war besprochen aber nur mündlich vereinbart bis heute.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Wenn Sie die 140.000 EUR an Tochter und Schwiegersohn geschenkt haben, d***** *****delt es sich um eine sogenannte gemischte Schenkung.

Das bedeutet, der Schenkungsbetrag verringert sich dabei um die Gegenleistung, den Wert des Wohnungsrechts. Das bedeutet, nicht die das Wohnungsrecht welches Sie erhalten, sondern die Schenkung löst Schenkungssteuer aus.

Es kommt nun darauf an, an wen die Schenkung erfolgt ist. Ist die Schenkung an beide Kinder erfolgt, so wird Ihre Tochter keine Schenkungssteuer bezahlen müssen, das der Schenkungssteuerfreibetrag bei 400.000 EUR liegt. Anders ist es aber beim Schwiegersohn. Dieser hat einen Schenkungssteuerfreibetrag von 20.000 EUR. Seinen Anteil an der gemischten Schenkung (70.000 EUR minus Wert des Wohnungsrechts) wird er versteuern müssen, wenn die 20.000 EUR überschritten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Können wir den Wert des Wohnrechts auch mit 140 T beziffern, damit kein Schenkungsbetrag übrig bleibt?
Wir sind beide Baujahr 1953 also 67 Jahre alt . Wohnfläche beträgt 85 m2 - Mietspiegel liegt bei 8,50 €.

Sehr geehrter Ratsuchender,

de Jahresmiete liegt etwa bei 8700 EUR multipliziert mit einer Restlebenserwartung von etwa 17 Jahren können Sie in der Tat davon ausgehen, dass Schenkung und Wohnungsrecht einander aufheben und somit keine Schenkungssteuer zu zahlen ist.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Zu meiner Eingangsfrage zurück: ist das gekaufte Wohnrecht für die Eigentümer (meine Tochter und Ehemann) nun steuerfrei oder steuerpflichtig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Übertragung des Wohnungsrechts ist für die Eigentümer steuerfrei.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Klarstellen muss ich dass meine Aussage nur für eine gemischte Schenkung!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Mein Steuerberater meint, dass es sich bei einer Vorauszahlung (140 T) um ein entgeltlich zugewendetes dingliches Wohnrecht handelt und das durchaus steuerliche Konsequenzen für die Eigentümer haben kann.
Wie sehen Sie das?

Gerne antworte ich Ihnen weiter. Ich habe Ihnen hier eine Mitteilung über den Premiumservice zukommen lassen.

Vielen Dank ***** ***** freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl, ich habe jetzt nicht verstehen warum ich auf meine letzte Frage keine Antwort von Ihnen bekomme. Die letzte Frage bezieht sich noch einmal auf meine erste Frage, bei der es um die steuerliche Berücksichtigung geht.
Freundliche Grüße
Ronald Wenzel

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich antworte Ihnen bereits seit 16 30 Uhr. Bitte haben Sie Verständnis dafür dass ich dies leider nicht umsonst tun kann.

Vielen Dank ***** ***** freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
da die Antworten mit zeitlicher Verzögerung gekommen sind und ich nicht die ganze Zeit am Rechner sitze, nimmt so eine Unterhaltung auch Zeit in Anspruch, die Sie ja sicherlich nicht ausschließlich für mich verwendet haben. Ich bitte Sie nochmals auf meine letzte Frage zu antworten.
Freundliche Grüße

Gerne!

Über eine positive Bewertung meiner bisher gegebenen Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
leider ist unser Zeitlimit gestern aufgebraucht gewesen, ich aber mit meinen Fragen noch nicht am Ende war.
Meine Frage: Mein Steuerberater meint, dass es sich bei einer Vorauszahlung (140 T) um ein entgeltlich zugewendetes dingliches Wohnrecht handelt und das durchaus steuerliche Konsequenzen für die Eigentümer haben kann.
Wie sehen Sie das?
Freundliche Grüße
Ronald Wenzel

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Wie bereits angesprochen bin ich bei meiner Antwort von einer gemischten Schenkung ausgegangen. Wenn aber der Wert des Wohnungsrechts und der Zuwendung nahezu gleich sind, dann wird es hier an einem Schenkungsanteil fehlen. In diesem Falle wo Leistung und Gegenleistung gleich oder annähernd gleich sind, bleibt für eine Schenkung nun kein Raum mehr, so dass Ihr Steuerberater für diesen Fall durchaus recht hat: Es liegt in diesem Falle ein entgeltlicher Erwerb des Wohnungsrechts vor und nicht nur eine Schenkung.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Können wir das umgehen, in dem wir den Wohnwert neu berechnen z. B. auf 100T. € - dann würden noch 40 T als Schenkung da stehen. Wäre dann das gekaufte Wohnrecht von 100T für die Eigentümer steuerfrei?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Wohnwert kann grundsätzlich nur dadurch abgesenkt werden indem Sie die Jahreskaltmiete verringern. Dies können Sie zum Beispiel durch Reduzierung der Wohnungsgröße oder eine Vereinbarung dahingehend dass Sie trotz des Wohnungsrechts Zahlungen an die Eigentümer erbringen (die diese dann allerdings als Einkommen aus Vermietung und Verpachtung versteuern müssten).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Die Wohnungsgröße und Mietspiegel können noch so angepasst werden, dass die Jahreskaltmiete sich so verringert , dass wir bei ca. 100 T. € sind. Eine zusätzliche Vereinbarung muß dann nicht vereinbart werden. Bleiben dann die 100 T. € Für die Eigentümer steuerfrei?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn der Wert des Wohnungsrechts tatsächlich geringer ist d***** *****egt dem Grunde nach eine gemischte Schenkung seitens der Eltern vor. Diese ist wenn die Freibeträge nicht überschritten werden (400.000 EUR bei der Tochter und 20.000 EUR beim Schwiegersohn) grundsätzlich steuerfrei.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Danke ***** *****
Eine Frage noch: ist das Wohnrecht pfändbar, wenn z.B. einer von uns (Eltern) ins Pflegeheim muss und die Kosten von uns nicht gedeckt werden könne. Und meinen Kindern auch die finanziellen Mittel fehlen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Wohnungsrecht kann insoweit nicht verwertet werden. Denn das Wohnungsrecht ist eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit die durch das Sozialamt nicht verwertet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ich bedanke ***** ***** herzlich. Bis zum nächsten mal.

Gerne!