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alva3172015, Sonstiges
Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1129
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht
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Ich habe folgende Frage zur jetzt beschlossenen Senkung der

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe folgende Frage zur jetzt beschlossenen Senkung der Umsatzsteuer. Wir sind ein Ingenieur Dienstleister bzw. beratende Ingenieure und erbringen im Sinne der USt, sonstige Leistungen. Wie sehen Sie das Thema zur Abnahme der Leistung die wir erbringen zum 1.7 und dann auch wieder zum 1.1.21? Dann wollte ich noch wissen ob die deutsche Bahn, vorsteuerabzugsberechtigt ist? Vielen Dank ***** *****üße

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie wollen bestimmt wissen, welchen Steuerausweis Sie angeben müssen, richtig?

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Könnten Sie antworten?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Guten Abend
Ja genau
Mir geht es speziell um den Übergang von Abschlägen zur Schlussrechnung?
Grüße

Für die Entstehung der Umsatzsteuer und die zutreffende Anwendung des Steuersatzes kommt es darauf an, wann die Leistung ausgeführt worden ist. Es muss also festgestellt werden, wann die Leistung ausgeführt ist.

Sonstige Leistungen, insbes. auch Werkleistungen, sind gem. Abschn. 13.1 Abs. 3 UStAE grundsätzlich im Zeitpunkt ihrer Vollendung ausgeführt. Bei zeitlich begrenzten Dauerleistungen, z.B. Duldungs- oder Unterlassungsleistungen (vgl. Abschn. 3.1 Abs. 4 UStAE), ist die Leistung mit Beendigung des entsprechenden Rechtsverhältnisses ausgeführt, es sei denn, die Beteiligten hatten Teilleistungen (vgl. Abschn. 13.4 UStAE) vereinbart.

Eine Sonderregelung gilt auch hier für Werkleistungen in der Bauwirtschaft, also insbes. Leistungen im Zusammenhang mit Herstellung, Ausbau, Erweiterung oder Reparatur von Bauwerken, soweit es sich nicht um Werklieferungen handelt. Soweit in diesen Fällen zwischen Bauunternehmer und Auftraggeber eine Abnahme vereinbart ist, wird die Werkleistung nach Abschn. 13.2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 UStAE) im Zeitpunkt der Übergabe und Abnahme des fertiggestellten Werks ausgeführt. Falls also bei Ihnen eine Abnahme zum 1.7.2020 vereinbart wurde, ist die Leistung mit 16 % abzurechnen und am 1.1.2021 wieder mit 19 %.

Der Zeitpunkt der Rechnungsstellung ist unerheblich.

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne (3-5) und stehe im Nachgang gerne für Rückfragen zur Verfügung.

P.S. Die Bahn stellt Tickets mit Umsatzsteuer aus und ist im Umkehrschluss auch vorsteuerabzungsberechtigt.

alva3172015 und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Guten Morgen
Herzlichen Dank für die tolle Antwort!
Beste Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Eine kurze Frage hätte ich nochWie ist das mit der Abnahme bei Ingenieurdienstleistungen zu sehen also die Planung für die Bauausführung?
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Und wenn ich das richtig verstehe müsste ich nun, wenn bspw im Oktober eine Schlussrechnung gestellt wird, diese mit 16% Steuer stellen und die bisher vor dem 01.7.20 gestellten Abschlagsrechnungen mit 19%, nachbesteuern? Also hat mein Kunde mir 3% Zuviel bezahlt?
Wie ist das dann mit der Entlastung der Steuer und wie kann ich das in meinem Vorsteuer Abzug ansetzten?
Grüße und vielen Dank

Ich melde mich gleich noch einmal. Ich bin noch bis 11 Uhr einer Besprechung.

Entschuldigen Sie bitte meine verspätete Rückmeldung. Wenn Sie mehrere (Teil)Abnahmen vereinbart haben, was bei größeren Objektplanungen nicht ungewöhnlich ist, ist die Leistung mit der erfolgten Abnahme ausgeführt und die Leistung entsprechend mit 16 % ab 1.7.2020 bis 31.12.2020 abzurechnen oder bei späterer Abnahme dann ab dem 1.1.2021 wieder mit 19 %.

Für den vorsteuerabzugsberechtigten Kunden ist die Umsatzsteuer doch keine reale Belastung, sondern ein durchlaufender Posten; gleichgültig ist es deshalb 16 % oder 19 %. Bei Privatleuten sind es tatsächlich 3 % Unterschied, die er finanziell zu tragen hat.

Je nachdem aus welcher Periode Sie REchnungen von anderen Unternehmer für Ihren Betrieb erhalten, können Sie auch entsprechend die Vorsteuer abziehen und in Ihrer Voranmeldung eintragen.