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Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
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Mitunternehmerlohn Kommanditist Wir hatten vor ein paar

Diese Antwort wurde bewertet:

Mitunternehmerlohn Kommanditist
Wir hatten vor ein paar Tagen die Frage der Einkunftsart eines sozialversicherungspflichtigen Kommanditisten erörtert. Sie hatten mir mitgeteilt, dass der Arbeitslohn (+ AG-Anteil zur SV) als gewerbliche Einkünfte einzustufen ist.
Liege ich richtig, dass dann dieser Mitunternehmerlohn umsatzsteuerpflichtig ist (soweit die Kleinunternehmerregelung nicht greift)?
Im J

Sehr geehrter Herr N,

 

bitte haben Sie einen Moment Geduld bis ich die Antwort auf Ihre Frage gefertigt habe.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Entschuldigen Sie die lange Bearbeitungszeit.

Die Arbeitslohn, sprich der Lohn des Mitunternehmers. ist umsatzsteuerbar und der Charakter der Umsatzsteuereinheit zwischen KG und Gesellschafter/Kommanditist tritt demzufolge zurück. Der Gegenfall (keine Umsatzsteuerbarkeit) liegt grundsätzlich dann vor, wenn es sich um eine gewinnabhängige Vergütung handelt, d.h. die Leistungen durch eine Beteiligung am Gewinn und Verlust abgegolten werden.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hier nochmals die Ausgangslage meiner Frage:

Bei der bestehenden GmbH & Co. KG gibt es folgende Beteiligte: Person A = 100 % Gesellschafter Komplementär GmbH und 80 % Beteiligter der KG (Kommanditist) Person B = 20% Beteiligter der KG (Kommanditist ohne Mitbestimmungsrecht/kein Vetorecht) –Es gibt eine Statusfeststellung der Sozialversicherung, dass der bestehende Arbeitsvertrag (40-Stunden-Woche mit Weisungsgebundenheit/keine Geschäftsführung) zu einer Sozialversicherungspflicht führt.

Die GmbH & Co. KG wurde zum 01.01.2018 gegründet. Seitdem gibt es auch oben genannten Arbeitsvertrag mit Person B (Kommanditist).

Wenn Sie jetzt ausführen, dass die Vergütung umsatzsteuerbar ist, möchte ich nochmal konkret nach der praktischen Umsetzung fragen bzw. nachfragen ob nachstehendes Vorgehen so richtig ist:

1. Im Jahr 2018 greift noch die Kleinunternehmerregelung, da die Vergütung des Kommanditisten (hier Person B) incl. Arbeitgeberanteile unter EUR 50.000,00 lag (§ 19 UStG Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. )
2. Ab 2019 greift beim Kommanditist nicht mehr die Kleinunternehmerregelung (Vorjahr über EUR 17.500,00 Umsatz beim Mitunternehmer) und dieser Kommanditist (Person B) stellt der GmbH & Co. KG ordnungsgemäße Rechnungen für seine Vergütung aus (Bemessungsgrundlage = Vereinbarte Vergütung + Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung + Zusatzleistung für Altersvorsorge=Direktversicherung „hier zwar sozialversicherungsfrei aber steuerpflichtig“).
3. Die GmbH & Co. KG berücksichtigt in der eigenen Umsatzsteuererklärung (bzw. UST-VA) einen entsprechenden Vorsteuerabzug (Umsatzsteuer auf Leistungen des angestellten Kommanditisten „Person B“ in ordnungsgemäßen Rechnungen entsprechend ausgewiesen)
4. Der Kommanditist (Person B) setzt sich mit dem Finanzamt in Verbindung und beantragt, dass hier ein Umsatzsteuersignal ab 2019 gesetzt wird und gibt künftig entsprechende Umsatzsteuer-Voranmeldungen/Umsatzsteuererklärungen ab.
5. Die GmbH & Co. KG berücksichtigt die Vergütung an den Kommanditisten in der einheitlich gesonderten Feststellungserklärung unter „Vergütungen auf gesellschaftsrechtlicher Ebene“ und lässt dabei die Umsatzsteuer auf die Vergütung ganz außer Acht, da die USt für die GmbH & Co.KG und für den Kommanditisten nur ein „Durchlaufposten“ ist.
6. Etwaige ausgezahlte Gewinne der GmbH & Co. KG an den Kommanditisten (Person B) bleiben bei der Umsatzsteuer unberücksichtigt.

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