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Kategorie: Steuerrecht - Anwälte
Zufriedene Kunden: 1090
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht
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Frage zur Anstellung eines Kommanditisten: Bei der

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Frage zur Anstellung eines Kommanditisten:
Bei der bestehenden GmbH & Co. KG gibt es folgende Beteiligte:
Person A = 100 % Gesellschafter Komplementär GmbH und 80 % Beteiligter der KG (Kommanditist)
Person B = 20 % Beteiligter der KG (Kommanditist ohne Mitbestimmungsrecht/kein Vetorecht) – Es gibt eine Statusfeststellung der Sozialversicherung, dass der bestehende Arbeitsvertrag (40-Stunden-Woche mit Weisungsgebundenheit/keine Geschäftsführung) zu einer Sozialversicherungspflicht führt.
Frage1: Welche Einkünfte entstehen aus dem Arbeitsvertrag bei der Person B? Handelt es sich um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit oder um gewerbliche Einkünfte?
Frage2: Sind die gezahlten Löhne an B in der Feststellungserklärung der GmbH & Co. entsprechend als Einkünfte aus der Beteiligung zu sehen oder bleiben diese ganz außen vor (in der GuV sind diese Löhne ja als Betriebsausgaben gebucht).

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte haben Sie einen Moment Geduld bis ich die Antworten auf Ihre Fragen fertige.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
DANKE!

Die Vergütung der Tätigkeit eines Kommanditisten im Unternehmen ist in aller Regel kein Arbeitslohn, sondern Gewinnanteil. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz ist nur in sehr seltenen Fällen möglich (BFH, 24.01.1980 - IV R 156/78, BStBl II, 271 u. BFH, 24.01.1980 - IV R 157/78; BStBl II, 271). Ist ein Kommanditist sozialversicherungspflichtig und erhält er daher Arbeitgeberanteile zu seinen Sozialversicherungsbeiträgen, so handelt es sich hierbei nicht um steuerpflichtigen Arbeitslohn, sondern um eine Vergütung für die Tätigkeit im Dienste der KG, also um gewerbliche Einkünfte (BFH, 19.10.1970 - GrS 1/70, BStBl II 1971, 177). Eine Ausnahme liegt hier nicht vor. Auch wenn der Kommanditist B keine Mitbestimmungsrechte hat und auch wohl die Arbeitsleistung nicht aufgrund des Gesellschaftsvertrages übernimmt, sondern aufgrund des Arbeitsvertrages, ist das Gesellschaftsverhältnis prägend. Die Tätigkeit des B wäre nur dann nicht dem Regelungsbereich des § 15 Nr. 2 Halbsatz 2 EStG zuzuordnen, etwa weil die Tätigkeit und die Mitunternehmereigenschaft desjenigen, der tätig ist, nur zufällig und vorübergehend zusammentreffen und demgemäß jeglicher wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Mitunternehmerverhältnis ausgeschlossen erscheint. Zu denken ist etwa daran, daß ein Arbeitnehmer einen Kommanditanteil erbt und das Arbeitsverhältnis alsbald nach dem Erbfall beendet wird. Dies ist ebenfalls vorliegend nicht der Fall.

Die Einkünfte des B sind im Gewinn der GmbH & Co. enthalten und entsprechend als Einkünfte aus der Beteiligung zu betrachten.

 

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Information.
Aufgrund der Sozialversicherungspflicht wurde der hier beschriebene Kommanditist ab 01.01.2018 als ganz „normaler“ Arbeitnehmer in der Lohnabrechnung behandelt. Aus meiner Sicht müssten jetzt die Lohnabrechnungen für das Jahr 2018 korrigiert werden. Gleichzeitig müsste auch die schon übermittelte elektronische Lohnsteuerbescheinigung korrigiert werden, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden (und natürlich die Lohnsteueranmeldungen entsprechend). Denn ohne eine Korrektur würde das Finanzamt beim Kommanditisten B einmal „Arbeitnehmereinkünfte“ und einmal gewerbliche Einkünfte berücksichtigen, was zu einer Doppelbesteuerung führen würde.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sehen Sie den vorstehend beschriebenen Weg als richtig an (Korrekturen eLStB/LSt-Anm. 2018)?

Ja, die Lohnabrechnungen müssen umgehend korrigiert werden sowie ebenfalls die elektronische Lohnsteuerbescheinigung. Diesen Weg sehe ich auch als richtig an.

Sozialversicherungspflicht ist nicht gleichbedeutend mit Lohnsteuerpflicht.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke für die Rückmeldung - das habe ich jetzt auch schon mit dem Finanzamt so geklärt. Die Korrektur ist kein Problem. Noch eine letzte Frage: Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung gehören auch zum Mitunternehmerlohn. Gehe ich richtig in der Annahme, dass die mit den Sozialversicherungsbeiträgen abgeführten Beiträge für die Umlagekasse (U1 und U2) und die Insolvenzgeldumlage nicht dazu gehören?

Für Entgeltfortzahlungsversicherung ( U1 und U2) und Insolvenzgeldumlage gehören nicht zum Mitunternehmerlohn.

alva3172015 und weitere Experten für Steuerrecht - Anwälte sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Herzlichen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Ich habe noch eine Frage zur Komplementär-GmbH (o. g. Sachverhalt). Hier habe ich eine separate Frage eingestellt. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir hier wieder antworten könnten, da die beiden Sachverhalte zusammen hängen.